Form und Inhalt

Zwischen der Geistes-Haltung eines Menschen und seinem Tun gibt es keinen Unterschied. Daher bringt wesentliches und wahrhaftiges Handeln einen wesentlichen und wahrhaftigen Geist hervor.

Alles, was uns begegnet, ist unser Leben, daher sollen wir es in keinem Augenblick und durch keine Handlung vergeuden, die nicht im Einklang mit dem Kosmos ist.

So setzen wir unser Leben in wesentliches Handeln und Sein um. Praxis ist alles, was uns begegnet, weil alles, was uns begegnet, unser eigenes Leben ist.

Einstein

Ich habe die Zivilisation satt. Ich habe den Lärm satt und ich habe die Lügen satt. Ich will in einer Hütte im Wald wohnen und einfach nur die Stille genießen.

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Erkennen, was ist

Solange wir uns immer wieder fragen, was sein sollte oder wie etwas sein sollte, sehen wir einfach nicht, was ist und können so die Ursachen- und Wirkungszusammenhänge unmöglich erkennen.

Denn dann gehen wir von uns selbst aus statt von dem, was eben ist. Und das ist nun einmal größer als wir selbst.

Lebenssinn

Die letzten 50 Seiten des Buches von Viktor Frank „Trotzdem Ja zum Leben“ bestehen aus einem Theaterstück der besonderen Art. Sokrates, Kant und Spinoza kommen vom Himmel ins KZ Birkenwald und wollen den hilflosen und ahnungslosen Menschen helfen.

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Du bist, was du denkst

Das ist die Kurzfassung dieser Erkenntnis von Albert Einstein: ‚Alles ist Energie‘, sagte er einmal, ‚gleiche dich der Frequenz der Realität an, die du möchtest und du kreierst diese Realität. Das ist keine Philosophie, das ist Physik!‘ Und kein Mystizismus, möchte man hinzufügen.

Dass das Ganze einen Haken hat, hat er aber verschwiegen, jedenfalls steht es nicht in dem Zitat. Allzu leicht liest man nämlich ein ‚wenn du möchtest‘ in den Text hinein. Doch das steht da nicht. Wir kreieren unsere Realität definitiv. Ob und das nun bewusst ist oder nicht.

Wir sollten uns also genau überlegen, was wir den Tag über so denken. Das – und nur das! – ist exakt die Realität, in der wir leben.

Zeit, nachdenklich zu werden

Die Physiker konnten zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erstmals die Stabilität beziehungsweise die Instabilität von Materie erklären, doch machte die darauf aufbauende Atomphysik und Nukleartechnik die Welt so unsicher wie nie zuvor. Doch das ist oder war noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

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Selbstüberwindung

Im eigenen Leben etwas zu ändern bedeutet, jedenfalls für die meisten, nicht nur die Bereitschaft, die eigenen Überzeugungen und Annahmen kritisch zu beleuchten und auf ihren Wirklichkeitsgehalt hin zu untersuchen, sondern es bedeutet darüber hinaus auch vielfach bereit zu sein, sich selbst zu überwinden.

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Geschichte in uns

Wenn wir wissen, wie wir gestrickt sind, wissen wir auch, wie wir etwas in unserem Leben ändern können. Wir dürfen also nicht den Fehler machen und uns fragen, was wir wollen, solange wir nicht wissen und berücksichtigen, wie wir uns selbst organisieren. Sonst drehen wir nur eine neue Runde im eigenen Saft und können die Tür nicht sehen, die hinaus führt.

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Die Zwickmühle

Das Dilemma, in dem sich viele Menschen wähnen, nämlich der Frage, wie man aus seinem alten Trott und dem eingeschränkten Denken herauskommt, ist tatsächlich keines. Es geht nämlich nicht darum, nach der richtigen Strategie zu suchen, sondern sich darüber im Klaren zu sein, wie man ‚eigentlich’ tickt. Dann ist es nämlich ganz einfach.

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Das Leben IST paradox

Doch das darf uns nicht dazu verführen, es als beliebig anzusehen. Vielmehr fordert es uns auf, nur das zu glauben, was wir wissen können und nur als Wissen anzuerkennen, das wir auch in unserem Leben verifizieren können.

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Todesangst und Fremdenfeindlichkeit

Statt sich in wortgewaltigen Tiraden gegen die auszutoben, die dagegen sind – übrigens ein wunderschönes Paradoxon, gegen die sein, die dagegen sind, heißt ja geeint zu sein im Dagegen-sein – also dann sollte man stattdessen vielleicht den eigentlichen Grund herausfinden, sozusagen das erste Fraktal.

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Wachen Sie auf!

Dieser Satz ist jetzt nicht esoterisch gemeint, sondern die Bitte, der Realität ins Auge zu schauen. Dabei meine ich nicht Ihre, die kenne ich ja überhaupt nicht, nein, ich meine die Realität, in der wir Menschen üblicherweise leben.

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Macht

Jeder Mensch, ausgenommen sehr kleine Kinder, verbindet jegliche Kraft, auch die eigene Lebenskraft, mit einer Ideologie, einer inneren Überzeugung und wandelt sie so zur Macht. Und die Ideologie bestimmt, wie sie oder er ihr oder sein Leben gestaltet.

Räume

Lebensräume sind Resonanzräume. Ihre Gestaltung hat unmittelbare Wirkung auf uns. Durch sie machen wir Erfahrungen möglich, die uns zu einem anderen, neuen Bewusstsein und Denken verhelfen.

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Die Welt und ich

Kennen Sie die Geschichte von dem Sandkorn, das nach langem Nachdenken und vielen, vielen Gedanken wie langem hin- und her Überlegen erkannte, dass es nur mit allen anderen Sandkörnern zusammen der große, wunderschöne weiße Strand sein konnte und in dem, was es war, seine wirkliche und wahre Größe erkannte, denn ohne es selbst und all die anderen Sandkörner gäbe es diesen Strand nicht?

Es gab in Wirklichkeit keinen Strand, nur Sandkörner, die der Strand sind.

Das Wesentliche kann man nur tun

Weder kann man lernen achtsam zu sein noch wesentlich oder wahrhaftig. Achtsamkeit, Wesentlichkeit und Wahrhaftigkeit erwirbt man sich, indem man sie anwendet. Man lernt sie durch Praxis, durch Tun. Wer sie nicht praktizieren kann, will sie im Grunde nicht.

Sein, der ich bin

Dieser Satz hat eine unverkennbare Ähnlichkeit zu dem Bibelwort »Ich bin, der ich bin«, das uns darauf hinweist, dass Gott nicht mit einem Namen zu fassen ist. Nun, wir sind nicht Gott aber sind wir mit einem Namen zu fassen? Sind wir durch unsere Geschichte, durch unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft definierbar?

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Darum!

Sich zu fragen warum und wieso wir etwas tun oder nicht tun ist müßig, sind die uns in nur geringem Umfang bewussten internalen Prozesse doch viel zu komplex, als dass wir wissen könnten, warum wir tun, was wir tun oder eben nicht tun.

Weil unser Bewusstsein nur an der Oberfläche unserer Wirklichkeit surft, sollten wir einfach akzeptieren, dass es ist wie es ist und uns unserer Intuition (nicht unseren Gefühlen oder Emotionen!) überlassen, denn die – und nur die – kann mit dieser Komplexität umgehen.

Darum: Nicht nachdenken, sondern sich in den Geist versenken!

Keinen Plan!

Es ist schon komisch, dass wir erst wieder lernen müssen, was wir als kleine Kinder perfekt beherrschten: Intuition.

Den Geist beruhigen

Als ich nach einer langen Krankheit endlich einen Arzt gefunden hatte, der mir den Weg zum wirklich gesund werden zeigen konnte, ein TCM Arzt, verstand ich mit einem Mal, was ich die Zeit davor im Krankenhaus intuitiv gemacht hatte. Ich hatte die Trennung zwischen Geist und Körper aufgegeben.

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Mut zur Selbsterkenntnis

Stellen Sie sich vor, jemand würde Ihnen von einem Ziel erzählen, das Sie erreichen könnten, und dass dieses Ziel zwar ganz konkret ist, aber jede Menge Unbekanntes mit sich bringt, nichts, was sich vorhersagen ließe. Und Sie wüssten definitiv nicht, was das mit Ihnen machen würde.

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Selbstorganisation und Ordnung

Ordnung ist vielschichtig, je nach der inneren Haltung , die dahinter steht.

Hilfreiche oder sinnhafte Ordnung ist die, die Ausdruck von Selbstorganisation ist. Das betrifft alle, die innerhalb des Ordnungssystems leben, sie können sich dem nicht entziehen.

Das (gemeinsame) Ordnungsverständnis spiegelt das Selbstorganisationsverständnis wieder.

Sinnlose Suche

Es ist unsinnig zu sagen, wir suchten uns selbst oder unseren Weg. Wie könnten wir uns suchen, wo wir uns doch gegenwärtig sind. Etwas anderes ist es, dass wir uns selbst nicht wirklich verstehen.

Also müssen wir nur endlich anfangen zu verstehen, wie wir sind, bevor wir uns fragen können, wer wir oder was wir sind.

Hindernisse ausräumen

Internale, also rein innere, gedankliche Hindernisse auszuräumen, das ist ja so eine Sache. Dafür müsste ich sie kennen. Doch das kann ich nur, wenn ich mir meiner selbst überhaupt vollkommen bewusst sein könnte.

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Womit beginnen?

Aller Anfang geht mit. (Augustinus)

An erster Stelle steht nicht die Information, sondern das Setting. So wie einem Menschen ein Goldschatz nichts nützt, für die er kein Transportmittel hat, mit dem er ihn nach Hause bringen kann.

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Und jetzt?

Es ist wichtig zu wissen, dass viele Dinge nur deshalb wirklich für uns sind, weil wir glauben, dass sie Wirklichkeit wären und deswegen auch definitiv Wirklichkeit für uns sind. Doch wie kommt man aus diesem Schlamassel heraus? Das ist doch die entscheidende Frage!

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Autopilot und Achtsamkeit

Ach wie schön wäre es, den Autopiloten unseres Lebens durch Achtsamkeit auszuschalten. Einfach so. Nur wer fährt dann? Oder läuft? Oder erledigt den Haushalt?

Aber man ist dem Autopiloten nicht ausgeliefert. Man kann ihn schulen. Durch Achtsamkeit. Aber ihn zu ignorieren ist fatal.

Bewusstsein

Nur wer die Intention seines Denkens und Handelns kennt, kann sich auch dessen bewusst sein. Man muss nur bereit sein, sich selbst genau zuzuhören und sprachphilosophisch bis auf den Grund zu untersuchen, was man gesagt hat.

Solange wir das nicht tun, glauben wir allzu leicht, unserer selbst bewusst zu sein – und sind es doch nicht.

Also dann!

So ziemlich jede grundlegende physikalische Erkenntnis hat die Menschen erst einmal in ein heftiges Dilemma gestürzt. Was sollten sie nur mit ihrem tradierten Weltbild machen – genauer: Wie konnten sie zu einem neuen Selbstverständnis kommen?

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Selbsterkenntnis

Man muss daran glauben, damit es wirkt. Ob es hilft und in die richtige Richtung führt, ist eine ganz andere Frage. Das kann man nur im Dialog klären. Was die richtige Richtung ist, also der Sinn, muss aber erst einmal erkannt werden.

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Anders leben

Wenn den Menschen auch nur andeutungsweise bewusst wäre, wozu sie fähig sind, nicht als Überlegung, sondern konkret, was sie tagtäglich tun bzw. zu tun unterlassen, nur dass sie sich dessen auch nicht andeutungsweise bewusst sind, dann würden sie definitiv anders leben.

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Und was jetzt?

Kürzlich sprach ich jemanden darauf an, welche Bedeutung die vielen Buddha-Statuen in seiner Wohnung hätten. Es sei der ruhige Gesichtsausdruck des Buddha, der ihn beeindrucke, war die Antwort. Ich denke, es geht vielen Menschen so.

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Konflikte austrocknen

Stets geht es darum alles durch eine positive Haltung und Entscheidung zu lassen und zu unterbinden, was ein Forum für einen mehr oder weniger verdeckten Konflikt bietet – und damit den Raum für die Auseinandersetzung zwischen Ich und Nicht-Ich.

Zen ist Alltag.

Angesichts der so offensichtlichen Vielfalt und Vielfältigkeit des Lebens mit  seinen schier unendlichen Facetten übersehen wir allzu leicht, dass es immer nur um Eines geht:

Zu sein, was wir sind.

Das fordert uns auf, die reduzierte Sicht unserer Individualität zu transzendieren und wesentlich und wahrhaftig zu sein in allem, was uns ausmacht.

Zen zu praktizieren ist der Weg dorthin. Und der findet im Alltag statt.

Worum es (mir) geht.

Während ich diese Gedanken schreibe, sitze ich in Kärnten vor einer Hütte am Waldrand und schaue in das Tal hinunter, betrachte die Wolken, die die Köpfe der Berge umfließen, höre dem Bach zu und genieße die Schönheit und den Frieden dieses Augenblicks.

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Zeitkritik

Wenn sich die aktuelle Kritik an Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und der »Jugend als solche« ganz im Besonderen sich über die Jahrhunderte hinweg auf immer wieder ähnliche und sogar fast gleiche Weise wiederholt, dann ist das ein nicht zu überhörender Hinweis darauf, dass all dem ein viel grundsätzlicheres Thema zugrunde liegt:

Die Dichotomie des Menschen, die nur überwunden wird, wenn der Mensch zur wahren Dimension seines Menschseins zurückfindet.

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Was es zu erreichen gilt

Man muss den Glauben aufgeben, einen idealen Zustand erreichen zu können. Sonst wird man nie erkennen, was ist. Das ist der Irrtum, dem die unterliegen, die sich aus der Welt zurückziehen, genau wie die, die ihr mit Fatalismus oder Zynismus begegnen. Das ist aber auch der Irrtum, dem die unterliegen, die glauben, man müsse oder könnte die Welt verbessern oder verändern.

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Spiel des Lebens

Wir spielen das Leben, so wie Kinder ”Erwachsen-Sein“ spielen, weil wir nicht erkannt haben, was das Leben an sich ist, das sich auch in uns manifestiert.

Der Grund liegt vor allem darin, dass wir dieses auch“ geflissentlich ignorieren.

Selbstwirksamkeit

Ein Mythos geht um.

Allzu gerne glauben wir, wir könnten frei und unabhängig sein, Herr unserer selbst. Vermittelt es uns doch das Gefühl, keinem Zwang mehr unterworfen zu sein und vor allem erreichen zu können, was zu erreichen uns wichtig erscheint.

Nun steckt in allen oder zumindest den meisten Mythen ja ein wahrer Kern, doch diesen Kern gilt es erst einmal aus seiner Schale zu befreien, also von allem zu trennen, was nicht dazu gehört.

Selbsterkenntnis

Manchmal fragen wir uns, warum wir sind, wie wir sind.

Wie auch immer, entscheidend ist zu erkennen, das wir so sind. Oder was wir sind.

Ein Begriff oder Name dafür ändert herzlich wenig. Naja, eigentlich gar nichts.

Selbstbehinderung

Nichts ist dem menschlichen Denken und Selbstverständnis lieber als eindeutige Verhältnisse, möglichst keine Probleme zu haben und wenn doch, sucht man unkomplizierte, schnell und einfach umzusetzende Lösungen. Zu wissen, woran man ist, ist so was wie ein heiliges Gut; vermittelt ist doch die Sicherheit zu wissen, woran man ist im Leben.

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Sehen was ist

Wenn einen eine langen Reise mit vielen Stationen, die einen mit immer neuen Herausforderungen und Themen konfrontiert hat; die einen immer wieder nach Antworten suchen ließ, die wiederum zu weiteren, grundlegenderen Einsichten und Erkenntnissen aber auch zu immer neuen, grundsätzlicheren Fragen geführt haben und wenn man merkt, dass diese Reise nicht zu dem erhofften Ziel führt, dann bleibt man stehen und dreht sich um, schaut zurück auf den Weg, den man gegangen ist

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Maßstab

Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt..

Sagen manche, um einen anzuspornen. Wozu aber sich an anderen messen?

Man kann nur der sein, der der man ist. Das ist etwas ganz anderes. Messen wir uns also niemals an anderen!

Leidenschaft

Worum auch immer es dir geht – du musst nicht nur bereit sein, an deine Grenzen zu gehen, sondern darüber hinaus und dabei bereit sein, alles einsetzen, was du hast – nicht wissend, ob du erfolgreich sein wirst.

Leidenschaft wird nie auf der »sicheren Seite« sein wollen. Gewinnen kann nur der, der auch bereit ist, alles dafür zu geben.

Irgendwie hat Leidenschaft etwas mit Liebe zu tun. Erinnerst du dich?

Lebenskunst

Kommt das Gespräch auf Zen, so haben die meisten Menschen die typischen Bilder vor ihrem inneren Auge, mit denen Zen assoziiert wird:

Bilder der geistigen Versenkung, von klar gestalteten Räumen und Gegenständen oder von Darstellungen der Zen-Künste; aber auch die von der Ethik des Zen und des Budo geprägte Präsenz und Haltung von Zen-Praktizierenden.

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Jetzt

Im ‚Jetzt‘ zu leben darf uns nicht vergessen lassen, dass das, was wir heute tun, morgen die Zukunft der Menschheit ist.

Aus der Perspektive des Einzelnen ist das Leben ein Windhauch, der so schnell vergangen ist, wie er gekommen ist. Aus der Perspektive der Menschheit trägt unser Leben heute die Zukunft in sich.

Und darum sollten wir in allem sehr bewusst handeln. Bewusst, nicht berechnend.

Grundlagen

Was zu erreichen wir in der Lage sind, gründet nicht in Kompetenzen, Fähigkeiten oder Talenten und schon gar nicht in Methoden oder Fachwissen; sondern alleine in dem, was in uns immanent ist:

Intelligenz, Kreativität, Ästhetik, Kultur, Spontanität, Intuition. ….

Alles Dinge, die wir nicht lernen können, die wir jedoch entfalten können, indem wir die richtigen Rahmenbedingungen dafür schaffen.

Gedanken über Realität

Bedenken wir, dass es keine objektive Realität geben kann, sondern nur Realitäten an sich; bedenken wir, dass es keine Bewusstseine gibt sondern nur Bewusstsein; bedenken wir, dass die Vorstellung einer in Subjekte und Objekte differenzierte Welt schlicht unlogisch ist.

Dann ist es an der Zeit, dass wir uns über unser vermeintlich »nur« subjektives Erleben austauschen, statt über vermeintlich objektiv feststellbare (was garnicht geht, weil jede Feststellung subjektiv ist) und in diesem Verständnis »real« existierende Was-auch-immer zu diskutieren.

Erkenntnis

Statt uns mit den Objekten unserer Wahrnehmung zu beschäftigen, ist es vor allem notwendig, uns mit der Frage zu beschäftigen, wer oder was erkennt.

Nur wenn dies bis zu dem Punkt geklärt ist, an dem sich vollkommene Klarheit eingestellt hat, kann das eine tragfähige Grundlage für jegliche Überlegung und vor allem der Interpretation von Wahrnehmung und Reflexion über Wirklichkeit sein.

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Einzigartigkeit

Wie leicht sagt sich, vor allen Dingen zu Kindern, „du bist besonders“, „du bist einzigartig“? Doch was bedeutet das? Wann bin ich oder sind Sie einzigartig? Was macht uns zu etwas Besonderem? Wie lässt sich ‚Einzigartigkeit‘ definieren? Oder kann man sie überhaupt definieren?

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Die Kunst des Dialogs

Der Ausdruck ‚Dialog‘ bezeichnet, wörtlich genommen, einen Prozess, durch den der Logos hindurch geht. Heraklit von Ephesus bezeichnete damit die unvergängliche Wirkungskraft in der Welt, die alle Dinge steuert und deren ‚Werke‘ die Naturdinge sind.

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Bereit für die Zukunft?

Spricht man über Zen, dann denken die meisten Menschen an Gelassenheit, an innere Ruhe und Ausgeglichenheit, an Meditation und innere Mitte. Manche, aber wohl nur eine Minderheit, denken bei dem Thema auch an einen spirituellen Weg, einen Weg der (metaphysischen) Erkenntnis und des Erwachens.

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Beharrlichkeit

In meiner Jugend haben viele von uns den Traum von Freiheit, Gerechtigkeit und einem selbstbestimmten und erfüllten Leben geträumt.

Statt uns zu fragen, was davon geblieben ist, sind wir aufgerufen, diesen Traum wieder und wieder mit Leben zu erfüllen und niemals den Weg aufzugeben.

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Alter Ego

Gerade lese ich eine Studie mit der Überschrift ‚Bedenkliches Alter Ego‘:

Jugendliche, die regelmäßig in die Rolle fragwürdiger Charaktere schlüpfen, neigen zu riskanten Verhaltensweisen. Das wurde in einer Studie festgestellt.

Das Erfreuliche daran ist, dass das Alter Ego Wirkung hat. Das Bedauerliche ist, dass Ermahnungen etc. nicht helfen. Nur das gelebte Vorbild ist eines.

Zu philosophisch!

»Das ist zu philosophisch!« hört man des Öfteren, wenn das Gehörte mit der eigenen Gedankenwelt nicht harmoniert und man es als zu anstrengend oder auch schlichtweg müßig findet, dem Gedankengang des Anderen zu folgen, um ihn verstehen zu können.

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Zen-Praxis

Die Texte des Zen und der Philosophia perennis darf man nicht verstehen wollen, man muss ihrer in sich selbst, im eigenen Geist gewahr werden.

Sie wollen uns auffordern etwas zu erkennen, worin auch die Aufforderung liegt, unser Leben daran zu reflektieren.

Doch das eigene Leben zu reflektieren genügt nicht, wir müssen auch stets bereit sein, den Weg des Wesentlichen und Wahrhaftigen zu gehen; was nichts anderes bedeutet, als die Grenzen des Ich zu überschreiten.

Zen, Ästhetik und die Zen-Praxis

Die Ästhetik der Zen-Künste ist faszinierend und ergreift uns unmittelbar. Was dabei vielfach verkannt wird ist, dass die Gedanken und die Philosophia perennis des Zen im eigenen Leben zu integrieren einen totalen Wandel unserer Weltsicht und unseres Bewusstsein impliziert.

Nur wenige sind bereit, den darin liegenden Weg der Aufgabe der Ichbezogenheit zu gehen; bedeutet dies doch alles, was man bisher für wahr erkannt hat, in Frage zu stellen. Und das bedeutet eben auch, das eigene Selbstbild zu hinterfragen und – letzten Endes – als illusionär zu erkennen und aufzugeben.

Zeit

Das Verständnis von Zeit spielt eine wesentliche Rolle in dem Kontext von Wesentlichkeit und Wahrhaftigkeit.

So verhindert die Frage, wie viel Zeit man zur Lösung einer Aufgabe hat oder wann man etwas erreicht haben will oder gar muss, regelmäßig das Empfinden für die Zeitqualität – und das ist notwendig, wenn man (auch) eine wesentliche Lösung finden will.

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Zazen

»Nur sitzen« bedeutet eben das.

Glaubst du, dafür eine bestimmte Körperhaltung einnehmen zu müssen, dann ist das nicht »nur sitzen«. Am besten übst du »nur sitzen« auf der Toilette.

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Wirklichkeit

Wir dürfen nicht die Wirklichkeit untersuchen, sondern müssen untersuchen, was wirklich ist.

Fazit: Wir müssen die richtigen Fragen stellen. Und das hat nichts mit Inhalten zu tun, sondern mit der Absicht, die dahintersteht: Was will ich wissen? Das ist nämlich keine Frage nach der Antwort, sondern nach der Intention. Und bekanntlich bestimmt die Theorie die Wahrnehmung.

Wendepunkt

Wenn wir – und daran lässt sich ernsthaft nicht zweifeln – in einer gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit leben und uns daraus nicht lösen, dann muss unser Leben zwangsläufig immer wieder in eine Schieflage kommen, weil es der Wirklichkeit nicht entsprechen kann.

Jeder Versuch etwas grundlegend zum Besseren hin zu wenden muss scheitern und führt allenfalls zu vorübergehenden Erleichterungen.

Wenn man das akzeptiert, dann klingt es auch nicht mehr pathetisch, wenn ich sage, dass es darum geht, zur wahren Dimension unseres Menschseins finden zu müssen, wollen wir im Einklang mit der Welt und unserer wahren Natur leben.

Weg und Ziel

Begreifen geschieht durch Gewahrsein. Weil wir aber nur im Augenblicklichen gewahr sein können, was ist, ist willentliche Veränderung oder Entwicklung nicht möglich, weil es eine Vorstellung über etwas Zukünftiges ist.

Allein im Gewahrsein dessen, was jetzt ist, ist etwas anderes möglich.

Was bleibt ist der Weg, nicht das Ziel. Im Streben nach Vollendung liegt eben nichts, was erreicht werden könnte. Ds Ziel liegt alleine im Sein.

Weg der Mystik

The Ocean of The Spirit permeates all things.
The Sword of The Spirit is Faith.

Vernon Kitabu Turner

Ist es nicht unsere gemeinsame Leidenschaft, statt dem Gewöhnlichen, dem Konditionierten, dem Leben aus zweiter Hand zu folgen, ein wahrhaftiges und wesentliches und darum geistiges Leben im Einklang mit der Wirklichkeit und dem Kosmos zu leben?

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Weg der Freiheit

Der Weg der Freiheit ist ein Weg der Selbsterkenntnis, die das eigene Selbst transzendiert.

So lange wir uns von unseren Meinungen, Vorstellungen, Wünschen, Hoffnungen oder Abneigungen leiten lassen, führt uns unser Denken und Händeln immer wieder in einen Irrgarten, aus dem es kein Entringen gibt.

Wenn wir aber alles, was sich in unserem Leben ereignet, als einen Ausdruck unserer selbst annehmen und darin eine Bewegung des Absoluten in uns zu erkennen in der Lage sind, dann wird unser Denken und Händeln zu einem Labyrinth, das uns immer tiefer in das Mysterium des Lebens hineinführt.

Wahrheit findet sich dazwischen

Die Menschen lieben es, sich abzugrenzen, selbst für den Preis, dass sie auch oder sogar hauptsächlich von Idoten umgeben sind. Statt dass sie erkennen, dass die genauso verzweifelt in einer verrückten Welt zu überleben suchen wie sie selbst.

Den Unterscheid macht nur, wer Recht hat, was sie interessanter Weise eint, sind sie sich doch mit den Idioten daran einig, dass die anderen die Dinge natürlich nicht sehen, wie sie wirklich sind, sondern nur sie selbst.

Wagnis Wahrheit

Wahrheit zu leben ist ein Wagnis, das wir immer wieder von Neuem eingehen müssen.

Auf der einen Seite können wir »die« Wahrheit weder wissen noch besitzen oder uns ihrer sicher sein, und doch müssen wir in jedem Moment danach streben, in der Wahrheit zu leben.

Vertrauen

Es wird Zeit, dass wir wieder der uns immanenten Weisheit vertrauen, der Weisheit, die uns atmen, denken und gesund sein lässt.

Doch dazu müssen wir uns vollkommen von unseren unzutreffenden Ansichten über Wirklichkeit befreien.

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Und dann?

August 2012, Lübeck, Marienkirche, eine Ausstellung mit Fotos und Texten von Simone Weil. Texte und Bilder, die betroffen machen, einen schauern lassen, vor allem weil sie Denken und Haltung der Menschen beschreibt, die unendliches Leid möglich gemacht hat. Und es unterscheidet sich kaum von dem Denken der Menschen heute.

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Subjektivismus

Dass niemand in der Lage ist, etwas nicht Messbares objektiv zu bestimmen, also insbesondere keine Zustände des Denkens, des Fühlens, des Empfindens, der Wahrnehmung oder des Bewusstseins, darf nicht zu der Annahme führen, dass es mit Ausnahme mechanischer oder anderer in Raum- oder Zeitbezügen bestimmbarer Dinge nur subjektive Erkenntnis gibt.

Man darf dann nur nicht mehr von Subjektivität oder Objektivität sprechen. Die allzuoft anzutreffende Schlussfolgerung, alle Wahrnehmung sei subjektiv und demzufolge relativ, ist also zu kurz gedacht.

Strukturen

Nichts scheint schlimmer, als sich nicht ausdrücken zu können, dabei ist es doch nur das fehlende Bewusstsein dafür, wie es geht.

Dabei sind es weniger die Medien, derer wir uns bedienen, als die Strukturen, in denen wir uns auszudrücken und Gehör zu verschaffen versuchen.

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Soli Deo Gloria

Dieser Gedanken, »Einzig zur Ehre Gottes«, taucht als Phrase oder als Signum am Anfang oder am Ende einiger künstlerischer Werke des Mittelalters und des Barock auf. Künstler wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel machten auf diese Weise deutlich, dass sie ihr Werk als Lob Gottes verstanden und es zu dessen Ehren konzipiert hatten.

Als ich diesen Gedanken heute las, machte er mich sehr nachdenklich, konfrontierte er mich doch mit der Frage, ob mein Tun einem solchen Anspruch genügen würde.

Sich einlassen

Über etwas zu reden oder nachzudenken ist etwas anderes, als es zu tun oder wahrzunehmen, was ist.

Vorstellungen von seinem Leben zu haben ist etwas anderes, als zu leben. Gefühle hinsichtlich unseres Erlebens zu haben ist etwas anderes, als das Leben zu spüren.

Nur in der vollkommenen Hingabe an das Leben, das sich Einlassen ohne jeglichen Vorbehalt, nur da erfahren wir uns selbst und nur so können wir die Tiefe des Lebens, unseres Lebens, wirklich ermessen.

Selbstverständnis

»Wir« sind uns vollkommen selbstverständlich – was ja nicht verwundert -, doch was wissen wir wirklich von uns? Wir können zwar genau berichten, was wir erleben, doch warum wir erleben, was wir erleben, wissen wir nicht wirklich. Trotzdem halten wir es für die Wirklichkeit – ein fataler Irrtum.

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Selbstfindung

Letztlich kann uns niemand sagen, worin unsere Einzigartigkeit und Persönlichkeit gründet. Daher kann uns auch niemand helfen, unsere Persönlichkeit zu entwickeln oder zu entfalten.

Das Einzige, was ein anderer kann, ist uns die Gesetzmäßigkeiten des Lebens aufzuzeigen, so wie er sie für sich erkannt hat. Und sie oder er kann uns helfen, uns vom Ballast unserer Konditionierungen, Fixierungen und unzutreffenden Ansichten zu befreien.

Umso mehr sind wir aufgerufen, dem Ruf nach uns selbst zu folgen und unser Wesen, unsere in diesem Sinne wahre Natur zu ergründen.

Seinserfahrung

Wir sind es gewohnt, die verschiedenen Aspekte unserer Existenz, etwa Denken, Handeln und Sein nicht nur als verschiedene Aspekte dieser Existenz, sondern auch als von einander unterscheidbare und damit getrennte Wesenheiten zu sehen. Das ist ein fataler Irrtum.

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Sehen, was ist

Zu sehen, was ist, heißt nicht zu wissen, was falsch oder was richtig ist. Oder sein könnte.

Und es ist auch kein Blick in die Zukunft. Und auch keiner in die Vergangenheit.

Es ist der Blick auf das, was ist. Nichts sonst.

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Richtig oder falsch?

Kann das Richtige falsch sein? Ja, wenn es nur die halbe Wahrheit ist.

Nichts ist so verführerisch wie etwas als richtig erkannt zu haben, denn es verhindert leicht, den Dingen auf den Grund zu gehen, weil das Richtige leichter zu haben ist als das Wahrhaftige.

Darum können wir etwas Richtiges tun und doch das Falsche bewirken. Nur das wahrhaftige Handeln lässt uns wirklich das Richtige tun.

Reflexion

Wenn wir in unserem Leben nachhaltig etwas verändern wollen, wenn wir wahrhaftig und wesentlich leben wollen, wenn die Welt so sein soll, wie wir sie uns erhoffen und erträumen, dann müssen wir aufhören, die Welt oder Andere verändern zu wollen.

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Reale Illusion

Manchmal erscheint uns die Realität unwirklich wie ein Traum.

Tatsächlich steckt hinter dieser Einschätzung eine grundlegende Wahrheit, nämlich dass die Wirklichkeit nicht ‚real‘ im materiellen Sinn ist, sondern eine virtuelle und im mehrfachen Sinn geistige Wirklichkeit.

Es ist aber ein Irrglaube, dass man dieser ‚Illusion‘ dadurch ‚beikommen‘ könnte, indem man sie als etwas Irreales, nicht Wirkliches, behandelt.

Denn die Illusion ist real.

Räume und Meisterschaft

Jeder Raum, den wir (geistig oder körperlich) besetzen, wird von uns mehr oder weniger bewusst strukturiert.

Wir sind immer im Dialog mit Menschen und Dingen, wir durchwandern Räume der Konvention, des Konflikts oder des Sinns. Räume sind Strukturen, die wir im Sinne der Meisterschaft gestalten wollen.

Räume bieten exzellente Gelegenheit, dem Meister in uns und im Gegenüber zu begegnen. Meisterschaft ist das Prinzip des Weges.

Authentisch sein

Wer wünscht sich nicht sagen zu können, sie oder er seien authentisch?

Doch um authentisch sein zu können, müsste ich erst einmal wissen, wer oder was ich eigentlich bin – und nicht das, wofür ich mich halte.

Prinzipien machen das Design

Wir suchen unser Leben mit einem angenehmen Erleben, also spezifischen Inhalten, zu füllen.

Tatsächlich können wir was uns in unserem Leben begegnet in nur sehr engen Grenzen wirklich beeinflussen. Bedeutet das auch, dass wir einem dem entsprechenden Erleben ausgeliefert sind? Mitnichten!

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Philosophie des Erwachens

Jegliche geistige Beschäftigung, die über das gewöhnliche Meistern des Lebens hinausgeht und die nach grundlegendem Verständnis der Phänomene des Lebens strebt – und in diesem Sinn also auch die Gedanken und Reflexionen des Zen und damit die gesamte Zen-Praxis, erschöpft sich nicht in ihrem Zweck und nicht einmal in ihren Resultaten.

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Offenheit

Würden wir Menschen offen miteinander reden, würden wir schnell erkennen, dass uns nichts in unseren innersten Empfindungen, unseren Ängsten und unseren Sehnsüchten wie in unserer Suche nach Frieden und Zufriedenheit unterscheidet.

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Notwendige Einsichten

Im Grunde geht es in der Zen-Praxis um etwas sehr Banales, was leider angesichts der Einflüsse des New Age verloren gegangen ist, die die Zen-Praxis mit einem Schleier der Mystifizierung und Abgehobenheit vom alltäglichen Leben überzogen und mit dem Nimbus des Besonderen verbrämt haben.

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Nichts sonst!

Jegliche Überlegungen des Zen, alle Gedanken der Philosophia perennis haben nur das eine Ziel, uns zur Erfahrung zu führen, dass man über das Universum nicht nachdenken kann, sowenig man über die eigenen Gedanken nachdenken könnte.

Man muss die Erfahrung suchen. Darum sind Bewusstheit und Gewahrsein unserer Praxis.

Nicht nur Zettels Traum

Es gibt keine Wirklichkeit außerhalb meines eigenen Geistes.

Klingt nach Größenwahn. Oder mystischer Einsicht in die eigene Natur. Was manche ja auch für das Selbe halten.

Nur darf man über eine solchen Satz nicht nachdenken wollen, um ihn zu verstehen. Man muss ihn in sich verifizieren; und das heißt, sich auf ihn einzulassen und ihn in sich geschehen lassen.

Ihn in sich wahrnehmen wie den eigenen Atem oder das Bedürfnis, auf’s Klo zu gehen. Aber man darf um Himmels willen nicht darüber nachdenken.

Mythos

Jeder bewusst denkende und handelnde Mensch will ’seinen‘ Mythos Gestalt annehmen lassen. Dabei geht es vielen meist darum, ob sich ‚ihr‘ Mythos bereits in jungen Jahren gezeigt oder aber erst später Gestalt angenommen hat.

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Lebenswege

So kämpft sich jeder durch das Leben, schlägt sich mit den Widrigkeiten des Alltäglichen herum, versucht das Leben, sein Leben, irgendwie in den Griff zu bekommen. Und bleibt dabei einsam und auf sich gestellt.

Das ist das ganz Normale, Übliche. Trotz der Familie, trotz der Freunde.

Dabei gibt es einen Weg der Befreiung. Es ist der Weg aus der Illusion des Getrennten hin zum Bewusstsein der Einheit des Seins. Dieser Weg führt zu zwei Lebensentwürfen. Der eine ist der Einsiedler, der andere ist die Gemeinschaft.

Lebensgefühl III

So lange den Menschen nicht bewusst ist, dass das gewöhnliche Leben das Leben in einer Illusion ist, so lange können sie nicht die oder der sein, der sie sind, sondern sie werden immer nur die Persönlichkeit sein können, die sie zu sein überzeugt sind, weil sie noch immer dem glauben, was sie denken, wie andere sie sehen.

Erst, wenn sie die Illusion verlassen, werden sie frei sein, doch das bedeutet auch, dass nichts mehr von dem trägt, was sie bisher im Leben trug. Sie müssen ihre Persönlichkeit nicht neu erfinden, aber neu kreieren.

Lebensgefühl II

Die entscheidende Frage aber ist, was die Menschen daran hindert, sich aus dieser Identifikation zu lösen. Die Antwort klingt paradox: Weil das, womit sie sich identifizieren, etwas Vergangenes ist.

Es ist eine Erinnerung, eine innere, geistige Repräsentation, und das bedeutet, dass Vergangenes immer wieder als etwas Gegenwärtiges neu als Realität kreiert wird.

Lebensgefühl

Die Menschen wollen frei sein, sie wollen glücklich sein, sie wollen eins sein mit der Welt. Doch es gelingt ihnen so selten, weil sie mit ihrer Geschichte, ihrem Lebensgefühl identifiziert sind.

Solange sie das nicht erkennen, bleiben sie im Alten verhaftet.

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Lebensfragen

Eine der wesentlichen Fragen ist doch wie wir, und zwar jeder für sich, die grundlegenden, transzendenten Antworten, die uns das Leben und unsere Seele finden und erkennen lässt, mit unseren technischen Möglichkeiten und unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist.

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Kunst, Kultur und Zen

Kunst bewundern die Menschen, aber sie praktizieren sie kaum. Hesses Texte werden zitiert, aber seine grundlegenden Einsichten kaum erfasst.

Bach´s Musik macht die Menschen ergriffen, aber sie ergreift nur wenige.

Kunst wird in unserer Kultur zelebriert, aber selten gelebt.

Nicht viel anders ergeht es Zen. Die meisten goutieren es, aber sie leben es nicht wirklich. Was für ein Potenzial!

Kosmisch

Wer bin ich,, dass ich glauben könnte, etwas Besonderes, etwas Einzigartiges zu sein angesichts der unendlichen Weite des Kosmos, bin ich doch selbst nur ein Staubkorn in diesem Kosmos.

Und gerade deswegen bin ich eins mit dem Kosmos, so gewaltig und fundamental und einzigartig wie er selbst.

Kinder und Identifizierung

Kinder sind, zwangsläufig, unseren Projektionen ausgeliefert, bis wir sie als das erkennen, was sie sind – eigenständige Wesen, so wie wir selbst.

Das ist das Gesetz der Autopoiesie.

Es fällt so schwer das zu akzeptieren, da wir uns mit unseren Kinder durch unsere Projektionen identifiziert haben.

Intuition

Das Wirkliche, das Wahrhaftige, geschieht unmittelbar aus dir selbst heraus, du kannst es nicht kontrollieren, nur verhindern oder geschehen lassen.

Doch du musst erkennen können, ob es nicht wieder nur eine Regung deines Ego ist.

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Immer wieder »Ich«.

Unsere größte Angst ist uns in der Leere aufzulösen, wenn wir die Welt sehen, wie sie wirklich ist. Es ist das Gefühl von Bodenlosigkeit, das sich einstellt, das Gefühl zu verschwinden, sich in Nichts aufzulösen.

Darin steckt unsere größte Angst, die Angst, die uns hindert den Weg zu uns selbst zu gehen, obwohl wir uns doch so sehr danach sehnen, ganz wir selbst zu sein.

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Ich – wer sonst?! Oder doch nicht?

Unser Leben ist paradox: Wir sind vollkommen autonom, niemand kann uns sagen, was wir tun und lassen sollen. Wir sind aber gleichermaßen eingebunden in alles Existierende.

Ein Dilemmata? Nein! Es ist ein Paradox. Zwei sich scheinbar widersprechende Aussagen. Betonung scheinbar. Wir können wohl das Ganze gestalten, nicht aber das Einzelne gegen den Willen des Ganzen.

Individualität kann daher nur im Kontext des Ganzen Sinn machen.

Eigentlich kein Problem, ist doch die ganze Natur so. Doch wir zerstören sie, weil wir das Ganze nicht mehr im Vordergrund sehen, sondern das Individuelle.

Statt beide miteinander tanzen zu lassen.

Hinter dem Horizont geht es weiter

(Auch) der Mystiker muss auf seiner Suche nach vollkommener Gewissheit über das Wesen und die Natur des Seins immer wieder erkennen und dessen gewahr sein, dass es immer noch eine weitere, tiefergehende Erkenntnis gibt; was ihn jedoch nicht von dem Streben nach dem Ideal vollkommener Erkenntis abbringen wird.

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Halt

Wenn du Halt und Orientierung suchst, wenn du wissen willst, dessen du sicher sein kannst, dann vertraue nicht auf das, was du weißt, nicht auf das, was dir andere sagen, auch nicht auf das, dessen du dir sicher sein zu können glaubst, Nichteinhaltung deinen Gefühlen darfst du glauben.

Halt und Sicherheit findest du nur in dem, was du als wahr weil wirklich erkennen kannst.

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Grundsätze und Haltungen

Zen kommt mit sehr wenig Theorie aus.

Vier Grundsätze sind es, aus denen sich die Poesie des Zen entwickelt. Alles ist bedingt. Alles ist im Wandel. Es gibt kein eigenständiges, aus sich heraus existierendes Selbst. Alles entsteht aus dem sich selbst differenzierenden Einen.

Um diese Grundsätze erleben zu können, bedarf es bestimmter Haltungen. Das sind zum einen körperliche Entsprechungen zu den Grundsätzen. Etwa eine möglichst vollkommene Haltung des Skeletts im Schwerefeld, um sich angemessen und harmonisch zu bewegen.

Oder: Die bewusste Wahrnehmung der Atmung, um zu verstehen, wie ich gerade bin. Aber zu den Haltungen gehören auch innerer Haltungen, wie die Bereitschaft, sich einzulassen oder sich mitreißen zu lassen.

 

Geschehen lassen

Lasse ich die Dinge geschehen, wie sie geschehen, ohne sie beeinflussen zu wollen, ohne mich ihnen in Fatalismus zu beugen und ohne Falsches hinzunehmen, dann wird in mir die Kraft lebendig, die die Welt bewegt und die Dinge in die richtige Ordnung bringt.

Dann realisiert sich in mir das Gesetz und die Dynamik des Kosmos, dann wirkt in mir und durch mich der Kosmos unmittelbar. Dann bin ich nicht mehr handelnd und mit meinem Wollen aktiv und doch bin ich dann präsenter, wie ich präsenter nicht sein könnte.

Gelebter Mythos III

Ob wir also dem Ideal (Gelebter Mythos I) oder der Konditionierung (Gelebter Mythos II) folgen, macht im Grunde genommen keinen wirklichen Unterschied; denn beides ist Realität, werdende oder gewordene Vorstellung von Wirklichkeit. Doch was stattdessen? 

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Geist und Dialog

Sprache ist das Fenster zum Geist und Zen ist ein geistiger Weg und eine mentale Übung. Daher liegt das Hauptaugenmerk der Zen-Praxis auf der Sprache. Wenn ich wirklich höre, was ich sage, weiß ich, was ich ich tue.

Und weil wir nicht alleine sind, üben wir die Sprache im Dialog. Der ist nicht als Zwiegespräch zu verstehen, sondern (im Sinne von Krishnamurti und Bohm) als Chance durch (dia) das Wort (Logos, Verstand) das auszudrücken, was wir sind.

Geist & Präsenz

Selbsterkenntnis, die sich keiner metaphysischen Erklärungen oder Bildern für unsere Natur, unser Wesen bedient, führt uns unmittelbar zu der Erkenntnis, dass unser Wesen numinoser Geist ist, der sich in und durch uns selbst realisiert.

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Geist

Hinter allem, was uns ausmacht, steht unser Geist, der mehr ist als unser Denken. Schwierigkeiten im Leben erfahren wir, wenn der Geist verwirrt ist, wenn wir anhaften, konditioniert, fixiert oder identifiziert sind.

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Freiheit II

Freiheit, das heißt nicht, dass ich machen kann was ich will oder dass ich stets bekomme was ich mir wünsche.

Freiheit, das heißt, dass ich den Dingen immer wieder auf den Grund gehe um zu erkennen, was wirklich ist.

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Fortschritt

In einem gleichen sich Zen-Praxis und Jakobsweg.

Da sind die, die sich ständig fragen, wie sie am Besten zum Ziel kommen und wie weit es noch ist und dabei selten bei sich selbst ankommen.

Und dann gibt es die, die sich alleine auf den nächsten Schritt konzentrieren, dabei stetig voranschreiten und eins sind mit dem Gehen. Das sind die, die oft bei sich selbst angekommen sind, lange bevor sie das ‚eigentliche‘ Ziel erreicht haben.

Es sind die, die auf dem Weg sind.

Einsicht hilft nicht

Einsicht hilft nicht. Man muss es tun.

Was lernen wir daraus? Jede gedankliche Überlegung ist eben genau das: Eine Überlegung. Aber keine Wirklichkeit.

Denn wirklich kann nur das sein, was ich tue. Darum hilft Einsicht nicht. Aber sie kann ein Hinweis auf das sein, was zu tun wäre.

Einheit leben

Sprechen wir über Einheit, dann steht dahinter meist der Wunsch, »eins mit allem zu sein«. Dieser Wunsch ist verständlich, weil wir darunter leiden, uns immer wieder als etwas von allem anderen Getrenntes zu erfahren.

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Einheit des Seins

Solange wir in der Vorstellung von Ich und Nicht-Ich gebunden sind, befinden wir uns zwangsläufig in einem konflikthaften Gegeneinander, das auch durch ein Miteinander nicht aufgelöst, sondern nur ausbalanciert werden kann.

Eine wirkliche Lösung dieses scheinbaren Dilemmata kann es nur dann geben, wenn wir die Einheit des Seins in der Vielfalt erkennen und uns dieser Einheit vollkommen bewusst sind und leben.

Ein Plädoyer für das Wesentlich-Sein

Manchmal überkommt einen ja so etwas wie eine Einsicht. Eine dieser Einsichten, die ich kürzlich hatte, war:

»Wir leben in einer Welt der Gläubigen!«

Und nicht in einer Welt der Realisten – auch wenn das viele glauben und zu behaupten nicht müde werden. Übrigens kann man Gläubige leicht erkennen: Was sie behaupten, lässt sich nicht verifizieren.

Eigensinn

Unsere wahre Freiheit liegt darin, selbstbestimmt und aus eigener Entscheidung unsere Bestimmung darin zu sehen, in unserem Denken und Handeln Würde, Ästhetik, Güte und Wahrhaftigkeit zum Ausdruck zu bringen.

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Dynamik

Lebendige Systeme sind offene Systeme. Offene Systeme sind Nicht-Gleichgewichtssysteme. Sind sie vollkommen stabil und ausbalanciert, sind sie tot.

Aktive lebendige Systeme sind selbstorganisierte dynamische Systeme. Darum sollte man das mit der Balance wohl doch besser vergessen.

Die Entscheidung, die jeder für sich trifft

Man kann einem Menschen nichts beibringen,
was der nicht selber wissen will.

Das ist die Freiheit des Menschen,
aber auch das große Dilemma,
in dem viele feststecken.

Entweder,

sie folgen blind, nicht wissend,
dass es auch anders ginge,

oder

sie tragen die Verantwortung für ihr Tun.

Die Einheit sehen

Ob wir die Quantenphysik die Bewusstseinspsychologie, die Wissensoziologie, die von Bohm festgestellte implizite Ordnung der Materie, die Theorie der morphogenetischen Felder von Sheldrake oder einfach nur die Abläufe des täglichen Lebens betrachten, alles führt zu einer tieferen holistischen Sicht der Dinge. Alles zeigt auf den selben Urgrund des Seins.

Diese Erkenntnis fordert ich auch in meinem beruflichen Handeln auf, mir dieses Wissens bewusst zu sein und es zur Grundlage meiner Konzepte zu machen, will ich mich nicht in Widerspruch zur natürlichen Ordnung der Welt und des Kosmos setzen.

Die Begegnung mit Zen

In der Begegnung mit der Praxis und der Philosophia perennis des Zen wird schnell deutlich, welche Potentiale in der Zen-Praxis liegen.

Doch die Freude ist meist nicht von langer Dauer, denn regelmäßig wird schnell klar, dass Zen nichts „verbessert“ oder „erleichtert“, sondern eine radikale Abkehr von jeglicher Selbstbezogenheit bedeutet. Da freut sich das Ego nicht wirklich.

Der Weg liegt unmittelbar vor dir.

Die Zen-Erfahrung geschieht unmittelbar, ohne jegliche Anstrengung.

Es ist alleine das Beharren in unzutreffenden Vorstellungen, das sie verhindert. Nur darum legen die Meister den Weg immer wieder auf neue Weise dar. Dabei genügt es, sich einfach nur auf diese Gedanken einzulassen.

Das ist das Einzige, das den Menschen immer wieder Schwierigkeiten bereitet.

Der eigenen Natur folgen

Wenn du die Welt sein willst, dann musst du das Ich hinter dir lassen.

Wenn du dein kleines Selbst verlassen und dich in das große Selbst entfalten willst, dann musst du bereit sein zur Metamorphose, so wie die Raupe bereit ist, ihren starren Körper unter Schmerzen zu verlassen, um ihre Flügel zu entfalten.

Die Raupe fragt dabei nicht warum und wozu oder soll ich oder soll ich nicht, sondern sie folgt ihrer Natur.

Darum praktizieren wir Zen, weil wir zur wahren Natur unseres Menschseins  finden wollen, um ihr zu folgen.

Denken

Es sind unsere gedanklichen Vorstellungen, die uns an der unmittelbaren Erfahrung dessen hindern, was ist.

Das bedeutet jedoch nicht, dem Denken entsagen zu wollen, sondern das Denken zu ordnen.

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Bewusstsein

Viele Menschen verstehen unter Bewusstsein einen geistigen Zustand im Gegensatz zu dem des Schlafens nach dem Motto: Bin ich wach und mein Bewusstsein ungetrübt ist, bin ich auch bewusst.

Tatsächlich aber ist Bewusstsein ein geistiges Phänomen, ein innerer Prozess und keinesfalls nur ein mentaler Zustand.

Die entscheidende Frage ist, was dies für unser Leben bedeutet. Dazu müssen wir verstehen lernen, was Bewusstsein ist, denn nur dann können wir es entwickeln und nur dann können wir die Welt wirklich sehen, wie sie ist.

Also sprach Zarathustra

Das »du sollst« verwandelt sich zum frei gewordenen »ich will«, das sich in der Wüste der Freiheit zum »ich bin« im Ganzen des Seins transzendiert und in das ewige Spiel des Kosmos von Werden und Vergehen eingetreten ist.

Das ist, was im Zen Erwachen genannt wird.

Absolute Wahrheit

Alle reden von relativer Wahrheit und halten ihre doch für absolut, statt nach dem zu streben, was wirklich wahr ist, die Wirklichkeit und Wahrheit des Absoluten jenseits von Subjektivität und Objektivität.  Welche Berechtigung haben auch Subjektivität und Objektivität angesichts der vollkommenen Bedingtheit allen Seins?

Abgrenzung

Erleben wir etwas Schönes, dann suchen wir uns diese Erfahrung zu bewahren und zu erhalten.  Nicht anders ist es bei Ereignissen oder Erlebnissen, die uns Nähe oder tiefe Verbundenheit erfahren lassen.

Solche Erfahrungen wollen wir nur mit wenigen teilen, um uns auf diese Weise das Besondere und Einzigartige zu bewahren. Bis wir erkennen, dass auch dies nur Ausdruck unserer Selbstbezogenheit ist.