Form und Inhalt

Zwi­schen der Geis­tes-Hal­tung eines Men­schen und sei­nem Tun gibt es kei­nen Unter­schied. Daher bringt wesent­li­ches und wahr­haf­ti­ges Han­deln einen wesent­li­chen und wahr­haf­ti­gen Geist her­vor.

Alles, was uns begeg­net, ist unser Leben, daher sol­len wir es in kei­nem Augen­bli­ck und durch kei­ne Hand­lung ver­geu­den, die nicht im Ein­klang mit dem Kos­mos ist.

So set­zen wir unser Leben in wesent­li­ches Han­deln und Sein um. Pra­xis ist alles, was uns begeg­net, weil alles, was uns begeg­net, unser eige­nes Leben ist.

Erkennen, was ist

Solan­ge wir uns immer wie­der fra­gen, was sein soll­te oder wie etwas sein soll­te, sehen wir ein­fach nicht, was ist und kön­nen so die Ursa­chen- und Wir­kungs­zu­sam­men­hän­ge unmög­li­ch erken­nen.

Denn dann gehen wir von uns selbst aus statt von dem, was eben ist. Und das ist nun ein­mal grö­ßer als wir selbst.

Lebenssinn

Die letz­ten 50 Sei­ten des Buches von Vik­tor Frank „Trotz­dem Ja zum Leben“ bestehen aus einem Thea­ter­stück der beson­de­ren Art. Sokra­tes, Kant und Spi­no­za kom­men vom Him­mel ins KZ Bir­ken­wald und wol­len den hilf­lo­sen und ahnungs­lo­sen Men­schen hel­fen.

Wei­ter­le­sen

Du bist, was du denkst

Das ist die Kurz­fas­sung die­ser Erkennt­nis von Albert Ein­stein: ‚Alles ist Ener­gie‘, sag­te er ein­mal, ‚glei­che dich der Fre­quenz der Rea­li­tät an, die du möch­test und du kre­ierst die­se Rea­li­tät. Das ist kei­ne Phi­lo­so­phie, das ist Phy­sik!‘ Und kein Mys­ti­zis­mus, möch­te man hin­zu­fü­gen.

Dass das Gan­ze einen Haken hat, hat er aber ver­schwie­gen, jeden­falls steht es nicht in dem Zitat. All­zu leicht liest man näm­li­ch ein ‚wenn du möch­test‘ in den Text hin­ein. Doch das steht da nicht. Wir kre­ieren unse­re Rea­li­tät defi­ni­tiv. Ob und das nun bewusst ist oder nicht.

Wir soll­ten uns also gen­au über­le­gen, was wir den Tag über so den­ken. Das — und nur das! — ist exakt die Rea­li­tät, in der wir leben.

Zeit, nachdenklich zu werden

Die Phy­si­ker konn­ten zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts erst­mals die Sta­bi­li­tät bezie­hungs­wei­se die Insta­bi­li­tät von Mate­rie erklä­ren, doch mach­te die dar­auf auf­bau­en­de Atom­phy­sik und Nukle­ar­tech­nik die Welt so unsi­cher wie nie zuvor. Doch das ist oder war noch lan­ge nicht das Ende der Fah­nen­stan­ge.

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Selbstüberwindung

Im eige­nen Leben etwas zu ändern bedeu­tet, jeden­falls für die meis­ten, nicht nur die Bereit­schaft, die eige­nen Über­zeu­gun­gen und Annah­men kri­ti­sch zu beleuch­ten und auf ihren Wirk­lich­keits­ge­halt hin zu unter­su­chen, son­dern es bedeu­tet dar­über hin­aus auch viel­fach bereit zu sein, sich selbst zu über­win­den.

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Geschichte in uns

Wenn wir wis­sen, wie wir gestrickt sind, wis­sen wir auch, wie wir etwas in unse­rem Leben ändern kön­nen. Wir dür­fen also nicht den Feh­ler machen und uns fra­gen, was wir wol­len, solan­ge wir nicht wis­sen und berück­sich­ti­gen, wie wir uns selbst orga­ni­sie­ren. Son­st dre­hen wir nur eine neue Run­de im eige­nen Saft und kön­nen die Tür nicht sehen, die hin­aus führt.

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Die Zwickmühle

Das Dilem­ma, in dem sich vie­le Men­schen wäh­nen, näm­li­ch der Fra­ge, wie man aus sei­nem alten Trott und dem ein­ge­schränk­ten Den­ken her­aus­kommt, ist tat­säch­li­ch kei­nes. Es geht näm­li­ch nicht dar­um, nach der rich­ti­gen Stra­te­gie zu suchen, son­dern sich dar­über im Kla­ren zu sein, wie man ‚eigent­li­ch’ tickt. Dann ist es näm­li­ch ganz ein­fach.

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Kontrolle versus Bewusstheit

Wer kennt das nicht – eigent­li­ch haben wir uns vor­ge­nom­men, jeden Tag Sport zu machen – aber wir tun es letzt­li­ch doch nicht. War­um fällt es uns nur so ver­dammt schwer, unse­re Gedan­ken und unse­re Vor­stel­lung davon, wie wir leben wol­len, Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen?

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Der Grat der Menschlichkeit

Wir Men­schen bewe­gen uns meist ent­we­der in einem mehr oder weni­ger stark aus­ge­präg­ten Gefühl der Ohn­macht oder aber wir kul­ti­vie­ren per­sön­li­che oder natio­na­le Macht­phan­ta­si­en. Nur weni­gen ist es ver­gönnt, auf dem schma­len Grat dazwi­schen zu leben.

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Das Leben IST paradox

Doch das darf uns nicht dazu ver­füh­ren, es als belie­big anzu­se­hen. Viel­mehr for­dert es uns auf, nur das zu glau­ben, was wir wis­sen kön­nen und nur als Wis­sen anzu­er­ken­nen, das wir auch in unse­rem Leben veri­fi­zie­ren kön­nen.

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Todesangst und Fremdenfeindlichkeit

Statt sich in wort­ge­wal­ti­gen Tira­den gegen die aus­zu­to­ben, die dage­gen sind – übri­gens ein wun­der­schö­nes Para­do­xon, gegen die sein, die dage­gen sind, heißt ja geeint zu sein im Dage­gen-sein – also dann soll­te man statt­des­sen viel­leicht den eigent­li­chen Grund her­aus­fin­den, sozu­sa­gen das ers­te Frak­tal.

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Kommunikation, mal anders gesehen

Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein wei­tes Feld, das wahr­schein­li­ch wesent­li­ch wei­ter ist, als wir übli­cher­wei­se glau­ben. Kom­mu­ni­ka­ti­on ist näm­li­ch weit mehr als ein Aus­tau­sch von Infor­ma­tio­nen durch Spra­che, Text, Skiz­zen, Bil­der oder Kör­per­spra­che.

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Wachen Sie auf!

Die­ser Satz ist jetzt nicht eso­te­ri­sch gemeint, son­dern die Bit­te, der Rea­li­tät ins Auge zu schau­en. Dabei mei­ne ich nicht Ihre, die ken­ne ich ja über­haupt nicht, nein, ich mei­ne die Rea­li­tät, in der wir Men­schen übli­cher­wei­se leben.

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Macht

Jeder Men­sch, aus­ge­nom­men sehr klei­ne Kin­der, ver­bin­det jeg­li­che Kraft, auch die eige­ne Lebens­kraft, mit einer Ideo­lo­gie, einer inne­ren Über­zeu­gung und wan­delt sie so zur Macht. Und die Ideo­lo­gie bestimmt, wie sie oder er ihr oder sein Leben gestal­tet.

Räume

Lebens­räu­me sind Reso­nanz­räu­me. Ihre Gestal­tung hat unmit­tel­ba­re Wir­kung auf uns. Durch sie machen wir Erfah­run­gen mög­li­ch, die uns zu einem ande­ren, neu­en Bewusst­sein und Den­ken ver­hel­fen.

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Die Welt und ich

Ken­nen Sie die Geschich­te von dem Sand­korn, das nach lan­gem Nach­den­ken und vie­len, vie­len Gedan­ken wie lan­gem hin- und her Über­le­gen erkann­te, dass es nur mit allen ande­ren Sand­kör­nern zusam­men der gro­ße, wun­der­schö­ne wei­ße Strand sein konn­te und in dem, was es war, sei­ne wirk­li­che und wah­re Grö­ße erkann­te, denn ohne es selbst und all die ande­ren Sand­kör­ner gäbe es die­sen Strand nicht?

Es gab in Wirk­lich­keit kei­nen Strand, nur Sand­kör­ner, die der Strand sind.

Das Wesentliche kann man nur tun

Weder kann man ler­nen acht­sam zu sein noch wesent­li­ch oder wahr­haf­tig. Acht­sam­keit, Wesent­lich­keit und Wahr­haf­tig­keit erwirbt man sich, indem man sie anwen­det. Man lernt sie durch Pra­xis, durch Tun. Wer sie nicht prak­ti­zie­ren kann, will sie im Grun­de nicht.

Sein, der ich bin

Die­ser Satz hat eine unver­kenn­ba­re Ähn­lich­keit zu dem Bibel­wort »Ich bin, der ich bin«, das uns dar­auf hin­weist, dass Gott nicht mit einem Namen zu fas­sen ist. Nun, wir sind nicht Gott aber sind wir mit einem Namen zu fas­sen? Sind wir durch unse­re Geschich­te, durch unse­re Ver­gan­gen­heit, unse­re Gegen­wart und unse­re Zukunft defi­nier­bar?

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Darum!

Sich zu fra­gen war­um und wie­so wir etwas tun oder nicht tun ist müßig, sind die uns in nur gerin­gem Umfang bewuss­ten inter­na­len Pro­zes­se doch viel zu kom­plex, als dass wir wis­sen könn­ten, war­um wir tun, was wir tun oder eben nicht tun.

Weil unser Bewusst­sein nur an der Ober­flä­che unse­rer Wirk­lich­keit surft, soll­ten wir ein­fach akzep­tie­ren, dass es ist wie es ist und uns unse­rer Intui­ti­on (nicht unse­ren Gefüh­len oder Emo­tio­nen!) über­las­sen, denn die — und nur die — kann mit die­ser Kom­ple­xi­tät umge­hen.

Dar­um: Nicht nach­den­ken, son­dern sich in den Geist ver­sen­ken!

Keinen Plan!

Es ist schon komi­sch, dass wir erst wie­der ler­nen müs­sen, was wir als klei­ne Kin­der per­fekt beherrsch­ten: Intui­ti­on.

Den Geist beruhigen

Als ich nach einer lan­gen Krank­heit end­li­ch einen Arzt gefun­den hat­te, der mir den Weg zum wirk­li­ch gesund wer­den zei­gen konn­te, ein TCM Arzt, ver­stand ich mit einem Mal, was ich die Zeit davor im Kran­ken­haus intui­tiv gemacht hat­te. Ich hat­te die Tren­nung zwi­schen Geist und Kör­per auf­ge­ge­ben.

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Muss ich das wissen?

Gera­de hör­te ich einen Pod­cast zu der Fra­ge, was Zeit ist. Wirk­li­ch inter­es­sant, aber die eigent­li­che Fra­ge ist doch, ob ich das wis­sen muss oder ob es für mein täg­li­ches Leben nicht doch irrele­vant ist.

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Mut zur Selbsterkenntnis

Stel­len Sie sich vor, jemand wür­de Ihnen von einem Ziel erzäh­len, das Sie errei­chen könn­ten, und dass die­ses Ziel zwar ganz kon­kret ist, aber jede Men­ge Unbe­kann­tes mit sich bringt, nichts, was sich vor­her­sa­gen lie­ße. Und Sie wüss­ten defi­ni­tiv nicht, was das mit Ihnen machen wür­de.

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Selbstorganisation und Ordnung

Ord­nung ist viel­schich­tig, je nach der inne­ren Hal­tung , die dahin­ter steht.

Hilf­rei­che oder sinn­haf­te Ord­nung ist die, die Aus­druck von Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on ist. Das betrifft alle, die inner­halb des Ord­nungs­sys­tems leben, sie kön­nen sich dem nicht ent­zie­hen.

Das (gemein­sa­me) Ord­nungs­ver­ständ­nis spie­gelt das Selbst­or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ständ­nis wie­der.

Sinnlose Suche

Es ist unsin­nig zu sagen, wir such­ten uns selbst oder unse­ren Weg. Wie könn­ten wir uns suchen, wo wir uns doch gegen­wär­tig sind. Etwas ande­res ist es, dass wir uns selbst nicht wirk­li­ch ver­ste­hen.

Also müs­sen wir nur end­li­ch anfan­gen zu ver­ste­hen, wie wir sind, bevor wir uns fra­gen kön­nen, wer wir oder was wir sind.

Hindernisse ausräumen

Inter­na­le, also rein inne­re, gedank­li­che Hin­der­nis­se aus­zu­räu­men, das ist ja so eine Sache. Dafür müss­te ich sie ken­nen. Doch das kann ich nur, wenn ich mir mei­ner selbst über­haupt voll­kom­men bewusst sein könn­te.

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Womit beginnen?

Aller Anfang geht mit. (Augus­ti­nus)

An ers­ter Stel­le steht nicht die Infor­ma­ti­on, son­dern das Set­ting. So wie einem Men­schen ein Gold­schatz nichts nützt, für die er kein Trans­port­mit­tel hat, mit dem er ihn nach Hau­se brin­gen kann.

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Und jetzt?

Es ist wich­tig zu wis­sen, dass vie­le Din­ge nur des­halb wirk­li­ch für uns sind, weil wir glau­ben, dass sie Wirk­lich­keit wären und des­we­gen auch defi­ni­tiv Wirk­lich­keit für uns sind. Doch wie kommt man aus die­sem Schla­mas­sel her­aus? Das ist doch die ent­schei­den­de Fra­ge!

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Autopilot und Achtsamkeit

Ach wie schön wäre es, den Auto­pi­lo­ten unse­res Lebens durch Acht­sam­keit aus­zu­schal­ten. Ein­fach so. Nur wer fährt dann? Oder läuft? Oder erle­digt den Haus­halt?

Aber man ist dem Auto­pi­lo­ten nicht aus­ge­lie­fert. Man kann ihn schu­len. Durch Acht­sam­keit. Aber ihn zu igno­rie­ren ist fatal.

Bewusstsein

Nur wer die Inten­ti­on sei­nes Den­kens und Han­delns kennt, kann sich auch des­sen bewusst sein. Man muss nur bereit sein, sich selbst gen­au zuzu­hö­ren und sprach­phi­lo­so­phi­sch bis auf den Grund zu unter­su­chen, was man gesagt hat.

Solan­ge wir das nicht tun, glau­ben wir all­zu leicht, unse­rer selbst bewusst zu sein — und sind es doch nicht.

Also dann!

So ziem­li­ch jede grund­le­gen­de phy­si­ka­li­sche Erkennt­nis hat die Men­schen erst ein­mal in ein hef­ti­ges Dilem­ma gestürzt. Was soll­ten sie nur mit ihrem tra­dier­ten Welt­bild machen — genau­er: Wie konn­ten sie zu einem neu­en Selbst­ver­ständ­nis kom­men?

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Selbsterkenntnis

Man muss dar­an glau­ben, damit es wirkt. Ob es hilft und in die rich­ti­ge Rich­tung führt, ist eine ganz ande­re Fra­ge. Das kann man nur im Dia­log klä­ren. Was die rich­ti­ge Rich­tung ist, also der Sinn, muss aber erst ein­mal erkannt wer­den.

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Anders leben

Wenn den Men­schen auch nur andeu­tungs­wei­se bewusst wäre, wozu sie fähig sind, nicht als Über­le­gung, son­dern kon­kret, was sie tag­täg­li­ch tun bzw. zu tun unter­las­sen, nur dass sie sich des­sen auch nicht andeu­tungs­wei­se bewusst sind, dann wür­den sie defi­ni­tiv anders leben.

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Und was jetzt?

Kürz­li­ch sprach ich jeman­den dar­auf an, wel­che Bedeu­tung die vie­len Bud­dha-Sta­tu­en in sei­ner Woh­nung hät­ten. Es sei der ruhi­ge Gesichts­aus­druck des Bud­dha, der ihn beein­dru­cke, war die Ant­wort. Ich den­ke, es geht vie­len Men­schen so.

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Konflikte austrocknen

Stets geht es dar­um alles durch eine posi­ti­ve Hal­tung und Ent­schei­dung zu las­sen und zu unter­bin­den, was ein Forum für einen mehr oder weni­ger ver­deck­ten Kon­flikt bie­tet — und damit den Raum für die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Ich und Nicht-Ich.

Zen ist Alltag.

Ange­sichts der so offen­sicht­li­chen Viel­falt und Viel­fäl­tig­keit des Lebens mit  sei­nen schier unend­li­chen Facet­ten über­se­hen wir all­zu leicht, dass es immer nur um Eines geht:

Zu sein, was wir sind.

Das for­dert uns auf, die redu­zier­te Sicht unse­rer Indi­vi­dua­li­tät zu tran­szen­die­ren und wesent­li­ch und wahr­haf­tig zu sein in allem, was uns aus­macht.

Zen zu prak­ti­zie­ren ist der Weg dort­hin. Und der fin­det im All­tag statt.

Worum es (mir) geht.

Wäh­rend ich die­se Gedan­ken schrei­be, sit­ze ich in Kärn­ten vor einer Hüt­te am Wald­rand und schaue in das Tal hin­un­ter, betrach­te die Wol­ken, die die Köp­fe der Ber­ge umflie­ßen, höre dem Bach zu und genie­ße die Schön­heit und den Frie­den die­ses Augen­blicks.

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Zeitkritik

Wenn sich die aktu­el­le Kri­tik an Gesell­schaft, Wirt­schaft, Poli­tik und der »Jugend als sol­che« ganz im Beson­de­ren sich über die Jahr­hun­der­te hin­weg auf immer wie­der ähn­li­che und sogar fast glei­che Wei­se wie­der­holt, dann ist das ein nicht zu über­hö­ren­der Hin­weis dar­auf, dass all dem ein viel grund­sätz­li­che­res The­ma zugrun­de liegt:

Die Dicho­to­mie des Men­schen, die nur über­wun­den wird, wenn der Men­sch zur wah­ren Dimen­si­on sei­nes Mensch­seins zurück­fin­det.

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Was es zu erreichen gilt

Man muss den Glau­ben auf­ge­ben, einen idea­len Zustand errei­chen zu kön­nen. Son­st wird man nie erken­nen, was ist. Das ist der Irr­tum, dem die unter­lie­gen, die sich aus der Welt zurück­zie­hen, gen­au wie die, die ihr mit Fata­lis­mus oder Zynis­mus begeg­nen. Das ist aber auch der Irr­tum, dem die unter­lie­gen, die glau­ben, man müs­se oder könn­te die Welt ver­bes­sern oder ver­än­dern.

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Spiel des Lebens

Wir spie­len das Leben, so wie Kin­der ”Erwach­sen-Sein“ spie­len, weil wir nicht erkannt haben, was das Leben an sich ist, das sich auch in uns mani­fes­tiert.

Der Grund liegt vor allem dar­in, dass wir die­ses auch” geflis­sent­li­ch igno­rie­ren.

Selbstwirksamkeit

Ein Mythos geht um.

All­zu ger­ne glau­ben wir, wir könn­ten frei und unab­hän­gig sein, Herr unse­rer selbst. Ver­mit­telt es uns doch das Gefühl, kei­nem Zwang mehr unter­wor­fen zu sein und vor allem errei­chen zu kön­nen, was zu errei­chen uns wich­tig erscheint.

Nun steckt in allen oder zumin­dest den meis­ten Mythen ja ein wah­rer Kern, doch die­sen Kern gilt es erst ein­mal aus sei­ner Scha­le zu befrei­en, also von allem zu tren­nen, was nicht dazu gehört.

Selbsterkenntnis

Manch­mal fra­gen wir uns, war­um wir sind, wie wir sind.

Wie auch immer, ent­schei­dend ist zu erken­nen, das wir so sind. Oder was wir sind.

Ein Begriff oder Name dafür ändert herz­li­ch wenig. Naja, eigent­li­ch gar nichts.

Selbstbehinderung

Nichts ist dem mensch­li­chen Den­ken und Selbst­ver­ständ­nis lie­ber als ein­deu­ti­ge Ver­hält­nis­se, mög­lichst kei­ne Pro­ble­me zu haben und wenn doch, sucht man unkom­pli­zier­te, schnell und ein­fach umzu­set­zen­de Lösun­gen. Zu wis­sen, wor­an man ist, ist so was wie ein hei­li­ges Gut; ver­mit­telt ist doch die Sicher­heit zu wis­sen, wor­an man ist im Leben.

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Sehen was ist

Wenn einen eine lan­gen Rei­se mit vie­len Sta­tio­nen, die einen mit immer neu­en Her­aus­for­de­run­gen und The­men kon­fron­tiert hat; die einen immer wie­der nach Ant­wor­ten suchen ließ, die wie­der­um zu wei­te­ren, grund­le­gen­de­ren Ein­sich­ten und Erkennt­nis­sen aber auch zu immer neu­en, grund­sätz­li­che­ren Fra­gen geführt haben und wenn man merkt, dass die­se Rei­se nicht zu dem erhoff­ten Ziel führt, dann bleibt man ste­hen und dreht sich um, schaut zurück auf den Weg, den man gegan­gen ist

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Maßstab

Man kann nie­man­den über­ho­len, wenn man in sei­ne Fuß­stap­fen tritt..

Sagen man­che, um einen anzu­spor­nen. Wozu aber sich an ande­ren mes­sen?

Man kann nur der sein, der der man ist. Das ist etwas ganz ande­res. Mes­sen wir uns also nie­mals an ande­ren!

Leidenschaft

Wor­um auch immer es dir geht — du mus­st nicht nur bereit sein, an dei­ne Gren­zen zu gehen, son­dern dar­über hin­aus und dabei bereit sein, alles ein­set­zen, was du hast — nicht wis­send, ob du erfolg­reich sein wirst.

Lei­den­schaft wird nie auf der »siche­ren Sei­te« sein wol­len. Gewin­nen kann nur der, der auch bereit ist, alles dafür zu geben.

Irgend­wie hat Lei­den­schaft etwas mit Lie­be zu tun. Erin­ner­st du dich?

Lebenskunst

Kommt das Gespräch auf Zen, so haben die meis­ten Men­schen die typi­schen Bil­der vor ihrem inne­ren Auge, mit denen Zen asso­zi­iert wird:

Bil­der der geis­ti­gen Ver­sen­kung, von klar gestal­te­ten Räu­men und Gegen­stän­den oder von Dar­stel­lun­gen der Zen-Küns­te; aber auch die von der Ethik des Zen und des Budo gepräg­te Prä­senz und Hal­tung von Zen-Prak­ti­zie­ren­den.

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Jetzt

Im ‘Jetzt’ zu leben darf uns nicht ver­ges­sen las­sen, dass das, was wir heu­te tun, mor­gen die Zukunft der Mensch­heit ist.

Aus der Per­spek­ti­ve des Ein­zel­nen ist das Leben ein Wind­hauch, der so schnell ver­gan­gen ist, wie er gekom­men ist. Aus der Per­spek­ti­ve der Mensch­heit trägt unser Leben heu­te die Zukunft in sich.

Und dar­um soll­ten wir in allem sehr bewusst han­deln. Bewusst, nicht berech­nend.

Grundlagen

Was zu errei­chen wir in der Lage sind, grün­det nicht in Kom­pe­ten­zen, Fähig­kei­ten oder Talen­ten und schon gar nicht in Metho­den oder Fach­wis­sen; son­dern allei­ne in dem, was in uns imma­nent ist:

Intel­li­genz, Krea­ti­vi­tät, Ästhe­tik, Kul­tur, Spon­ta­ni­tät, Intui­ti­on. .…

Alles Din­ge, die wir nicht ler­nen kön­nen, die wir jedoch ent­fal­ten kön­nen, indem wir die rich­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen dafür schaf­fen.

Gedanken über Realität

Beden­ken wir, dass es kei­ne objek­ti­ve Rea­li­tät geben kann, son­dern nur Rea­li­tä­ten an sich; beden­ken wir, dass es kei­ne Bewusst­sei­ne gibt son­dern nur Bewusst­sein; beden­ken wir, dass die Vor­stel­lung einer in Sub­jek­te und Objek­te dif­fe­ren­zier­te Welt schlicht unlo­gi­sch ist.

Dann ist es an der Zeit, dass wir uns über unser ver­meint­li­ch »nur« sub­jek­ti­ves Erle­ben aus­tau­schen, statt über ver­meint­li­ch objek­tiv fest­stell­ba­re (was gar­nicht geht, weil jede Fest­stel­lung sub­jek­tiv ist) und in die­sem Ver­ständ­nis »real« exis­tie­ren­de Was-auch-immer zu dis­ku­tie­ren.

Erkenntnis

Statt uns mit den Objek­ten unse­rer Wahr­neh­mung zu beschäf­ti­gen, ist es vor allem not­wen­dig, uns mit der Fra­ge zu beschäf­ti­gen, wer oder was erkennt.

Nur wenn dies bis zu dem Punkt geklärt ist, an dem sich voll­kom­me­ne Klar­heit ein­ge­stellt hat, kann das eine trag­fä­hi­ge Grund­la­ge für jeg­li­che Über­le­gung und vor allem der Inter­pre­ta­ti­on von Wahr­neh­mung und Refle­xi­on über Wirk­lich­keit sein.

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Einzigartigkeit

Wie leicht sagt sich, vor allen Din­gen zu Kin­dern, „du bist beson­ders“, „du bist ein­zig­ar­tig“? Doch was bedeu­tet das? Wann bin ich oder sind Sie ein­zig­ar­tig? Was macht uns zu etwas Beson­de­rem? Wie lässt sich ‚Ein­zig­ar­tig­keit‘ defi­nie­ren? Oder kann man sie über­haupt defi­nie­ren?

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Die Kunst des Dialogs

Der Aus­druck ‘Dia­log’ bezeich­net, wört­li­ch genom­men, einen Pro­zess, durch den der Logos hin­durch geht. Hera­klit von Ephe­sus bezeich­ne­te damit die unver­gäng­li­che Wir­kungs­kraft in der Welt, die alle Din­ge steu­ert und deren ‘Wer­ke’ die Natur­din­ge sind.

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Die Illusion verlassen

Wenn wir — und dar­an lässt sich ernst­haft nicht zwei­feln — in einer gesell­schaft­li­chen Kon­struk­ti­on von Wirk­lich­keit leben, muss unser Leben immer wie­der in eine Schief­la­ge kom­men, weil es der Wirk­lich­keit von Welt und Kos­mos nicht ent­spre­chen kann.

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Der Plot im Leben

Es ist wohl so, dass ein grund­sätz­li­ch line­ar-metho­di­sches Den­ken die Erfah­rung der Wirk­lich­keit genauso behin­dert wenn nicht gar ver­hin­dert, wie es ein nar­ra­ti­ves Selbst­bild hin­sicht­li­ch der Erfah­rung des eige­nen Wesens tut.

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Bereit für die Zukunft?

Spricht man über Zen, dann den­ken die meis­ten Men­schen an Gelas­sen­heit, an inne­re Ruhe und Aus­ge­gli­chen­heit, an Medi­ta­ti­on und inne­re Mit­te. Man­che, aber wohl nur eine Min­der­heit, den­ken bei dem The­ma auch an einen spi­ri­tu­el­len Weg, einen Weg der (meta­phy­si­schen) Erkennt­nis und des Erwa­chens.

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Beharrlichkeit

In mei­ner Jugend haben vie­le von uns den Traum von Frei­heit, Gerech­tig­keit und einem selbst­be­stimm­ten und erfüll­ten Leben geträumt.

Statt uns zu fra­gen, was davon geblie­ben ist, sind wir auf­ge­ru­fen, die­sen Traum wie­der und wie­der mit Leben zu erfül­len und nie­mals den Weg auf­zu­ge­ben.

Wei­ter­le­sen

Anders leben

Wer das übli­che, kon­di­tio­nier­te Leben mit all sei­nen Fixie­run­gen, Iden­ti­fi­zie­run­gen und Mythen über Wirk­lich­keit in sei­nem Wesen erkannt hat, wird den tie­fen Wunsch in sich spü­ren, anders leben zu wol­len.

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Alter Ego

Gera­de lese ich eine Stu­die mit der Über­schrift ‘Bedenk­li­ches Alter Ego’:

Jugend­li­che, die regel­mä­ßig in die Rol­le frag­wür­di­ger Cha­rak­te­re schlüp­fen, nei­gen zu ris­kan­ten Ver­hal­tens­wei­sen. Das wur­de in einer Stu­die fest­ge­stellt.

Das Erfreu­li­che dar­an ist, dass das Alter Ego Wir­kung hat. Das Bedau­er­li­che ist, dass Ermah­nun­gen etc. nicht hel­fen. Nur das geleb­te Vor­bild ist eines.

Zu philosophisch!

»Das ist zu phi­lo­so­phi­sch!« hört man des Öfte­ren, wenn das Gehör­te mit der eige­nen Gedan­ken­welt nicht har­mo­niert und man es als zu anstren­gend oder auch schlicht­weg müßig fin­det, dem Gedan­ken­gang des Ande­ren zu fol­gen, um ihn ver­ste­hen zu kön­nen.

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Zen-Praxis

Die Tex­te des Zen und der Phi­lo­so­phia peren­nis darf man nicht ver­ste­hen wol­len, man muss ihrer in sich selbst, im eige­nen Geist gewahr wer­den.

Sie wol­len uns auf­for­dern etwas zu erken­nen, wor­in auch die Auf­for­de­rung liegt, unser Leben dar­an zu reflek­tie­ren.

Doch das eige­ne Leben zu reflek­tie­ren genügt nicht, wir müs­sen auch stets bereit sein, den Weg des Wesent­li­chen und Wahr­haf­ti­gen zu gehen; was nichts ande­res bedeu­tet, als die Gren­zen des Ich zu über­schrei­ten.

Zen, Ästhetik und die Zen-Praxis

Die Ästhe­tik der Zen-Küns­te ist fas­zi­nie­rend und ergreift uns unmit­tel­bar. Was dabei viel­fach ver­kannt wird ist, dass die Gedan­ken und die Phi­lo­so­phia peren­nis des Zen im eige­nen Leben zu inte­grie­ren einen tota­len Wan­del unse­rer Welt­sicht und unse­res Bewusst­sein impli­ziert.

Nur weni­ge sind bereit, den dar­in lie­gen­den Weg der Auf­ga­be der Ich­be­zo­gen­heit zu gehen; bedeu­tet dies doch alles, was man bis­her für wahr erkannt hat, in Fra­ge zu stel­len. Und das bedeu­tet eben auch, das eige­ne Selbst­bild zu hin­ter­fra­gen und — letz­ten Endes — als illu­sio­när zu erken­nen und auf­zu­ge­ben.

Zeit

Das Ver­ständ­nis von Zeit spielt eine wesent­li­che Rol­le in dem Kon­text von Wesent­lich­keit und Wahr­haf­tig­keit.

So ver­hin­dert die Fra­ge, wie viel Zeit man zur Lösung einer Auf­ga­be hat oder wann man etwas erreicht haben will oder gar muss, regel­mä­ßig das Emp­fin­den für die Zeit­qua­li­tät — und das ist not­wen­dig, wenn man (auch) eine wesent­li­che Lösung fin­den will.

Wei­ter­le­sen

Zazen

»Nur sit­zen« bedeu­tet eben das.

Glaub­st du, dafür eine bestimm­te Kör­per­hal­tung ein­neh­men zu müs­sen, dann ist das nicht »nur sit­zen«. Am bes­ten übst du »nur sit­zen« auf der Toi­let­te.

Wei­ter­le­sen

Wirklichkeit

Wir dür­fen nicht die Wirk­lich­keit unter­su­chen, son­dern müs­sen unter­su­chen, was wirk­li­ch ist.

Fazit: Wir müs­sen die rich­ti­gen Fra­gen stel­len. Und das hat nichts mit Inhal­ten zu tun, son­dern mit der Absicht, die dahin­ter­steht: Was will ich wis­sen? Das ist näm­li­ch kei­ne Fra­ge nach der Ant­wort, son­dern nach der Inten­ti­on. Und bekannt­li­ch bestimmt die Theo­rie die Wahr­neh­mung.

Wendepunkt

Wenn wir – und dar­an lässt sich ernst­haft nicht zwei­feln – in einer gesell­schaft­li­chen Kon­struk­ti­on von Wirk­lich­keit leben und uns dar­aus nicht lösen, dann muss unser Leben zwangs­läu­fig immer wie­der in eine Schief­la­ge kom­men, weil es der Wirk­lich­keit nicht ent­spre­chen kann.

Jeder Ver­su­ch etwas grund­le­gend zum Bes­se­ren hin zu wen­den muss schei­tern und führt allen­falls zu vor­über­ge­hen­den Erleich­te­run­gen.

Wenn man das akzep­tiert, dann klingt es auch nicht mehr pathe­ti­sch, wenn ich sage, dass es dar­um geht, zur wah­ren Dimen­si­on unse­res Mensch­seins fin­den zu müs­sen, wol­len wir im Ein­klang mit der Welt und unse­rer wah­ren Natur leben.

Weg und Ziel

Begrei­fen geschieht durch Gewahrs­ein. Weil wir aber nur im Augen­blick­li­chen gewahr sein kön­nen, was ist, ist wil­lent­li­che Ver­än­de­rung oder Ent­wick­lung nicht mög­li­ch, weil es eine Vor­stel­lung über etwas Zukünf­ti­ges ist.

Allein im Gewahrs­ein des­sen, was jetzt ist, ist etwas ande­res mög­li­ch.

Was bleibt ist der Weg, nicht das Ziel. Im Stre­ben nach Voll­endung liegt eben nichts, was erreicht wer­den könn­te. Ds Ziel liegt allei­ne im Sein.

Weg der Mystik

The Oce­an of The Spi­rit per­mea­tes all things.
The Sword of The Spi­rit is Faith.

Ver­non Kita­bu Tur­ner

Ist es nicht unse­re gemein­sa­me Lei­den­schaft, statt dem Gewöhn­li­chen, dem Kon­di­tio­nier­ten, dem Leben aus zwei­ter Hand zu fol­gen, ein wahr­haf­ti­ges und wesent­li­ches und dar­um geis­ti­ges Leben im Ein­klang mit der Wirk­lich­keit und dem Kos­mos zu leben?

Wei­ter­le­sen

Weg der Freiheit

Der Weg der Frei­heit ist ein Weg der Selbst­er­kennt­nis, die das eige­ne Selbst tran­szen­diert.

So lan­ge wir uns von unse­ren Mei­nun­gen, Vor­stel­lun­gen, Wün­schen, Hoff­nun­gen oder Abnei­gun­gen lei­ten las­sen, führt uns unser Den­ken und Hän­deln immer wie­der in einen Irr­gar­ten, aus dem es kein Ent­rin­gen gibt.

Wenn wir aber alles, was sich in unse­rem Leben ereig­net, als einen Aus­druck unse­rer selbst anneh­men und dar­in eine Bewe­gung des Abso­lu­ten in uns zu erken­nen in der Lage sind, dann wird unser Den­ken und Hän­deln zu einem Laby­rin­th, das uns immer tie­fer in das Mys­te­ri­um des Lebens hin­ein­führt.

Wahrheit findet sich dazwischen

Die Men­schen lie­ben es, sich abzu­gren­zen, selbst für den Preis, dass sie auch oder sogar haupt­säch­li­ch von Ido­ten umge­ben sind. Statt dass sie erken­nen, dass die genauso ver­zwei­felt in einer ver­rück­ten Welt zu über­le­ben suchen wie sie selbst.

Den Unter­scheid macht nur, wer Recht hat, was sie inter­es­san­ter Wei­se eint, sind sie sich doch mit den Idio­ten dar­an einig, dass die ande­ren die Din­ge natür­li­ch nicht sehen, wie sie wirk­li­ch sind, son­dern nur sie selbst.

Wagnis Wahrheit

Wahr­heit zu leben ist ein Wag­nis, das wir immer wie­der von Neu­em ein­ge­hen müs­sen.

Auf der einen Sei­te kön­nen wir »die« Wahr­heit weder wis­sen noch besit­zen oder uns ihrer sicher sein, und doch müs­sen wir in jedem Moment dana­ch stre­ben, in der Wahr­heit zu leben.

Vertrauen

Es wird Zeit, dass wir wie­der der uns imma­nen­ten Weis­heit ver­trau­en, der Weis­heit, die uns atmen, den­ken und gesund sein lässt.

Doch dazu müs­sen wir uns voll­kom­men von unse­ren unzu­tref­fen­den Ansich­ten über Wirk­lich­keit befrei­en.

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Und dann?

August 2012, Lübe­ck, Mari­en­kir­che, eine Aus­stel­lung mit Fotos und Tex­ten von Simo­ne Weil. Tex­te und Bil­der, die betrof­fen machen, einen schau­ern las­sen, vor allem weil sie Den­ken und Hal­tung der Men­schen beschreibt, die unend­li­ches Leid mög­li­ch gemacht hat. Und es unter­schei­det sich kaum von dem Den­ken der Men­schen heu­te.

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Subjektivismus

Dass nie­mand in der Lage ist, etwas nicht Mess­ba­res objek­tiv zu bestim­men, also ins­be­son­de­re kei­ne Zustän­de des Den­kens, des Füh­lens, des Emp­fin­dens, der Wahr­neh­mung oder des Bewusst­seins, darf nicht zu der Annah­me füh­ren, dass es mit Aus­nah­me mecha­ni­scher oder ande­rer in Raum- oder Zeit­be­zü­gen bestimm­ba­rer Din­ge nur sub­jek­ti­ve Erkennt­nis gibt.

Man darf dann nur nicht mehr von Sub­jek­ti­vi­tät oder Objek­ti­vi­tät spre­chen. Die all­zu­oft anzu­tref­fen­de Schluss­fol­ge­rung, alle Wahr­neh­mung sei sub­jek­tiv und dem­zu­fol­ge rela­tiv, ist also zu kurz gedacht.

Strukturen

Nichts scheint schlim­mer, als sich nicht aus­drü­cken zu kön­nen, dabei ist es doch nur das feh­len­de Bewusst­sein dafür, wie es geht.

Dabei sind es weni­ger die Medi­en, derer wir uns bedie­nen, als die Struk­tu­ren, in denen wir uns aus­zu­drü­cken und Gehör zu ver­schaf­fen ver­su­chen.

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Soli Deo Gloria

Die­ser Gedan­ken, »Ein­zig zur Ehre Got­tes«, taucht als Phra­se oder als Signum am Anfang oder am Ende eini­ger künst­le­ri­scher Wer­ke des Mit­tel­al­ters und des Baro­ck auf. Künst­ler wie Johann Sebas­ti­an Bach und Georg Fried­rich Hän­del mach­ten auf die­se Wei­se deut­li­ch, dass sie ihr Werk als Lob Got­tes ver­stan­den und es zu des­sen Ehren kon­zi­piert hat­ten.

Als ich die­sen Gedan­ken heu­te las, mach­te er mich sehr nach­denk­li­ch, kon­fron­tier­te er mich doch mit der Fra­ge, ob mein Tun einem sol­chen Anspruch genü­gen wür­de.

Sich einlassen

Über etwas zu reden oder nach­zu­den­ken ist etwas ande­res, als es zu tun oder wahr­zu­neh­men, was ist.

Vor­stel­lun­gen von sei­nem Leben zu haben ist etwas ande­res, als zu leben. Gefüh­le hin­sicht­li­ch unse­res Erle­bens zu haben ist etwas ande­res, als das Leben zu spü­ren.

Nur in der voll­kom­me­nen Hin­ga­be an das Leben, das sich Ein­las­sen ohne jeg­li­chen Vor­be­halt, nur da erfah­ren wir uns selbst und nur so kön­nen wir die Tie­fe des Lebens, unse­res Lebens, wirk­li­ch ermes­sen.

Selbstverständnis

»Wir« sind uns voll­kom­men selbst­ver­ständ­li­ch — was ja nicht ver­wun­dert -, doch was wis­sen wir wirk­li­ch von uns? Wir kön­nen zwar gen­au berich­ten, was wir erle­ben, doch war­um wir erle­ben, was wir erle­ben, wis­sen wir nicht wirk­li­ch. Trotz­dem hal­ten wir es für die Wirk­lich­keit — ein fata­ler Irr­tum.

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Selbstfindung

Letzt­li­ch kann uns nie­mand sagen, wor­in unse­re Ein­zig­ar­tig­keit und Per­sön­lich­keit grün­det. Daher kann uns auch nie­mand hel­fen, unse­re Per­sön­lich­keit zu ent­wi­ckeln oder zu ent­fal­ten.

Das Ein­zi­ge, was ein ande­rer kann, ist uns die Gesetz­mä­ßig­kei­ten des Lebens auf­zu­zei­gen, so wie er sie für sich erkannt hat. Und sie oder er kann uns hel­fen, uns vom Bal­last unse­rer Kon­di­tio­nie­run­gen, Fixie­run­gen und unzu­tref­fen­den Ansich­ten zu befrei­en.

Umso mehr sind wir auf­ge­ru­fen, dem Ruf nach uns selbst zu fol­gen und unser Wesen, unse­re in die­sem Sin­ne wah­re Natur zu ergrün­den.

Seinserfahrung

Wir sind es gewohnt, die ver­schie­de­nen Aspek­te unse­rer Exis­tenz, etwa Den­ken, Han­deln und Sein nicht nur als ver­schie­de­ne Aspek­te die­ser Exis­tenz, son­dern auch als von ein­an­der unter­scheid­ba­re und damit getrenn­te Wesen­hei­ten zu sehen. Das ist ein fata­ler Irr­tum.

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Richtig oder falsch?

Kann das Rich­ti­ge fal­sch sein? Ja, wenn es nur die hal­be Wahr­heit ist.

Nichts ist so ver­füh­re­ri­sch wie etwas als rich­tig erkannt zu haben, denn es ver­hin­dert leicht, den Din­gen auf den Grund zu gehen, weil das Rich­ti­ge leich­ter zu haben ist als das Wahr­haf­ti­ge.

Dar­um kön­nen wir etwas Rich­ti­ges tun und doch das Fal­sche bewir­ken. Nur das wahr­haf­ti­ge Han­deln lässt uns wirk­li­ch das Rich­ti­ge tun.

Reflexion

Wenn wir in unse­rem Leben nach­hal­tig etwas ver­än­dern wol­len, wenn wir wahr­haf­tig und wesent­li­ch leben wol­len, wenn die Welt so sein soll, wie wir sie uns erhof­fen und erträu­men, dann müs­sen wir auf­hö­ren, die Welt oder Ande­re ver­än­dern zu wol­len.

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Reale Illusion

Manch­mal erscheint uns die Rea­li­tät unwirk­li­ch wie ein Traum.

Tat­säch­li­ch steckt hin­ter die­ser Ein­schät­zung eine grund­le­gen­de Wahr­heit, näm­li­ch dass die Wirk­lich­keit nicht ‘real’ im mate­ri­el­len Sinn ist, son­dern eine vir­tu­el­le und im mehr­fa­chen Sinn geis­ti­ge Wirk­lich­keit.

Es ist aber ein Irr­glau­be, dass man die­ser ‘Illu­si­on’ dadurch ‘bei­kom­men’ könn­te, indem man sie als etwas Irrea­les, nicht Wirk­li­ches, behan­delt.

Denn die Illu­si­on ist real.

Räume und Meisterschaft

Jeder Raum, den wir (geis­tig oder kör­per­li­ch) beset­zen, wird von uns mehr oder weni­ger bewusst struk­tu­riert.

Wir sind immer im Dia­log mit Men­schen und Din­gen, wir durch­wan­dern Räu­me der Kon­ven­ti­on, des Kon­flikts oder des Sinns. Räu­me sind Struk­tu­ren, die wir im Sin­ne der Meis­ter­schaft gestal­ten wol­len.

Räu­me bie­ten exzel­len­te Gele­gen­heit, dem Meis­ter in uns und im Gegen­über zu begeg­nen. Meis­ter­schaft ist das Prin­zip des Weges.

Authentisch sein

Wer wünscht sich nicht sagen zu kön­nen, sie oder er sei­en authen­ti­sch?

Doch um authen­ti­sch sein zu kön­nen, müss­te ich erst ein­mal wis­sen, wer oder was ich eigent­li­ch bin — und nicht das, wofür ich mich hal­te.

Prinzipien machen das Design

Wir suchen unser Leben mit einem ange­neh­men Erle­ben, also spe­zi­fi­schen Inhal­ten, zu fül­len.

Tat­säch­li­ch kön­nen wir was uns in unse­rem Leben begeg­net in nur sehr engen Gren­zen wirk­li­ch beein­flus­sen. Bedeu­tet das auch, dass wir einem dem ent­spre­chen­den Erle­ben aus­ge­lie­fert sind? Mit­nich­ten!

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Philosophie des Erwachens

Jeg­li­che geis­ti­ge Beschäf­ti­gung, die über das gewöhn­li­che Meis­tern des Lebens hin­aus­geht und die nach grund­le­gen­dem Ver­ständ­nis der Phä­no­me­ne des Lebens strebt – und in die­sem Sinn also auch die Gedan­ken und Refle­xio­nen des Zen und damit die gesam­te Zen-Pra­xis, erschöpft sich nicht in ihrem Zweck und nicht ein­mal in ihren Resul­ta­ten.

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Offenheit

Wür­den wir Men­schen offen mit­ein­an­der reden, wür­den wir schnell erken­nen, dass uns nichts in unse­ren inners­ten Emp­fin­dun­gen, unse­ren Ängs­ten und unse­ren Sehn­süch­ten wie in unse­rer Suche nach Frie­den und Zufrie­den­heit unter­schei­det.

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Notwendige Einsichten

Im Grun­de geht es in der Zen-Pra­xis um etwas sehr Bana­les, was lei­der ange­sichts der Ein­flüs­se des New Age ver­lo­ren gegan­gen ist, die die Zen-Pra­xis mit einem Schlei­er der Mys­ti­fi­zie­rung und Abge­ho­ben­heit vom all­täg­li­chen Leben über­zo­gen und mit dem Nim­bus des Beson­de­ren ver­brämt haben.

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Nichts sonst!

Jeg­li­che Über­le­gun­gen des Zen, alle Gedan­ken der Phi­lo­so­phia peren­nis haben nur das eine Ziel, uns zur Erfah­rung zu füh­ren, dass man über das Uni­ver­sum nicht nach­den­ken kann, sowe­nig man über die eige­nen Gedan­ken nach­den­ken könn­te.

Man muss die Erfah­rung suchen. Dar­um sind Bewusst­heit und Gewahrs­ein unse­rer Pra­xis.

Nicht nur Zettels Traum

Es gibt kei­ne Wirk­lich­keit außer­halb mei­nes eige­nen Geis­tes.

Klingt nach Grö­ßen­wahn. Oder mys­ti­scher Ein­sicht in die eige­ne Natur. Was man­che ja auch für das Sel­be hal­ten.

Nur darf man über eine sol­chen Satz nicht nach­den­ken wol­len, um ihn zu ver­ste­hen. Man muss ihn in sich veri­fi­zie­ren; und das heißt, sich auf ihn ein­zu­las­sen und ihn in sich gesche­hen las­sen.

Ihn in sich wahr­neh­men wie den eige­nen Atem oder das Bedürf­nis, auf’s Klo zu gehen. Aber man darf um Him­mels wil­len nicht dar­über nach­den­ken.

Nicht anhaften

Lass dich berüh­ren von dem, was ist. Lass dich ergrei­fen, lass dich mit­neh­men.

Suche dir nichts zu bewah­ren, gib alles auf, das du als dei­nes” benen­nen wür­dest.

Mythos

Jeder bewusst den­ken­de und han­deln­de Men­sch will ‘sei­nen’ Mythos Gestalt anneh­men las­sen. Dabei geht es vie­len meist dar­um, ob sich ‘ihr’ Mythos bereits in jun­gen Jah­ren gezeigt oder aber erst spä­ter Gestalt ange­nom­men hat.

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Lebenswege

So kämpft sich jeder durch das Leben, schlägt sich mit den Wid­rig­kei­ten des All­täg­li­chen her­um, ver­sucht das Leben, sein Leben, irgend­wie in den Griff zu bekom­men. Und bleibt dabei ein­sam und auf sich gestellt.

Das ist das ganz Nor­ma­le, Übli­che. Trotz der Fami­lie, trotz der Freun­de.

Dabei gibt es einen Weg der Befrei­ung. Es ist der Weg aus der Illu­si­on des Getrenn­ten hin zum Bewusst­sein der Ein­heit des Seins. Die­ser Weg führt zu zwei Lebens­ent­wür­fen. Der eine ist der Ein­sied­ler, der ande­re ist die Gemein­schaft.

Lebensgefühl III

So lan­ge den Men­schen nicht bewusst ist, dass das gewöhn­li­che Leben das Leben in einer Illu­si­on ist, so lan­ge kön­nen sie nicht die oder der sein, der sie sind, son­dern sie wer­den immer nur die Per­sön­lich­keit sein kön­nen, die sie zu sein über­zeugt sind, weil sie noch immer dem glau­ben, was sie den­ken, wie ande­re sie sehen.

Erst, wenn sie die Illu­si­on ver­las­sen, wer­den sie frei sein, doch das bedeu­tet auch, dass nichts mehr von dem trägt, was sie bis­her im Leben trug. Sie müs­sen ihre Per­sön­lich­keit nicht neu erfin­den, aber neu kre­ieren.

Lebensgefühl II

Die ent­schei­den­de Fra­ge aber ist, was die Men­schen dar­an hin­dert, sich aus die­ser Iden­ti­fi­ka­ti­on zu lösen. Die Ant­wort klingt para­dox: Weil das, womit sie sich iden­ti­fi­zie­ren, etwas Ver­gan­ge­nes ist.

Es ist eine Erin­ne­rung, eine inne­re, geis­ti­ge Reprä­sen­ta­ti­on, und das bedeu­tet, dass Ver­gan­ge­nes immer wie­der als etwas Gegen­wär­ti­ges neu als Rea­li­tät kre­iert wird.

Lebensgefühl

Die Men­schen wol­len frei sein, sie wol­len glück­li­ch sein, sie wol­len eins sein mit der Welt. Doch es gelingt ihnen so sel­ten, weil sie mit ihrer Geschich­te, ihrem Lebens­ge­fühl iden­ti­fi­ziert sind.

Solan­ge sie das nicht erken­nen, blei­ben sie im Alten ver­haf­tet.

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Lebensfragen

Eine der wesent­li­chen Fra­gen ist doch wie wir, und zwar jeder für sich, die grund­le­gen­den, tran­szen­den­ten Ant­wor­ten, die uns das Leben und unse­re See­le fin­den und erken­nen lässt, mit unse­ren tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten und unse­rer gesell­schaft­li­chen Wirk­lich­keit in Ein­klang zu brin­gen ist.

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Kunst, Kultur und Zen

Kunst bewun­dern die Men­schen, aber sie prak­ti­zie­ren sie kaum. Hes­ses Tex­te wer­den zitiert, aber sei­ne grund­le­gen­den Ein­sich­ten kaum erfasst.

Bach´s Musik macht die Men­schen ergrif­fen, aber sie ergreift nur weni­ge.

Kunst wird in unse­rer Kul­tur zele­briert, aber sel­ten gelebt.

Nicht viel anders ergeht es Zen. Die meis­ten gou­tie­ren es, aber sie leben es nicht wirk­li­ch. Was für ein Poten­zi­al!

Kosmische Ordnung

Das eige­ne Leben an über die eige­ne Exis­tenz hin­aus­wei­sen­de, ewi­ge oder kos­mi­sche Prin­zi­pi­en aus­zu­rich­ten, emp­fin­den vie­le Men­schen wie die Auf­ga­be ihrer Frei­heit, der Frei­heit, selbst zu ent­schei­den, was sie tun. 

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Kosmisch

Wer bin ich„ dass ich glau­ben könn­te, etwas Beson­de­res, etwas Ein­zig­ar­ti­ges zu sein ange­sichts der unend­li­chen Wei­te des Kos­mos, bin ich doch selbst nur ein Staub­korn in die­sem Kos­mos.

Und gera­de des­we­gen bin ich eins mit dem Kos­mos, so gewal­tig und fun­da­men­tal und ein­zig­ar­tig wie er selbst.

Kinder und Identifizierung

Kin­der sind, zwangs­läu­fig, unse­ren Pro­jek­tio­nen aus­ge­lie­fert, bis wir sie als das erken­nen, was sie sind — eigen­stän­di­ge Wesen, so wie wir selbst.

Das ist das Gesetz der Auto­po­ie­sie.

Es fällt so schwer das zu akzep­tie­ren, da wir uns mit unse­ren Kin­der durch unse­re Pro­jek­tio­nen iden­ti­fi­ziert haben.

Intuition

Das Wirk­li­che, das Wahr­haf­ti­ge, geschieht unmit­tel­bar aus dir selbst her­aus, du kann­st es nicht kon­trol­lie­ren, nur ver­hin­dern oder gesche­hen las­sen.

Doch du mus­st erken­nen kön­nen, ob es nicht wie­der nur eine Regung dei­nes Ego ist.

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Immer wieder »Ich«.

Unse­re größ­te Angst ist uns in der Lee­re auf­zu­lö­sen, wenn wir die Welt sehen, wie sie wirk­li­ch ist. Es ist das Gefühl von Boden­lo­sig­keit, das sich ein­stellt, das Gefühl zu ver­schwin­den, sich in Nichts auf­zu­lö­sen.

Dar­in steckt unse­re größ­te Angst, die Angst, die uns hin­dert den Weg zu uns selbst zu gehen, obwohl wir uns doch so sehr dana­ch seh­nen, ganz wir selbst zu sein.

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Ich — wer sonst?! Oder doch nicht?

Unser Leben ist para­dox: Wir sind voll­kom­men auto­nom, nie­mand kann uns sagen, was wir tun und las­sen sol­len. Wir sind aber glei­cher­ma­ßen ein­ge­bun­den in alles Exis­tie­ren­de.

Ein Dilem­ma­ta? Nein! Es ist ein Para­dox. Zwei sich schein­bar wider­spre­chen­de Aus­sa­gen. Beto­nung schein­bar. Wir kön­nen wohl das Gan­ze gestal­ten, nicht aber das Ein­zel­ne gegen den Wil­len des Gan­zen.

Indi­vi­dua­li­tät kann daher nur im Kon­text des Gan­zen Sinn machen.

Eigent­li­ch kein Pro­blem, ist doch die gan­ze Natur so. Doch wir zer­stö­ren sie, weil wir das Gan­ze nicht mehr im Vor­der­grund sehen, son­dern das Indi­vi­du­el­le.

Statt bei­de mit­ein­an­der tan­zen zu las­sen.

Hinter dem Horizont geht es weiter

(Auch) der Mys­ti­ker muss auf sei­ner Suche nach voll­kom­me­ner Gewiss­heit über das Wesen und die Natur des Seins immer wie­der erken­nen und des­sen gewahr sein, dass es immer noch eine wei­te­re, tie­fer­ge­hen­de Erkennt­nis gibt; was ihn jedoch nicht von dem Stre­ben nach dem Ide­al voll­kom­me­ner Erkenn­tis abbrin­gen wird.

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Halt

Wenn du Halt und Ori­en­tie­rung suchst, wenn du wis­sen will­st, des­sen du sicher sein kann­st, dann ver­traue nicht auf das, was du weißt, nicht auf das, was dir ande­re sagen, auch nicht auf das, des­sen du dir sicher sein zu kön­nen glaub­st, Nicht­ein­hal­tung dei­nen Gefüh­len darfst du glau­ben.

Halt und Sicher­heit fin­dest du nur in dem, was du als wahr weil wirk­li­ch erken­nen kann­st.

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Grundsätze und Haltungen

Zen kommt mit sehr wenig Theo­rie aus.

Vier Grund­sät­ze sind es, aus denen sich die Poe­sie des Zen ent­wi­ckelt. Alles ist bedingt. Alles ist im Wan­del. Es gibt kein eigen­stän­di­ges, aus sich her­aus exis­tie­ren­des Selbst. Alles ent­steht aus dem sich selbst dif­fe­ren­zie­ren­den Einen.

Um die­se Grund­sät­ze erle­ben zu kön­nen, bedarf es bestimm­ter Hal­tun­gen. Das sind zum einen kör­per­li­che Ent­spre­chun­gen zu den Grund­sät­zen. Etwa eine mög­lichst voll­kom­me­ne Hal­tung des Ske­letts im Schwe­re­feld, um sich ange­mes­sen und har­mo­ni­sch zu bewe­gen.

Oder: Die bewuss­te Wahr­neh­mung der Atmung, um zu ver­ste­hen, wie ich gera­de bin. Aber zu den Hal­tun­gen gehö­ren auch inne­rer Hal­tun­gen, wie die Bereit­schaft, sich ein­zu­las­sen oder sich mit­rei­ßen zu las­sen.

 

Geschehen lassen

Las­se ich die Din­ge gesche­hen, wie sie gesche­hen, ohne sie beein­flus­sen zu wol­len, ohne mich ihnen in Fata­lis­mus zu beu­gen und ohne Fal­sches hin­zu­neh­men, dann wird in mir die Kraft leben­dig, die die Welt bewegt und die Din­ge in die rich­ti­ge Ord­nung bringt.

Dann rea­li­siert sich in mir das Gesetz und die Dyna­mik des Kos­mos, dann wirkt in mir und durch mich der Kos­mos unmit­tel­bar. Dann bin ich nicht mehr han­delnd und mit mei­nem Wol­len aktiv und doch bin ich dann prä­sen­ter, wie ich prä­sen­ter nicht sein könn­te.

Gelebter Mythos III

Ob wir also dem Ide­al (Geleb­ter Mythos I) oder der Kon­di­tio­nie­rung (Geleb­ter Mythos II) fol­gen, macht im Grun­de genom­men kei­nen wirk­li­chen Unter­schied; denn bei­des ist Rea­li­tät, wer­den­de oder gewor­de­ne Vor­stel­lung von Wirk­lich­keit. Doch was statt­des­sen? 

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Geist und Dialog

Spra­che ist das Fens­ter zum Geist und Zen ist ein geis­ti­ger Weg und eine men­ta­le Übung. Daher liegt das Haupt­au­gen­merk der Zen-Pra­xis auf der Spra­che. Wenn ich wirk­li­ch höre, was ich sage, weiß ich, was ich ich tue.

Und weil wir nicht allei­ne sind, üben wir die Spra­che im Dia­log. Der ist nicht als Zwie­ge­spräch zu ver­ste­hen, son­dern (im Sin­ne von Krish­na­mur­ti und Bohm) als Chan­ce durch (dia) das Wort (Logos, Ver­stand) das aus­zu­drü­cken, was wir sind.

Geist & Präsenz

Selbst­er­kennt­nis, die sich kei­ner meta­phy­si­schen Erklä­run­gen oder Bil­dern für unse­re Natur, unser Wesen bedient, führt uns unmit­tel­bar zu der Erkennt­nis, dass unser Wesen numi­no­ser Geist ist, der sich in und durch uns selbst rea­li­siert.

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Geist

Hin­ter allem, was uns aus­macht, steht unser Geist, der mehr ist als unser Den­ken. Schwie­rig­kei­ten im Leben erfah­ren wir, wenn der Geist ver­wirrt ist, wenn wir anhaf­ten, kon­di­tio­niert, fixiert oder iden­ti­fi­ziert sind.

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Freiheit II

Frei­heit, das heißt nicht, dass ich machen kann was ich will oder dass ich stets bekom­me was ich mir wün­sche.

Frei­heit, das heißt, dass ich den Din­gen immer wie­der auf den Grund gehe um zu erken­nen, was wirk­li­ch ist.

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Fortschritt

In einem glei­chen sich Zen-Pra­xis und Jakobs­weg.

Da sind die, die sich stän­dig fra­gen, wie sie am Bes­ten zum Ziel kom­men und wie weit es noch ist und dabei sel­ten bei sich selbst ankom­men.

Und dann gibt es die, die sich allei­ne auf den nächs­ten Schritt kon­zen­trie­ren, dabei ste­tig vor­an­schrei­ten und eins sind mit dem Gehen. Das sind die, die oft bei sich selbst ange­kom­men sind, lan­ge bevor sie das ‚eigent­li­che‘ Ziel erreicht haben.

Es sind die, die auf dem Weg sind.

Einsicht hilft nicht

Ein­sicht hilft nicht. Man muss es tun.

Was ler­nen wir dar­aus? Jede gedank­li­che Über­le­gung ist eben gen­au das: Eine Über­le­gung. Aber kei­ne Wirk­lich­keit.

Denn wirk­li­ch kann nur das sein, was ich tue. Dar­um hilft Ein­sicht nicht. Aber sie kann ein Hin­weis auf das sein, was zu tun wäre.

Einheit leben

Spre­chen wir über Ein­heit, dann steht dahin­ter meist der Wunsch, »eins mit allem zu sein«. Die­ser Wunsch ist ver­ständ­li­ch, weil wir dar­un­ter lei­den, uns immer wie­der als etwas von allem ande­ren Getrenn­tes zu erfah­ren.

Wei­ter­le­sen

Einheit des Seins

Solan­ge wir in der Vor­stel­lung von Ich und Nicht-Ich gebun­den sind, befin­den wir uns zwangs­läu­fig in einem kon­flikt­haf­ten Gegen­ein­an­der, das auch durch ein Mit­ein­an­der nicht auf­ge­löst, son­dern nur aus­ba­lan­ciert wer­den kann.

Eine wirk­li­che Lösung die­ses schein­ba­ren Dilem­ma­ta kann es nur dann geben, wenn wir die Ein­heit des Seins in der Viel­falt erken­nen und uns die­ser Ein­heit voll­kom­men bewusst sind und leben.

Ein Plädoyer für das Wesentlich-Sein

Manch­mal über­kommt einen ja so etwas wie eine Ein­sicht. Eine die­ser Ein­sich­ten, die ich kürz­li­ch hat­te, war:

»Wir leben in einer Welt der Gläu­bi­gen!«

Und nicht in einer Welt der Rea­lis­ten — auch wenn das vie­le glau­ben und zu behaup­ten nicht müde wer­den. Übri­gens kann man Gläu­bi­ge leicht erken­nen: Was sie behaup­ten, lässt sich nicht veri­fi­zie­ren.

Eigensinn

Unse­re wah­re Frei­heit liegt dar­in, selbst­be­stimmt und aus eige­ner Ent­schei­dung unse­re Bestim­mung dar­in zu sehen, in unse­rem Den­ken und Han­deln Wür­de, Ästhe­tik, Güte und Wahr­haf­tig­keit zum Aus­druck zu brin­gen.

Wei­ter­le­sen

Dynamik

Leben­di­ge Sys­te­me sind offe­ne Sys­te­me. Offe­ne Sys­te­me sind Nicht-Gleich­ge­wichts­sys­te­me. Sind sie voll­kom­men sta­bil und aus­ba­lan­ciert, sind sie tot.

Akti­ve leben­di­ge Sys­te­me sind selbst­or­ga­ni­sier­te dyna­mi­sche Sys­te­me. Dar­um soll­te man das mit der Balan­ce wohl doch bes­ser ver­ges­sen.

Die Entscheidung, die jeder für sich trifft

Man kann einem Men­schen nichts bei­brin­gen,
was der nicht sel­ber wis­sen will.

Das ist die Frei­heit des Men­schen,
aber auch das gro­ße Dilem­ma,
in dem vie­le fest­ste­cken.

Ent­we­der,

sie fol­gen blind, nicht wis­send,
dass es auch anders gin­ge,

oder

sie tra­gen die Ver­ant­wor­tung für ihr Tun.

Die Einheit sehen

Ob wir die Quan­ten­phy­sik die Bewusstseins­psy­cho­lo­gie, die Wis­sen­so­zio­lo­gie, die von Bohm fest­ge­stell­te impli­zi­te Ord­nung der Mate­rie, die Theo­rie der mor­pho­ge­ne­ti­schen Fel­der von Shel­d­ra­ke oder ein­fach nur die Abläu­fe des täg­li­chen Lebens betrach­ten, alles führt zu einer tie­fe­ren holis­ti­schen Sicht der Din­ge. Alles zeigt auf den sel­ben Urgrund des Seins.

Die­se Erkennt­nis for­dert ich auch in mei­nem beruf­li­chen Han­deln auf, mir die­ses Wis­sens bewusst zu sein und es zur Grund­la­ge mei­ner Kon­zep­te zu machen, will ich mich nicht in Wider­spruch zur natür­li­chen Ord­nung der Welt und des Kos­mos set­zen.

Die Begegnung mit Zen

In der Begeg­nung mit der Pra­xis und der Phi­lo­so­phia peren­nis des Zen wird schnell deut­li­ch, wel­che Poten­tia­le in der Zen-Pra­xis lie­gen.

Doch die Freu­de ist meist nicht von lan­ger Dau­er, denn regel­mä­ßig wird schnell klar, dass Zen nichts „ver­bes­sert“ oder „erleich­tert“, son­dern eine radi­ka­le Abkehr von jeg­li­cher Selbst­be­zo­gen­heit bedeu­tet. Da freut sich das Ego nicht wirk­li­ch.

Der Weg liegt unmittelbar vor dir.

Die Zen-Erfah­rung geschieht unmit­tel­bar, ohne jeg­li­che Anstren­gung.

Es ist allei­ne das Behar­ren in unzu­tref­fen­den Vor­stel­lun­gen, das sie ver­hin­dert. Nur dar­um legen die Meis­ter den Weg immer wie­der auf neue Wei­se dar. Dabei genügt es, sich ein­fach nur auf die­se Gedan­ken ein­zu­las­sen.

Das ist das Ein­zi­ge, das den Men­schen immer wie­der Schwie­rig­kei­ten berei­tet.

Der eigenen Natur folgen

Wenn du die Welt sein will­st, dann mus­st du das Ich hin­ter dir las­sen.

Wenn du dein klei­nes Selbst ver­las­sen und dich in das gro­ße Selbst ent­fal­ten will­st, dann mus­st du bereit sein zur Meta­mor­pho­se, so wie die Rau­pe bereit ist, ihren star­ren Kör­per unter Schmer­zen zu ver­las­sen, um ihre Flü­gel zu ent­fal­ten.

Die Rau­pe fragt dabei nicht war­um und wozu oder soll ich oder soll ich nicht, son­dern sie folgt ihrer Natur.

Dar­um prak­ti­zie­ren wir Zen, weil wir zur wah­ren Natur unse­res Mensch­seins  fin­den wol­len, um ihr zu fol­gen.

Denken

Es sind unse­re gedank­li­chen Vor­stel­lun­gen, die uns an der unmit­tel­ba­ren Erfah­rung des­sen hin­dern, was ist.

Das bedeu­tet jedoch nicht, dem Den­ken ent­sa­gen zu wol­len, son­dern das Den­ken zu ord­nen.

Wei­ter­le­sen

Bewusstsein

Vie­le Men­schen ver­ste­hen unter Bewusst­sein einen geis­ti­gen Zustand im Gegen­satz zu dem des Schla­fens nach dem Mot­to: Bin ich wach und mein Bewusst­sein unge­trübt ist, bin ich auch bewusst.

Tat­säch­li­ch aber ist Bewusst­sein ein geis­ti­ges Phä­no­men, ein inne­rer Pro­zess und kei­nes­falls nur ein men­ta­ler Zustand.

Die ent­schei­den­de Fra­ge ist, was dies für unser Leben bedeu­tet. Dazu müs­sen wir ver­ste­hen ler­nen, was Bewusst­sein ist, denn nur dann kön­nen wir es ent­wi­ckeln und nur dann kön­nen wir die Welt wirk­li­ch sehen, wie sie ist.

Also sprach Zarathustra

Das »du soll­st« ver­wan­delt sich zum frei gewor­de­nen »ich will«, das sich in der Wüs­te der Frei­heit zum »ich bin« im Gan­zen des Seins tran­szen­diert und in das ewi­ge Spiel des Kos­mos von Wer­den und Ver­ge­hen ein­ge­tre­ten ist.

Das ist, was im Zen Erwa­chen genannt wird.

Absolute Wahrheit

Alle reden von rela­ti­ver Wahr­heit und hal­ten ihre doch für abso­lut, statt nach dem zu stre­ben, was wirk­li­ch wahr ist, die Wirk­lich­keit und Wahr­heit des Abso­lu­ten jen­seits von Sub­jek­ti­vi­tät und Objek­ti­vi­tät.  Wel­che Berech­ti­gung haben auch Sub­jek­ti­vi­tät und Objek­ti­vi­tät ange­sichts der voll­kom­me­nen Bedingt­heit allen Seins?

Abgrenzung

Erle­ben wir etwas Schö­nes, dann suchen wir uns die­se Erfah­rung zu bewah­ren und zu erhal­ten.  Nicht anders ist es bei Ereig­nis­sen oder Erleb­nis­sen, die uns Nähe oder tie­fe Ver­bun­den­heit erfah­ren las­sen.

Sol­che Erfah­run­gen wol­len wir nur mit weni­gen tei­len, um uns auf die­se Wei­se das Beson­de­re und Ein­zig­ar­ti­ge zu bewah­ren. Bis wir erken­nen, dass auch dies nur Aus­druck unse­rer Selbst­be­zo­gen­heit ist.