Anders, als man denkt!

Wenn Sie an Wasser denken, woran denken Sie dann?

An das Wasser auf Ihrem Körper, als Sie heute geduscht haben? Oder das Glas Wasser, das Sie trinken wollen? Oder haben Sie an das Meer gedacht? Oder an das Wasser in einem Aquarium? Oder an H2O?

Nomen est omen

Gibt man einer Sache einen Namen, existiert sie für uns in selben Moment. Sie steht für sich alleine, ganz eigenständig, ganz real. Aber getrennt von allem anderen und reduziert auf das, was wir gerade darüber denken.

Worüber wir sprechen lösen wir gedanklich aus seinem existenziellen Zusammenhang heraus. Und das ist auch richtig, wenn wir durstig sind, um bei dem Beispiel Wasser zu bleiben. Aber nicht, wenn wir die Bedeutung von Wasser ergründen wollen. Und das ist bei allem so.

Denken durch Nicht-denken

Die Übung des Zen besteht darin, das ‚Denken‘ zu vergessen, um statt dessen intuitiv zu denken. Denken durch Nicht-Denken eben. Und das kann man lernen. In dem man sich auf einen Gedanken einlässt, statt über ihn nachzudenken.

Stets geht es darum, sich der eigenen Orientierung bewusst zu sein um damit dem Leben Sinn zu geben.

Sinn nicht finden, sondern erkennen

Doch der Sinn ist nicht beliebig oder individualistisch. Der Sinn des Lebens weist über uns hinaus, doch er kann nur in uns und durch uns lebendig und zum Ausdruck gebracht werden.