Anders leben

Manchmal im Leben kommt man an den Punkt, an dem einem eines ganz klar ist: Es muss anders werden.

Bedeutung hat dieser Punkt in zweierlei Hinsicht. Zum einen muss man sich wirklich entschieden haben, anders zu leben. Anders, nicht besser oder  angenehmer oder sonst wie. 

Es ist die grundsätzliche und grundlegende Entscheidung, das bisherige, das alte Leben zu verlassen. Meist suchen sich die Menschen dann neue Partner und / oder einen neuen Beruf. Um sich dann nach einiger Zeit einzugestehen, dass doch alles irgendwie gleich geblieben ist. Man hat einfach die äußeren Umstände geändert. Doch darum geht es eben nicht. Es geht um die inneren Umstände. Und da wird es schwierig. Oder herausfordernd. Oder klar. Es kommt auf die innere Einstellung, die innere Haltung an. Und die ist entscheidend. Das Dumme ist nur, dass das einem viel, ja alles abverlangt. Es bedeutet, sich mit sich selbst in allem auseinander zu setzen. 

Das erste ist zu erkennen, dass man anders leben will. Das ist relativ einfach. Doch was bedeutet das? Was heißt das? Was wird dann anders sein?

Das ist unwichtig, weil das von ganz alleine kommt. Wichtig ist, sich klar zu werden, wie man leben will. Und das ist nicht so einfach heraus zu bekommen, denn als erstes muss man sich von dem trennen, was man will. Sondern sich statt dessen fragen, was richtig ist. Doch woran misst man dies? Was ist die Entscheidungsinstanz? Welchen Prinzipien soll man folgen?

Mit anderen Worten: Wollen wir anders leben, müssen wir eine andere Haltung einnehmen. Dem Leben gegenüber, uns selbst gegenüber, der Welt gegenüber. Mit anderen Worten: Wir müssen unsere Beziehung ändern. Und das heißt, wir müssen unsere Position ändern. Was durchaus schwierig sein kann, denn wie werden die anderen reagieren?

Also hinsetzen und einen Plan machen. Den idealen Plan, nur von sich selbst. Und dann kommt eines nach dem anderen dazu. Anders leben wollen geschieht nämlich in vier Schritten. Der erste ist, die Entscheidung zu treffen. Der zweite ist, sich selbst zu definieren. Der dritte ist, das Alte zu verlassen. Der schwierigste Schritt überhaupt. Und dann, als letzter Schritt, das Ganze umzusetzen. 

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.