Bereit sein

‚Aller Anfang geht mit‘ wusste schon Augustinus.

In der moderner Version lautet das, formuliert von Fritz Pearls, ‚Die Menschen wollen sich nicht wirklich von ihren Neurosen befreien, sie wollen sich nur besser darin einrichten.‘ Und genau das hat sich die Psychologie (jedenfalls die Nachdenklichen) zwischenzeitlich eingestanden:

Einsicht hilft nicht. Echt nicht.  

Was also tun? Nichts. Denn auch das hat die Psychologie erkannt: Autoritäre Strukturen funktionieren nur, wenn alle dran glauben. Warum? Weil wir autopoetische Wesen sind. Heißt: Wir glauben niemandem – außer uns selbst.

Doch wie soll man dann im Sinne des Zen das Ego sterben? Sich selbst aufgeben? Naja, einfach, indem man sich aufgibt.

Darum heißt das erste Lösungswort auch ‚Vertrauen‘. Nicht irgend jemandem, sondern sich selbst. Aber bitte nicht auf das vertrauen, was man kennt, sondern darauf, dass man in der Lage ist, das Unbekannte zu meistern.

Und da ist auch schon das nächste Lösungswort, sozusagen von ganz alleine daher gekommen:

Meisterschaft.

Genau darum geht es. Seien Sie also einer der nach Meisterschaft strebt, sprich, seien Sie in allem ein Meister, der sich in seiner Meisterschaft übt.

Und wenn Ihnen jetzt die Frage auf den Lippen liegt, ob das denn alles sei,  ja, das ist alles. Denn das ist eine echte Herausforderung – in allem, heißt im ganzen Leben, meisterlich zu sein.

Also fangen Sie an. Ganz ohne Komparativ.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.