Das Meister-Prinzip

Dem Meister zu folgen oder ihm im Geist zu begegnen sind Metaphern für das der mystischen Erfahrung zugrunde liegende Prinzip.

Der innere Meister, der äußere Meister und der ewige Meister sind Ausdruck des in sich geschlossenen Meister-Prinzips, nämlich das der Untrennbarkeit und Wesenseinheit von Form und Leere oder Geist und Materie, wie es der Physiker ausdrücken würde.

Im äußeren Meister erfahren und begegnen wir der Leerheit des Buddha-Geistes in der Form seines Menschsein. Folgen wir dem äußeren Meister, dann verbinden sich in unserer Erfahrung innerer und ewiger Meister zu einer einheitlichen Erfahrung. 

Der äußere Meister führt uns zur mystischen Erfahrung des Ewigen Meisters im und durch den inneren Meister, es ist die Erfahrung der Leere des Buddhageistes in uns selbst als Mensch, solange bis wir begreifen, dass Leere und Form nicht von einander verschieden sind.

Darum plädiere ich auch für keine besonderen Haltungen oder Riten, denn sie suggerieren allzu leicht die Existenz einer diesseitigen und einer jenseitigen Welt und lässt das Gefühl des vom Irdischen getrennten Heiligen aufkommen.

Darum: Nichts von heilig, Offene Weite!

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.