Das Richtige denken

Man sollte sich bewusst sein, worüber man nachdenkt.

Natürlich ist es am besten, wenn man von sich von vorne herein gar nicht erst Gedanken macht, sonder im Augenblick lebt und tut, was man tut und was eben zu tun ist. Doch man sollte sich auch im Klaren darüber sein, was passiert, wenn man sich doch Gedanken macht.

Gerade las ich im Internet die Frage, was ich tun würde, wenn ich keine Angst hätte. Eine unschuldige Frage, die gar nicht so unschuldig ist. Zum einen wird mir mit der Frage suggeriert, dass ich Angst hätte. Und zack fange ich an darüber nachzudenken, was mich kürzlich geängstigt hat.

Doch über Angst nachzudenken bedeutet erst einmal, sonst kann ich ja nicht über sie nachdenken, mich an eine solche Situation zu erinnern. Und schon ist die Angst da. Etwas zu erinnern ist ja nur in unserer Vorstellung vergangen, erleben tun wir es aber jetzt im Augenblick. Und wenn ich jetzt die Angst genau analysiere, entsteht sie jetzt in aller Pracht und Herrlichkeit.

Was ganz anderes ist natürlich, wenn jemand oder auch ich selbst tatsächlich Angst hat. Dann muss man darüber reden, aber nur dann! Also sollte man sich darüber im Klaren sein, worüber man nachdenkt. Denke ich, beispielsweise, über irgend einen blöden Politiker nach, dann existieren all die negativen Emotionen in mir und belasten mich. Ich muss ja den Müll erleben, den ich denke!

Das Blöde ist nur, dass es den anderen nicht einmal kratzt. Der kriegt es ja nicht einmal mit. Wozu dann Müll denken? Also nicht über etwas nachdenken sondern tun, was zu tun ist. Das ist das Entscheidende. Statt blöde Fragen zu stellen oder über sie nachzudenken.

Nur das, was aktuell ist, ist von wirklichem Interesse!

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.