Das Richtige tun

Bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts glaubte man, dass der Raum und die Zeit an sich wären, heißt, dass alles, was passiert, sich in diesem Raum wie in einem Behälter ereignet. Doch tatsächlich ist es so, dass Raum und Zeit untrennbar mit Materie verbunden sind.

Das ist die Schwierigkeit für unser ‚normales‘ Denken. Im Kosmos ist nichts von einander getrennt. Wenn nichts von einander getrennt existiert, wenn alles unmittelbar zusammenhängt, also unvorstellbares Eins ist, und sich nicht nur bedingt, was heißt das dann?

Das sind genau die Gedanken, von denen uns viele Chefs, Politiker und all die, die Macht über uns haben wollen, abzuhalten versuchen. Aber es sind auch genau die Gedanken, die unser tradiertes Weltbild in sich zusammenstürzen lassen wie ein Kartenhaus.

Es ist wie mit der Physik Newtons. Sie ist nicht falsch, aber sie sieht das Ganze nicht. Und vergibt sich damit Möglichkeiten. Auf der technischen Ebene haben wir das begriffen. Auf der geistig-intellektuellen Ebene beginnen wir zu ahnen, was es bedeutet.

Das bedeutet vor allem, dass wir zu viel mehr befähigt sind als wir gemeinhin glauben. Aber wir dürfen nicht vorher wissen wollen, was dann möglich ist. Das kann uns nämlich niemand sagen. Ist wie mit Einsteins Theorien. Vieles ist bis heute noch nicht geklärt. Und das heißt, dass mit jeder neuen Erkenntnis mehr möglich ist.

Deutlicher kann man ein Dilemma nicht aufzeigen. Es gibt sie wirklich, die Alternative zu einer Welt voller Zwänge und Konventionen. Doch sind wir bereit, diesen Weg auch zu gehen?

Nun, es ist kein einfacher Weg. Es kostet einiges an Selbstüberwindung und man braucht ziemlich viel Selbstvertrauen. Denn es wird erst einmal das Welt- und Selbstbild gehörig ins Wackeln bringen. Bis es irgendwann ganz einstürzt. Aber wie gesagt, das Welt- und Selbstbild. Keinesfalls die Welt und vor allem nicht man selbst.

Es sind die Mutigen, die Vordenker und Vorausgeher, die bereit sind, neue Wege zu gehen, die bereit sind, sich auf Unbekanntes einzulassen. Denn sie wissen, dass sie den Menschen und der Welt nur so werden dienen können.

Manchmal vergleiche ich diese Menschen mit den Samurai. Warum? Wie die Samurai haben sie den Wahnsinn des ‚Normalen‘ erkannt und sie sind bereit einzutreten für das, was sie als richtig erkannt haben – statt nur darüber zu reden.

Dabei sind sie sich vollkommen im Klaren, dass die Welt um sie herum noch ganz anders denkt und auch handelt. Aber sie sind bereit sich dem zu stellen, doch nicht um zu siegen, sondern um das Richtige zu tun..

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.