Die Botschaft der Spiral Dynamics

Ein Thema, das bisher meist nur von der ’spirituellen‘ Warte aus gesehen wird. Dabei hat es eine erhebliche auch vielleicht entscheidende wirtschaftliche Bedeutung.

(Es ist vielleicht hilfreich, erst einmal hier vorbeizuschauen.)

Menschliche Entwicklung verläuft von Ebene zu Ebene. Jeder richtet sich auf einer spezifischen Ebene ein, weil die (weitere, vollständige) Entwicklung regelmäßig abgebrochen wird. Und es sind 4 bis 5 von 8 Ebenen, auf denen die Menschen sich üblicherweise ‚eingerichtet‘ haben. Warum das so ist, hat viel mit dem Script (wie Eric Berne es nennt) und der familiären Geschichte wie mit dem sozialen Hintergrund jedes Einzelnen zu tun.

Entscheidend aber ist, dass wir unsere Entwicklung irgendwann abbrechen und den gesamten Weg der grundsätzlich jedem möglichen Entwicklung nicht zu Ende gehen. Das Wissen auf der jeweiligen Ebene vermittelt ein Gefühl von Sicherheit durch das Kommitment eines Weltbildes, von dem dann das eigene Selbstbild abgeleitet wird. Daher empfinden es Menschen auch, wie Gerald Hüther schreibt, als einen Angriff, wenn man ihnen von einer anderen Ebene aus etwas über (s)eine Erkenntnis erzählt.

Heißt: Verschiedene Ebenen ‚verstehen‘ sich nicht, weil sie ein unterschiedliches Weltbild haben. Die (mögliche) ‚Lösung‘ ist ein Element des ‚Weges zu den Besten‘, wie Collins ihn beschreibt: Mitarbeiter werden nicht vorrangig nach Qualifikation ausgesucht, sondern entscheidend ist, ob sie das gleiche Weltbild haben.

Nelson Mandela hat das System übrigens in seiner Regierungszeit in Südafrika angewandt und die Menschen erst ‚entwickelt‘, bevor sie mit einem neuen Weltbild konfrontiert wurden.

Trifft also ein Chef der Ebene ‚rot‘ auf einen Mitarbeiter der Ebene ‚grün‘, wird das nie richtig funktionieren. Da hilft einfach nichts. Außer der Chef wird ‚grün‘ oder der Mitarbeiter ‚rot‘. Darin ist auch der Grund für das gleichbleibend schlechte Ergebnis des Gallup-Index zu sehen.

Man hat also die Wahl. Entweder, man lässt alles, wie es ist, und bringt nur die zusammen, die auch zusammen passen. Oder man überlegt, wie man alle auf den maximalen Stand der Entwicklung bringen kann.

Es gibt gute Gründe das zu tun. Und das sind keineswegs nur spirituelle oder mystische Überlegungen. (Woran das Thema ‚Zen’ einen denken lassen könnte.) Denn das ‚letzte‘ (bekannte) Weltbild, das ‚türkise‘, sieht die Welt mit dem gleichen Verständnis, wie es auch Quantenphysiker tun. Darum verstehen sich auch der Quantenphysiker Zeilinger und andere so gut mit dem Dalai Lama.

Die Quantenphysiker beschreiben die Welt, wie sie ist, natürlich nur in dem Maße, wie sie sie zu verstehen in der Lage sind. Wahrnehmen im Wortsinn können wir die Welt der Quanten sowieso nicht, weil das eben nicht mehr wahrnehmbar ist. Wenn die Menschen in ihrer Mehrzahl auch so denken könnten wie Quantenphysiker es tun, würde das neue Möglichkeiten eröffnen. Auf sozialer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und auch auf persönlicher Ebene. Eine ungeahnte Welt wäre möglich.

Die Crux ist, dass man das Thema nicht ‚runterbrechen‘ darf. Es ist wie mit dem Aufstieg auf einen Berg. Hat man den Gipfel, das eigentliche Ziel nicht im Sinn, kommt man kaum hin. Und jeder muss selbst gehen. Wenn auch mit Anleitung, aber getragen wird niemand.

Es gibt zwei Wege, das Ziel zu erreichen. Den schwierigen, den nur die gehen, die gescheitert sind: Über Unsicherheit, Infragestellen, Angst und Verwirrung (da sind die Gescheiterten nämlich durch) über die Begeisterung hin zur Stabilität im ‚neuen‘ Wertesystem.

Der andere Weg geht über das ‚Will ich auch haben‘. Man bringe die Menschen in eine Situation, die für sie ein Dilemma bedeutet. Gehöre ich dazu oder nicht? Das muss die Frage sein. Will ich dazu gehören heißt nämlich, ich bin bereit meine ‚alte Welt‘ aufzugeben. Angenommen, Sie wären Koch. Wollen Sie ein Spitzenkoch sein? Ja? Dann lernen Sie es!

Also, wollen Sie dazugehören?

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.