Die Kunst, richtig zu denken

Denken will gelernt sein – und das kann man auch!

Einerseits ist ihr Denken den Menschen so selbstverständlich, dass sie sich darüber selten Gedanken machen, andererseits ist das Denken, vor allen Dingen in spirituellen »Kreisen« regelrecht in Misskredit geraten.

Oft werden alleine Intuition und Erleben für wahr und verlässlich gehalten. Das ist auf der einen Seite fatal, da so der Subjektivität Tür und Tor geöffnet werden und am Ende »alles richtig ist«, wie so viele meinen, ganz nach dem Motto: »Jedem seine eigene Wirklichkeit!« Nur führt es bekanntlich genauso in eine Sackgasse nur das für wahr zu halten, was im wissenschaftlichen Sinne bewiesen werden kann. Dieses – offensichtliche – Dilemma zeigt, dass beide Ansichten nicht umfassend genug sind.

Die Antwort liegt meines Erachtens in »der Kunst, richtig zu denken«. Wenn ich beispielsweise etwas über das Denken wissen will, gehe ich nach oben in mein Arbeitszimmer und schaue in den Büchern nach, die Informationen zu diesem Thema enthalten und bilde mir aufgrund dieser Wissenskonserven (m)eine Meinung. Oder auch nicht, nämlich dann nicht, wenn diese Informationen im Widerspruch zu dem stehen, was an Wissen (!) In meinem neuronalen System abgespeichert ist. Auch meine Erfahrungen sind ja als Erinnerung und damit als Wissen abgespeichert. Das Denken tut also nichts anderes, als sich dieses Wissens zu bedienen, um sich daraus eine Meinung zu bilden.

Die Kunst, richtig zu denken, besteht darin, dem Denken an sich die richtigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört vor allen Dingen auch das aus eigenen Erfahrungen generierte Wissen (das leider allzu oft mit der Weisheit der Intuition verwechselt wird). Daher beginnt die Kunst, richtig zu denken, mit der Frage: »Was kann ich wirklich wissen?« Das erinnert mich daran, als ich kürzlich in meiner Küche stand und mich fragte, was ich wirklich brauche. Also fing ich an aufzuräumen, Ordnung zu schaffen und sauber zumachen. Das war eigentlich schon alles. Der Rest ergab sich von selbst.

Beim Denken ist es nicht anders: Sauber machen, aufräumen, Ordnung schaffen.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.