Die Notwendigkeit des Dialoges

Tun, was zu tun ist ist nur im Dialog möglich.

Sich nicht zurückzuziehen, unangenehmen Dingen nicht aus dem Weg zu gehen ist ein genauso wichtiger Aspekt des Weges wie den Geist zu klären oder nicht anzuhaften. Und da ist es oft nicht leicht zu erkennen, was von außen auf einen zukommt und was man tatsächlich nur nach außen projiziert hat.

Es ist die Frage nach richtig oder falsch. Ist es richtig Fleisch zu essen und ein Tier zu schlachten? Um eine solche Frage zu beantworten, müssen wir nach dem Sinn unseres Handelns fragen. Und das heißt in letzter Konsequenz zu fragen, was der Kosmos möchte, dass ich es tue. Tiere wie Pflanzen und die ganze ‚restliche‘ Natur haben es da leicht, denn sie folgen den Gesetzmäßigkeiten des Kosmos instinktiv und intuitiv.

Da haben wir Menschen es schon schwerer. Verdammtes Bewusstsein aber auch! Immer müssen wir irgendwie entscheiden, was richtig ist zu tun. Also normalerweise. Bis wir all das gedankliche Hin und Her, all das ‚will ich oder will ich nicht‘ aufgeben, wirklich aufgeben. Doch tun wir das, stehen wir vor dem nächsten Problem. Wie können wir wissen, ob wir uns in den kosmischen Geist versenken oder doch nur wieder in unseren eigenen, konditionierten Geist?

Und was ist das überhaupt, ein ‚konditionierter‘ Geist – denkt der falsch oder auch richtig oder ‚nur‘ folgerichtig? Das ist die Frage, die mich umtreibt: Kann es in diesem Kosmos etwas Falsches oder Richtiges geben? Wenn dem so wäre, dann war in seiner Entstehung ja irgendwie die Idee dabei, dass wir das herausfinden sollen.

Schließlich wissen wir mittlerweile, dass unser eigenes Bewusstsein die Wirklichkeit schafft, in der wir leben. Also hat uns der Kosmos irgendwie in die Eigenverantwortung entlassen. Also müssen wir ganz bewusst überlegen, was wir tun, denn wir sind ja bewusst, anders als die übrige Natur. Die macht alles genau richtig.

Also, ob es eine Idee gibt, die bei der Erschaffung des Kosmos mit im Spiel war – keine Ahnung. Aber das, was wir wissen, lässt uns feststellen, jedenfalls für unseren Erdplaneten, dass es zwei Arten von Wesen gibt: Die natürlichen und die menschlichen. Die Natürlichen halten das Ganze in einem Gleichgewicht.

Andererseits ist der Mensch ja nicht vom Himmel gefallen, sondern er ist ja auch Natur. Nur mit der Besonderheit, dass er dieses Gleichgewicht stören kann. Warum er das kann? Keine Ahnung, aber er kann es. Und das sollte der Mensch endlich mal kapieren und tun, was zu tun ist. Nur das lässt sich nicht für sich alleine herausfinden.

Doch das geht nur im Dialog mit Allem.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.