Die Welt und wir

Die Welt und die Menschheit – zwei unterschiedliche Dinge?

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich in einem Text von der Welt schrieb und eigentlich Gesellschaft meinte. Ist das jetzt wirklich etwas Unterschiedliches oder nur eine unterschiedliche Fassung, eine Verschiebung der Grenzen dessen, was man betrachtet? Hat die Erde also wirklich Mensch und bräuchte sich nur einmal ordentlich zu schuppern, um ihn loszuwerden?

Ich glaube, wenn wir so denken, fallen wir auf Begrifflichkeiten herein. Nehmen Sie einmal mich. Wer bin ich eigentlich ohne die Millionen von Lebewesen, die in mir am werkeln sind? Wenn ich die einmal alle rausnehmen könnte, was bliebe dann eigentlich von mir übrig? Doch nicht mehr als eine Idee!

Und was ist mit Krishnamurtis Gedanken You are the world? Sind wir nicht wie alles andere auch die eine Welt? Das Problem mit dem Universum ist ja, dass man nichts herausnehmen oder wegnehmen kann. Könnten wir das, würde sich das Ganze im selben Augenblick in Nichts auflösen.

Also alles nur eine Idee? Das hätte ja irgendwie Konsequenzen. Einen Menschen ändern zu wollen, wäre demnach irgendwie müßig, solange man nicht die Idee auflösen oder transformieren könnte, die sie oder er lebt. Was wiederum bedeuten würde, dass also auch jeder Mensch und alles letztlich nur eine Idee ist, zwar perfekt in Szene gesetzt, aber eben nur eine Idee. Und sie oder er alleine ist in der Lage, daran etwas zu ändern, an seiner oder ihrer Idee.

Ganz schön vertrackt, oder nicht? Könnte man meinen. Oder einfach nur faszinierend, einfach irre schräg, dass es so ist, wie es nun einmal ist? Und würde das nicht vieles schlicht und einfach machen?

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