Ein Perspektivwechsel ist angezeigt

Ein ‚Problem‘ hört auf ein solches zu sein, sobald man es erkannt und auch anerkannt hat, denn dann ist es im selben Moment ein erreichbares Ziel.

Das traditionelle naturwissenschaftliche Weltbild – und damit unser eigenes Selbstverständnis – hat Risse bekommen. Die Welt ist nicht, was sie lange zu sein schien: eine gegebene, objektive Größe. Und die Menschen werden zunehmend damit konfrontiert. Doch wenig erfüllt uns mit solchem Horror wie die Vorstellung, dass unsere materielle Welt nicht so solide sein könnte, wie wir das landläufig denken.

Wir müssen akzeptieren, dass der Mensch als Beobachter und damit das Bewusstsein eine gewaltige Rolle bei der Gestaltung der Welt spielen. Und wir müssen lernen, damit umzugehen. Die Idee, dass Zeit, Raum, das Prinzip von Ursache und Wirkung oder gar Körperlichkeit in Wahrheit nicht wirklich existieren, zieht uns regelrecht den Boden unter den Füßen weg.

Die Quantenmechanik hat erkannt, dass es keine klaren Grenzen zwischen den einzelnen Dingen gibt. Unser Verständnis von den Dingen, auch von uns selbst, entspricht einfach nicht den Tatsachen. Das haben zwar einige Wissenschaftler erkannt, aber die meisten Menschen ignorieren das noch immer. Auf der anderen Seite hat die Quantenmechanik schon längst damit begonnen, unser alltägliches Leben umzukrempeln. Doch es ist eben nur wenigen bewusst, was sich dahinter verbirgt.

Vergleichen kann man das mit den Folgen der Industrialisierung. Die Arbeiter-Turn- und Sportvereine entstanden als man erkannte, dass den Menschen paradoxerweise die körperliche Bewegung fehlte. Die heutige Situation ist ganz ähnlich: Wir brauchen dringend die entsprechende Ausbildung, um ‚richtig‘ denken zu lernen.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.