Einfach das!

Anleitung für ein einfaches Leben.

Ein einfaches Leben führen, das heißt nicht zu verzichten, sondern sich des Zuviel zu entledigen. Es heißt aufzuhören, irgendetwas hinterher zu rennen, sondern das Leben genießen können, wie es ist.

Es ist das Einfache, das uns im Leben abhanden gekommen ist, das Ursprüngliche und Wesentliche. Stattdessen haben wir Konsum und einen Wohlstand, der die Menschen ganz offensichtlich nicht glücklich sein lässt.

Die Mehrheit der bundesrepublikanischen Gesellschaft sind Christen. Darum fängt für viele ja wieder mal der Stress an, da das höchste Fest der Christen, der Jahrestag von Christi Geburt ins Haus steht. Wobei nicht die Frage, ob man dem ‚Christ-Sein‘ gerecht wird, den Stress ausmacht, sondern die Frage nach den richtigen Geschenken und wie man all die vielen Plätzchen und die Weihnachtsgans wieder von den Hüften bekommt. Dabei ist die Adventszeit doch Fastenzeit?!

Wir haben nicht zu wenig Zeit, vielmehr haben wir keine Muße mehr, sind nicht mehr bereit oder sogar nicht mehr fähig innezuhalten und uns Zeit zu nehmen für das Wesentliche. Wir sind wie Getriebene und Gehetzte und sind es doch selbst, die uns vor sich hertreiben.

Allen denen, die jetzt ein wenig nachdenklich werden, empfehle ich die Feiertage zu nutzen, um die zugegebenermaßen ziemlich dicke Schwarte Einfach das!“ von Ken Wilber zu lesen. Wirklich eine leichte und amüsante, dabei tiefgründige Kost. Ken Wilber hat ja bei manchen den Ruf, ziemlich kompliziert zu sein, dabei kann er nur komplexer denken als die meisten. Er hat einfach ein paar Knoten mehr in seinen Gehirnteppich gewebt, statt sich mit einem locker geknüpften Netz zufrieden zu geben.

Und das ist eben gerade kein Widerspruch zu einem einfachen Leben. Denn ‚Einfach das!‘ zu leben verlangt tiefgründige Einsichten in die Wirklichkeit des Lebens. Und das hat etwas mit dem Anspruch zu tun, den man an sich selbst hat. Wer einen hohen Anspruch an sein Gehirn hat, kommt ja leicht in den Verdacht des Perfektionismus oder des Überkandidelten, dabei geht es doch nur darum, unsere geistigen Potenziale zu entfalten, die uns das Leben mitgegeben hat, um eben dieses Leben in seinem Wesen zu ergründen.

Wenn das nicht der Sinn des Lebens ist, was dann?

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Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.