Ganz so einfach ist es nicht

Wie kann man sich in dem Feld des Social Media angemessen bewegen?

Diese Frage kam mir heute beim Lesen eines Beitrages im Web. Die Schreiberin setzte sich dabei kritisch mit dem Post eines Bekannten auseinander, den sie einfach nur für saublöd hielt, er hingegen für angemessen, weil provozierend und zum Nachdenken anregend.

Ich gestehe ein, für solche Post dieser Art einfach zu alt zu sein. Denn ich fand ihn einfach nur saublöd – aber ich machte mir keine weiteren Gedanken dazu. Danke also für den Anstoß, einmal weiter zu denken! Denn das tat die Post-Schreiberin. Sie fragte nämlich nach der Wirkung, die dieser Post haben würde.

Man kann ja hergehen und sagen _Die haben doch alle einen an der Klatsche!’, seinen Facebook-Account löschen und ihnen den medialen Rücken zudrehen. Aber welches Problem könnte dies bitte lösen? Doch wohl keines!  Wobei die Frage natürlich ist, ob es wirklich ein Problem ist, wenn ich es als solches ansehe.

Doch was ist das Problem – also für mich? Ich bin schlicht und einfach 65 Jahre alt, ein später 68er also, dafür aber damals umso leidenschaftlicher. Und ich gestehe, es geht mir heute ein wenig wie meinen Eltern damals: Ich kapier die Jungen einfach nicht mehr.

Das Dumme ist nur, dass man die Logik vielfach auf seiner Seite hat. Ist doch klar, dass man mit dem Smartphone in der Hand nicht mehr sicher fahren kann. Auch auf dem Fahrrad nicht. Aber weiß ich, warum die Menschen das machen? Nein, weiß ich nicht. Keine Ahnung.

Oder was bewegt einen jungen Menschen, sich über und über zu tätowieren? Ich überlege dann immer nur, wie das wohl aussehen mag, dieses wunderschöne Bild im Dekolletee, wenn die Trägerin 70 ist und das Dekolletee nicht mehr so glatt wie einst? Das Blöde dabei ist, ich habe keine Ahnung. Weder wie es aussieht, noch was seine Trägerin dann sagen oder denken wird.

Vielleicht sollten wir damit beginnen, was die Generation der 68er Eltern selten getan hat – miteinander reden. Aber das ist gar nicht so einfach. Andererseits, wenn ich mir die Welt des Business anschaue, und mit der haben ja die meisten zu tun, dann bewegt sich da gerade etwas. Zwar meist in der Art eines Erdbebens und selten in der Form des Wachsens. Aber es bewegt sich. Also Zeit zu reden! Aber bitte dialogisch!

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.