Geist

Hinter allem, was uns ausmacht, steht unser Geist, der mehr ist als unser Denken. Schwierigkeiten im Leben erfahren wir, wenn der Geist verwirrt ist, wenn wir anhaften, konditioniert, fixiert oder identifiziert sind.

All das geschieht »im« Geist, es ist unser Geist selbst, der anhaftet, konditioniert, fixiert oder identifiziert ist. Und wenn wir »wir« sagen, zeigen wir auf unseren Geist, finden wir doch da den Ursprung der Dinge, die uns beschäftigen.

Dabei ist es genau dieser Geist, der uns den Weg zeigt aus Anhaftung, Konditionierung, Fixierung und Identifizierung. Es ist der selbe Geist, der nicht-bewusst und der bewusst ist. Dass es so schwer fällt, sich dies vorzustellen, hat seinen Grund vielleicht darin, dass wir uns meist im Raum und einer statischen Zeit erleben – was ja aber bedeutet, dass der Geist selbst sich so erlebt. Wenn wir stattdessen Geist so betrachten, wie Quantenphysiker die Welt betrachten, ja dann … sähe das irgendwie anders aus, das Statische wäre raus.

Denkt man darüber nach, befindet man sich in einem spezifischen Zustand des Geistes, der den anderen ausschließt. Darum ist es von so großer Bedeutung, sich im Geist zu versenken, wie es im Zen heißt, was ja nichts anderes bedeutet, als dieser Geist selbst zu sein, statt ihn zu betrachten oder sich Gedanken darüber zu machen.

Damit löst sich auf elegante Weise auch noch ein anderes Paradox unseres Lebens: Denn wer denkt über wen nach, wenn ich über mich nachdenke? Ein schönes Koan, nicht?

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.