Grenzen I

Und wenn alles ganz anders ist?

Wir bewegen uns so selbstverständlich in »unserer« Realität, dass wir kaum auf die Idee kommen, das alles ganz anders sein könnte.

Wenn es so ist – und das ist es erwiesenermaßen – dass wir in einer gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit leben, dann bedeutet dies, dass auch das, was wir für selbstverständlich halten nichts als illusionäre Grenzen sind, die wir uns fataler Weise auch noch selbst setzen.

Es ist müßig darüber zu spekulieren, wie wir uns verhalten würden oder wozu wir fähig sein könnten, wenn wir diese Grenzen hinter uns lassen könnten. Das Einzige von Bedeutung ist doch, wie wir die Grenzen der Illusion überwinden!

Ich habe heute alte Aufzeichnungen von mir aus einem Seminar wiedergefunden und war erstaunt über die klare Ansage, die darin steckte. Doch irgendwie habe ich es nach dem Seminar wieder »vergessen«. Als ich es heute wieder las, war ich erstaunt über die Aktualität, als ob ich nie etwas anderes angestrebt hätte.

Beginnt der Weg also ganz einfach damit, dass wir uns selbst ernst und beim Wort nehmen? Und das wir es für möglich halten, dass unsere Phantasien in Wirklichkeit Visionen sind? Wir fragen uns immer wieder, was unser wahres und ursprüngliches Wesen ist, statt uns vor allem zu fragen, was das für uns bedeutet.

Dabei geht es nicht darum, uns irgendein Attribut zuschreiben zu wollen, sondern uns ganz irdisch zu Fragen, wozu uns das befähigt und welche Potenziale in uns darauf warten, genutzt zu werden. Aber sind Potenziale nicht Verpflichtung?

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.