Haltung

An seiner Haltung und seiner Kultur kann man einen Menschen ganz klar erkennen; man sieht, wessen Geistes Kind er ist.

Beides erzeugt und definiert gleichermaßen Identität, damit wird der Einzelne für andere nicht nur sicht- und erlebbar, er wird erfahrbar. Und genauso gibt ihm ‚seine‘ Kultur und ‚seine‘ Haltung Halt, Sicherheit und Orientierung im Leben.

Auch wenn Kultur und Haltung schwer definierbar sind, ist es doch unabdingbar, sich der eigenen Kultur und Haltung sehr bewusst zu sein. Für viele Menschen scheint es leichter, einer vorgegebenen Kultur zu folgen, statt sich selbst über die eigene Kultur klar zu werden, sie ganz bewusst selbst zu definieren und zu gestalten und zu bedenken, ob es die passende ist.

Zur stimmigen Kultur und Haltung zu finden ist ein wichtiger und entscheidender Schritt. Statt aus einem oft selbst nicht bewussten Impuls heraus einer kollektiven Kultur zu folgen zu erkennen, was für einen selbst notwendig ist – und dem ganz bewusst zu folgen. Das ist der Schritt zum Erwachsen-Sein. Klingt pathetisch, ist es aber nicht.

Dazu muss man bereit und Willens sein, über den ganz eigenen Rubikon zu gehen, sich nicht mehr an den Mainstream anzupassen, kein Schaf mehr in der Herde der vielen zu sein und selbstdiszipliniert dem einmal eingeschlagenen Weg zu folgen.

Was nicht bedeutet, dass es immer der selbe Weg wäre! Der Weg der Eigenständigkeit ändert sich ein Leben lang, ist nie gleich.

Kommentar?