Haltung

Sich stets und in allem seiner Haltung bewusst zu sein heißt, sich seiner selbst bewusst zu sein.

Unsere Haltung ist der Schlüssel zu uns selbst. Es ist für uns das, was ein Style Sheet für eine Website ist. Es definiert einerseits klar, unmissverständlich und für jeden anderen sicht- und erkennbar, wie wir sind, was und wie wir denken, welche Kultur wir haben beziehungsweise welcher wir huldigen.

Es macht sichtbar, wovon wir in unserem Innersten zutiefst überzeugt ist, selbst dann, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. In unserer Haltung, die wir nie wirklich verbergen können, wird ultimativ sichtbar, wessen Geistes Kind wir wirklich sind.

Andererseits ist die Haltung der Schlüssel, den wir brauchen, wollen wir uns in unserem Verhalten, also in unserem Sein anders organisieren – und damit die neuronale Struktur unseres Gehirns umstrukturieren wollen.

In unserer Haltung sind wir sichtbar, genauso wie wir über eine Veränderung unserer Haltung unser Verhalten ändern können. Nur lässt sich unsere Haltung nicht über eine Veränderung unseres Verhaltens ändern – die bleibt, denn sie ist grundlegend. Es sei denn, es geht um die Haltung – und nicht nur vordergründig um das Verhalten.

Aber in der Haltung werden wir auch für uns selbst sicht- und erkennbar,  wenn wir das wollen. Wollen wir wissen, wie wir sind, brauchen wir nur unsere Haltung genau zu untersuchen, zu betrachten. Und ändert sich unsere Haltung, ändert sich unser Verhalten, werden wir ein anderer.

In der Bereitschaft, das eigene Verhalten zu ändern (oder eben auch nicht ändern zu wollen), zeigt sich eine ganz grundsätzliche Haltung, sozusagen das erste Fraktal. Darin zeigt sich nämlich, was für uns von Bedeutung ist, wie wir uns zur Welt in Beziehung setzen, was für uns wirklich an erster Stelle steht.

Aber das ist ja nicht in Stein gemeißelt, sondern wie jede Überzeugung änderbar.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.