Identifikation

Die Kunst, sich selbst der eigenen Intelligenz zu berauben.

Warum fühlen sich Menschen in Frage gestellt, wenn ihre Gedanken, Annahmen und Überzeugungen et cetera in Frage gestellt werden? Ganz einfach deshalb, weil sie sich damit identifizieren.

Bin ich nicht mit ‚meinen‘ geistigen Prozessen identifiziert, ist es ausgesprochen erfreulich, ja, ein Glücksfall, wenn mich jemand auf einen gedanklichen Fehler hinweist. Denn dann kann ich definitiv und unmittelbar besser werden im Sinne von korrekter denken und mich damit meinem Lebensziel, nämlich das beste Ich zu sein, das ich bin, wieder ein Stück annähern.

Bin ich jedoch identifiziert, kratz es mich ordentlich in meiner Persönlichkeit, wenn ich mit einem Fehler konfrontiert werden, und das leider schon, wenn nur die Möglichkeit eines Fehlers besteht. Also höre ich gar nicht mehr richtig zu.

Und es geht noch weiter. Auch den Tod fürchten wir nur solange, solange wir identifiziert sind. Aber das theoretisch zu wissen genügt nicht. Man muss die innere Haltung entwickeln. Und das kann man üben.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.

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