Illusion Selbsterkenntnis

Selbst, wenn wir uns im Spiegelbild zu erkennen glauben, können wir uns selbst doch nicht erkennen, denn dazu müssten wir außerhalb von uns selbst existieren können.

Machen wir uns bewusst, dass individuelle Wahrnehmung nicht objektiv sein kann und wir stets glauben, woran wir glauben und wovon wir überzeugt sind, was ja in der Natur des Glaubens liegt, und auch alles, was uns logisch erscheint, nur deswegen logisch ist, weil wir die zugrundeliegenden Prämissen als wahr ansehen, dann verstehen wir, dass auch Selbsterkenntnis nur eine gedankliche Vorstellung ist.

Diese Erkenntnis reduziert uns in unserer Persönlichkeit auf das Wirken unserer reinen Existenz und jede Vorstellung von einem irgendwie die Zeiten überdauernden »Ich« oder »Selbst« verflüchtigt sich wie Rauch im Wind und offenbart sich als das, was es ist: Eine gedankliche Vorstellung ohne jede Substanz.

Paradoxerweise macht uns eine solche Erkenntnis nicht klein, sondern lässt uns das Absolute selbst als unser Wesen und nicht nur als unseren Ursprung erkennen. Identifizierung mit einem Selbst bedeutet gedankliche Trennung und damit auch Trennung von Potenzial und Möglichem.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.