Kommunikation

Es ist egal wie wir miteinander kommunizieren. Entscheidend ist: Wir tun es so oder so. Ob wir es ‚wollen‘ oder nicht.

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, der sich darauf berief, dass wir über Gefühle miteinander kommunizieren. Als Beispiel wurde von zwei früh geborenen Zwillingen berichtet, von denen es dem einen richtig schlecht ging. Eine der Schwestern setzte sich über alle Vorschriften hinweg und legte den gesunden Zwilling zu ihm in den Inkubator.

Was dann geschah, gleicht einem Wunder. Das kräftigere, gesündere Neugeborene legte seinen Arm um seinen Zwilling – in diesem Alter eine eigentlich nicht vorstellbare Leistung.

Die Schlussfolgerung des Autors: Wir kommunizieren über Gefühle. Ist das aber sicher so? Ich würde da einige Zweifel anmelden. Einmal, weil ich meine Gefühle als nichts Originäres ansehe, sondern als Folge oder Ergebnis eines Wahrnehmungs- und Denkprozesses. Für mich ist es, typisch Rationalist oder auch Mann werden jetzt manche sagen, eher eine Frage der Information.

Elementarteilchen kommunizieren ja ganz offensichtlich auch miteinander. Und eben nicht über Gefühle, sondern über Information. Und was sagen Quannntenphysiker dazu? Das Bewusstsein macht es aus. Beispiel Doppelspaltversuch. Will ich die Welle sehen, bekomme ich die zu sehen. Will ich das Teilchen messen, dann das. So etwa ist das.

Wenn wir bei solchen Prozessen von Gefühlen sprechen, dann sehe ich die Schwierigkeit darin, dass wir ihnen eine eigene Existenz zuweisen und ihnen damit ihre Prozesshaftigkeit nehmen. Ich finde es einfach praktikabler, einen Gang herunter zu schalten und von Information zu sprechen.

Nun, da kann man anderer Ansicht sein. Entscheidend ist aber, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass wir definitiv miteinander kommunizieren. Und das immer. Wir sollten eifach nicht glauben, dass wir nicht kommunizieren würden, wenn wir nur nichts sagen. Meine Hunde brauchten mich nicht einmal zu sehen um zu wissen, ob ich gut drauf war oder nicht.

Und warum sollten wir das nicht auch können? Es geht also nicht darum, was wir sagen, sondern was wir ausstrahlen, welche Botschaft wir aussenden, egal ob wir das wollen oder nicht. Es hilft also gar nichts aufzupassen, was man sagt. Das Einzige, was wirklich hilft, ist ganz grundsätzlich wesentlich und wahrhaftig zu sein. Wesentlich und wahrhaftig sein muss ein Dauerzustand sein. Mit anderen Worten: Es muss unsere Kultur sein.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.