Konsequenz und Beständigkeit

Wollen wir wirklich wesentlich und wahrhaftig leben, statt, was so viele tun, darüber zu philosophieren und zu reden, müssen wir nicht nur bereit sein, unsere konditionierten Ansichten, Vorstellungen und Meinungen aufzugeben.

Wir müssen auch bereit sein, unsere „Geschichte“ und damit unser eigenes Selbstbild aufzugeben. Eine Illusion bleibt nun einmal eine Illusion, auch wenn sie uns so richtig ans Herz gewachsen und lieb geworden ist.

Entweder, wir sitzen weiter am Stammtisch der allgemeinen, konditionierten Meinung, des sogenannten gesunden Menschenverstandes und des Wissens vom Hörensagen und diskutieren weiter über das, was richtig war und was falsch, dass wir es besser gewusst hätten und schon immer gewusst haben, dass das schiefgeht – und vor allem, dass wir es besser gekonnt hätten. Das ist die entscheidende Frage: Verlassen wir die Welt derer, die glauben, sie könnten uns die Welt erklären und die sich ihrer selbst so sicher sind – oder gehen wir auf das Feld, spielen selbst, verlassen uns ganz und allein auf uns selbst, unsere Kreativität, unsere Intelligenz, unsere Fähigkeit zu sehen, was wirklich ist und unsere Intuition – und zeigen, ob wir es wirklich drauf haben?

Doch das bedeutete eben nur Zen; und das heißt unsere Wohlfühlecken, unsere ach so lieb gewonnen Rituale, unsere ständige Suche nach dem Angenehmen aufzugeben. Wenn wir nicht bereit sind, in allem konsequent und beständig Zen zu denken, werden wir uns vergeblich abmühen, und wir werden nie frei sein wie der Adler am Himmel.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.