Leben und Tod

Was ist eigentlich, wenn wir gestorben sind?

Gestern Abend, als ich ins Bett ging, da wanderte mir der Gedanke durch den Kopf, wie es wohl sei, zu sterben. Ich spürte regelrecht, wie der Geist, also meiner, den Körper verließ und irgendwo hin wanderte. Ein wunderbares Gefühl.

Doch im gleichen Moment beschlich mich eine Ahnung, die Ahnung, dass da irgendetwas nicht stimmig war, ich etwas nicht berücksichtigte. Wie konnte ich diesen Gedanken mit den Erkenntnissen der Quantenphysiker in Einklang und Übereinstimmung bringen?

Die Antwort war schnell gefunden. Überhaupt nicht. Wenn doch Geist und Materie ein und das selbe sind, dann organisiert mein Körper, wenn er oder ich gestorben bin, eben keine Gefühle, keine Empfindungen und kein Bewusstsein mehr. Was natürlich die Frage aufwirft, ob dieses ‚Ich‘ gestorben ist oder auch mein Körper. Ich denke definitiv nein. Der Zellhaufen organisiert sich nur anders.

Er hat einfach nur den Bildschirm ausgeschaltet. Was wiederum die Frage aufwirft, was denn dieses Ich ist. Einfach nur ein Flackern auf dem Bildschirm des Bewusstseins? Ein Spiel meiner Neuronen? Eine fantastische Einbildung? Oder ist es das, was Krishnamurti mit den Worten ausdrückte ‚Wir sind die Welt‘?

Dass es gar keinen Unterschied gibt zwischen ‚Ich‘ und der Welt, dass dieses ‚Ich‘ eben nur ein Teilaspekt des Ganzen ist? Und dass wir uns einfach nur von der Vorstellung lösen müssten, dass Materie so etwas wie umher wirbelnde und kreisende Billardkugeln sind, sondern eben einfach nur eine Form des Geistes, die wir eben als diese Form wahrnehmen?

Asche zu Asche und Staub zu Staub heißt es. Die Materie zerfällt, genauer sie wandelt sich, formt sich neu und gibt so den Anfang für neues Leben. Also sollten wir aufhören, uns mit diesem Zellhaufen zu identifizieren und uns einmal genau überlegen, was dieses ‚Ich‘ wirklich ist.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.