Man kann nicht nicht in Beziehung sein

Eine Fortführung des Gedankens vom Watzlawik, dass man nicht nicht kommunizieren kann.

Viele Menschen suchen ja, ihre Beziehung zu anderen zu definieren. Dabei vergessen sie, dass sie definitiv schon eine Beziehung haben. Auch das Paar, das gestern Abend wortlos und mich ‚nicht-sehend‘ an mir vorbei ging, hat ja auch eine Beziehung zu mir aufgebaut – wenn auch keine positive.

Das heißt, will ich etwas über mich wissen, brauche ich mich nur zu fragen, wie ich in Beziehung zu den Menschen, der Natur und der Welt stehe.

Die interessante Frage ist, ob ich ihm üblichen Sinne ‚in Beziehung sein muss‘, um tatsächlichen in Beziehung zu sein. Die Frage ist doch, ob ich nicht mit allem in Beziehung stehe, das ich jemals erlebt oder worüber ich jemals nachgedacht habe.

Was wiederum die nächste Frage aufwirft, nämlich die danach, ob ‚Beziehung‘ im Außen existiert oder aber tatsächlich nur in ‚Gedanken‘. Aber eigentlich ist das ja keine Frage, ganz offensichtlich sind Beziehungen etwas gedanklich-geistiges.

Was die nächste Frage aufwirft. Wenn, etwa Süchtige, tatsächlich nicht von einem unkontrollierbaren Zwang beherrscht werden, sondern dies nur glauben, dann betrifft dies ja nicht nur Süchtige, sondern jeden. Dies einmal konsequent weitergedacht bedeutet, dass ich die Welt, so wie ich sie erlebe, durch meiner Art der Inbeziehungsetzung zum einen so überhaupt entsteht lasse und das auch nur, weil ich es glaube, dass es so wäre.

Und da sage noch einmal jemand, der Glaube würde keine Berge versetzen!  Also geht es gar nicht darum zu sehen, wie die Welt ist, sondern die Welt ist es so, wie ich es glaube. Natürlich nicht ich alleine, ich bin ja nicht der liebe Gott, sondern alles Bewusste zusammen. Also auch nicht nur wir Menschen!

Also, darüber muss ich jetzt erst einmal nachdenken.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.