Mythos Veränderung

Man kann´s versuchen, aber es funktioniert nicht.

Natürlich ist es richtig, etwas zu verändern im Leben, wenn – etwa das eigene Verhalten – einem Probleme bereitet. Doch man muss »Veränderung« richtig verstehen. Üblicherweise suchen wir danach, den Dingen einen Namen zu geben in dem Irrglauben, sie dann besser loswerden zu können.

Wenn ich weiß, warum ich bin, wie ich bin, ändert das nichts und ich kann das auch nicht verändern. Sobald ich bei mir Angst oder Wut diagnostiziere, versuche ich das eine oder das andere loszuwerden, doch dafür muss ich es von meinem eigenen (geistigen) Sein abtrennen, um es loswerden zu können. Aber das geht nicht, weil ich es eben bin. Aber eines kann ich tun: Es lassen. Aufhören. Doch das setzt etwas voraus, nämlich zu sehen, was wirklich ist. Klingt einfach, ist einfach.

Doch für manche Menschen bedeutet dies einen hohen Preis, denn die Konfrontation mit der Wirklichkeit durchbricht den Panzer, mit dem wir alles Verdrängte sogar vor uns selbst versteckt haben. Wie Pater Dionysios einmal gesagt hat: Die Begegnung mit dem Wahrhaftigen bringt den Teufel zum Vorschein.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.