Nett, netter am nettesten

Oder nutzlos, sinnlos und kontraproduktiv.

Ich habe gerade ein Zitat von jede McKenna aus Spirituelle Dissonanz im Web auf nit möööglich gefunden. Da schreibt er über eine einfache und vollkommen logische Wirklichkeit:

Etwas für richtig zu halten, das falsch ist, ist eine essenziellere und weitaus tückischere Form von Unwissenheit, als gar nichts zu wissen. Was wir als unsere Stärken betrachten, kann sich als der Hinterhalt erweisen, in dem sich unsere lähmenden Schwächen verbergen.‘

Treffer. Versenkt. Was gibt es da noch zu sagen? Es ist eben müßig, sich nett zu unterhalten. Ich gestehe, dass mir Beiträge wie ‚du bist besonders‘ und so weiter so langsam richtig auf den Keks gehen.

Nein, mit sowas hilft man niemandem aus seiner Egogrube herauszukommen, stattdessen hilft man ihm, sie noch ein bisschen tiefer zu graben. Ich frage dann immer, wenn alle besonders wären, was ist dann eigentlich noch dran am Besonders-Sein? Das ist wie mit ‚So werden Sie reich!‘ Und was ist dann mit den anderen? Pech gehabt oder wie? Leben wir dann alle in Luxusvillen?

Ich glaube manchmal, dass sich die Menschen soviel über andere aufregen, was ja grundsätzlich auch oft wirklich zum aufregen ist, was manche so tun, aber wenn man sich nur aufregt und das war`s dann, dann ist das doch wohl doch eher nur die Pille, die einen die eigenen Widersprüche so gnädig vergessen und einen weiter glauben lässt, man sei auf dem rechten Pfad.

Gestern habe ich das Zitat ‚Ich habe keine Geduld mehr für bestimmte Dinge’ von José Micard Teixeira gepostet. Das ist eines dieser Dinge, für die ich keine Geduld mehr aufzubringen mag. Das beharrliche Festhalten an den eigenen Emotionen. Emotionen sind was Wunderbares, doch wenn man an ihnen festhält und sie dann auch noch für wahr hält, dann kann man nur den Kopf schütteln. Also ich rege mich genauso schnell wieder ab wie ich mich aufregen kann. Und ich bin mir auch im Klaren darüber, dass meine Emotionen eben meine sind und mit nichts anderem zu tun haben als mit meiner Denke.

Es ist wirklich Zeit für Klartexter. Na ja, eigentlich gibt es die ja schon. Nur die Klartext-hören-Woller fehlen irgendwie. Das heißt ja nun wahrlich nicht, dass man irgendeinem Guru oder sonst jemandem Glauben schenken soll. Aber man soll es für möglich halten, den Dingen auf den Grund gehen und für sich selbst verifizieren.

Selber denken ist der ganze Trick.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.