Packen wir es an!

Es gibt viel zu tun! Nur wie anfangen?

Jede Veränderung der Außenwelt geht immer mit einer inneren Veränderung einher: Unserem Denken, unserem Fühlen, unseren mentalen Modellen, unseren Werten, unseren Gewohnheiten oder zusammengefasst mit dem, dessen Geistes Kind wir sind.

Verändert sich die Außenwelt, verändert sich die Innenwelt. Verändert sich die Innenwelt, verändert sich die Außenwelt. Beides ist nämlich nicht voneinander zu trennen, sie sind definitiv eins, beide gehen immer Hand in Hand. Fehlt das Eine, fehlt auch das Andere.

Manchmal haben wir nur einen Wunsch, einen Traum, ein ‚Ach, das hätte ich auch gerne!‘, dann ist es auch im Außen nichts Wirkliches, nicht sichtbar, nicht real, nicht erfahrbar. Entweder es ist reine Theorie, ein Gedankenspiel oder eben eine konkrete, reale Theorie. Wir müssen uns dabei bewusst sein, dass Begriffe nur vor ihrem Hintergrund Sinn ergeben. Sprache ist nun mal nicht absolut eindeutig, sondern abhängig von dem Kontext, in dem sie geschieht und wer sie verwendet.

Verändert sich unsere Außenwelt, beginnen wir automatisch neue innere, passende Systeme und Strukturen zu schaffen. Oder wir passen die Außenwelt so an, dass sie zu unserer (veränderten) Innenwelt passt.

Eines aber dürfen wir nie vergessen. Es basiert immer auf einem Impuls – ob der nun von außen oder von innen kommt, egal. Und darauf reagieren wir – im außen wie im innen. Wenn wir also etwas tun, was wir ‚eigentlich‘ gar nicht wollen, dann müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es einen Impuls gibt, der uns handeln lässt, wie wir eben handeln.

Dabei kommt es nicht darauf an, den Grund oder die Geschichte dieses Impulses zu kennen, wir müssen nur den Impuls als solchen wahrnehmen. Dann ist uns auch klar, warum und wieso wir tun, was wir tun. Es ist eine Unart von uns Menschen, alles genau erklären können zu wollen. Solche Impulse sind wie das plötzliche Auftreten des Impulses, sich zu kratzen. Warum auch immer, man kratzt.

Manchmal tut man es nicht, weil es einem die Etikette verbietet. Und manchmal stellt man es einfach ab. In der Meditation ist es ein häufig auftretendes Phänomen. Plötzlich möchte man sich irgendwo kratzen. Nicht weil irgendetwas wäre, sondern es ist ähnlich wie ein Ablenkungsmanöver.

Das Einzige, was wirklich hilft, ist einen Deal mit sich selbst zu machen. Man wartet eine gewisse Zeit. Sagen wir mal 3 Sekunden. Ist der Impuls dann immer noch da, kratzt man. Das Spannende dabei ist, wenn man die Disziplin hat, nicht gleich jedem Impuls zu folgen, sondern diese 3 Sekunden wartet, hört er meist auf. Funktioniert auch bei Schokolade oder so, jedenfalls bei mir.

Einfach einen Moment warten, und es geht vorbei. Und man muss definitiv nicht wissen, warum man Schokolade essen wollte. Wichtig ist zu erfahren, dass man überhaupt keine Schokolade haben musste. Ich trinke seit geraumer Zeit jegliche Form von Kaffee ohne Zucker.

Warum? Erstens habe ich erkannt, dass es Sinn macht, keinen Zucker zu trinken. Dann habe ich damit begonnen, meine 3 Sekunden-Regel zu praktizieren. Und die Gewohnheit schmolz dahin wie Butter in der Sonne. Suchen Sie sich etwas aus, womit Sie es ausprobieren. Sie werden sehen, es geht. Vorausgesetzt, es gibt einen guten und triftigen Grund es zu tun. Nur so zum Spaß wird es nicht funktionieren.

Und das Schöne ist, es funktioniert nicht nur bei Schokolade, sondern bei jeder, wirklich jeder Gewohnheit. Zählen Sie einfach ganz langsam bis 3. Und dann packen Sie an, was Sie eigentlich tun wollten.

Es ist wirklich so. Man braucht nur ein klares, eindeutiges, vor allem realistisches und möglichst auch bildhaftes Ziel und einfach Disziplin. Und Sie werden Berge versetzen.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.

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