Perfekt!

Die Scheu vor dem Streben nach Perfektion, das etwas völlig anderes als Perfektionismus ist, ist im Grunde letztlich Selbstaufgabe.

Es ist das Akzeptieren des ‚Normalen‘, des Guten, das der Feind des Besten ist. Und es bedeutet letztlich, unterhalb seiner Möglichkeiten zu bleiben und seine Potentiale nur teilweise zu nutzen.

Doch warum haben es die, die den Weg zu den Besten gehen, wie etwa in dem Buch von Jim Collins beschrieben, scheinbar so schwer, mit den ‚Normalen‘ auszukommen?

Nun, sie sind eben anders, haben die oberflächliche Welt des ‚Normalen‘, die Welt der Konventionen und des Hinnehmens ‚eigentlich‘ nicht akzeptabler Zustände hinter sich gelassen. Doch sind eigentlich sie es, die ‚anders‘ sind, oder sind es nicht eher die ‚Normalen‘? Worin natürlich die Frage mitschwingt – und was es so schwer macht, darüber zu reden -, wer da falsch liegt.

Doch es geht nicht um ‚richtig oder falsch ‚, auch wenn wir davon sprechen, das Richtige zu tun. Menschliches Handeln ist nun einmal kein rein willentlicher und bewusster Akt als Ausfluss eines individuellen Denkens. Aber das ist ein anderes Thema.

Die wesentliche und hier interessierende Frage ist, und das darf nicht übersehen werden, was überhaupt der Maßstab des Normalen ist. Nur weil es die Mehrheit tut, muss es ja deswegen nun wirklich nicht auch richtig sein.

‚Perfekt zu sein‘ bedeutet nämlich nicht mehr und nicht weniger, als das einem Bestmögliche auch zu tun. Nichts anderes bedeutet es, den Weg zu den Besten zu gehen.

So gesehen ist Perfektion nichts anderes als der Anspruch an uns selbst, unser natürliches Wesen auch in Allem auszudrücken.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.