Räume

Lebensräume sind Resonanzräume. Ihre Gestaltung hat unmittelbare Wirkung auf uns. Durch sie machen wir Erfahrungen möglich, die uns zu einem anderen, neuen Bewusstsein und Denken verhelfen.

In ihrer bewussten Gestaltung manifestiert sich unsere Lebensabsicht, unser Verständnis vom Leben und damit von uns selbst; was uns als lebenswert erscheint wie unserer ,Rolle‘ im Leben, dem, wozu wir uns gezwungen oder eben berufen sehen.

Gestaltung, Möblierung und Ordnung etc. wollen dann nichts mehr „darstellen“, sondern sind Ausdruck innerer Haltung, bis sie zum vollkommenen Spiegel unseres Geistes werden. Dann spiegeln sie nicht nur unser Inneres im Außen, sondern sind ein Spiegel, in dem wir uns selbst wahrnehmen können.

So wie der Raum den Ton moduliert, in dem er erklingt, so gestalten wir unsere Lebensräume so, dass wir darin sein können, was wir sind.  Und darum ist ein Raum erst einmal ein Ausdruck der Leerheit, aus der heraus er Form und Gestalt annimmt und seine Wirkung entfaltet.

Den Ramsch wegräumen, das Überflüssige abräumen, einen geordneten, leeren Schreibtisch zu haben, das Bett am morgen zu machen, die Schuhe in Reih und Glied zu stellen, die Bücher in Ordnung zu halten, all das gehört zu den Lebensräumen und zu den Aufgaben, die es in diesen Räumen zu erledigen gibt.

Aber diese konkrete Raumordnung funktioniert erst, wenn sie ein Spiegel der inneren, der geistigen Räume ist. Die Intelligenz und Kraft des kosmischen Denkens auszudrücken, das Bewusstsein dafür, das ist so ein geistiger Raum.

Konstruktiv zu denken, das ist ein geistiger Raum; und das konventionelle Material des Alltags zu nutzen und in Zen-Kultur verwandeln, ist ebenfalls ein Raum.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.