Räume II

Phänomene ereignen sich nur in Räumen.

Eine banal klingende Feststellung, die es aber nicht ist, vor allen Dingen dann, wenn wir von geistigen Dingen sprechen. Alles braucht einen Raum: Versenkung, Meditation, Kontemplation, Konzentration genauso wie Gewahrsein oder rechte Rede.

Der Grund, warum wir so oft denken, dass der Raum beliebig sei, liegt wohl darin, dass wir vielfach das Denken von unseren Gefühlen, besser unserem Gemüt, regelrecht abgekoppelt haben. Darum „vermischen“ wir Meditation oder Kontemplation gerne mit beliebigen Tätigkeiten. Nur: Meditatives Kochen oder Gehen haben selbstverständlich einen Raum.

Alles, was wir tun, braucht Gewahrsein. Und Gewahrsein ist ohne unseren Körper unmöglich, wie Graf Dürckheim mit dem Begriff des Spürbewusstseins deutlich gemacht hat. Und Körper bedeutet Raum, bedeutet Präsenz und Anwesenheit.

Der Raum, in dem wir tun, was wir tun, ist also wesentlich, wobei mit Raum Raum und Zeit gemeint ist.

Gehen wir den Weg des Geistes, dann ist das kein Weg, der sozusagen nur in unserem Kopf zu gehen ist; sondern eben ganz real in Raum und Zeit.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.