Schritte auf dem Weg

Soll das Leben anders werden, muss das Leben anders werden.

Ich habe mich immer gefragt, was es einem Menschen möglich macht, sein Leben anders zu leben, anders zu gestalten. Also habe ich mir einmal angeschaut, was ich so gemacht hatte in meinem Leben, wenn es anders wurde. Nun, ich hatte erst einmal eine grundsätzliche Entscheidung getroffen. Und die begann ich dann umzusetzen. In der Rückschau ist mir eines klar geworden, nämlich, dass der Spruch ‚Innen wie Außen‘ absolut zutrifft.

Wenn ich wirklich bereit war, mein Leben – und nicht nur etwas in meinem Leben – zu ändern, dann wurde das auch im Außen sichtbar. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mein Büro umstellte oder die Zimmer tauschte, doch das brachte im Grunde genommen nichts. ‚Irgendwie‘ blieb es dann doch, wie es schon immer war. Ein grundsätzlicher Wandel im Leben, jedenfalls ist das meine Überzeugung, ist nur dann möglich, wenn wir auch unser Leben grundsätzlich anders gestalten.

Entscheidend ist dabei, dass wir es ‚grundsätzlich‘ anderes gestalten. Die Gefahr liegt hier darin, dass wir uns, wie Fritz Perls es formulieren würde, nur besser im Alten einzurichten versuchen, statt das Alte zu verlassen, es hinter uns zu lassen. Doch das hilft selbst dann nichts, wenn sich nicht auch die in unserem Leben zum Ausdruck kommende Kultur ändert.

Es geht also gar nicht darum, dass wir unsere Wohnung umräumen oder gar den Partner wechseln, sondern es geht alleine darum, das eigene Leben aus einer anderen Haltung mit einer anderen Kultur zu gestalten. Ich habe dies intuitiv über den Film ‚Wie im Himmel‘ oder den ‚Der letzte Samurai‘ erkannt. Beides Geschichten, wie ein Mensch oder Menschen ihr Leben änderten, indem sie ihre Haltung und die gelebte Kultur änderten. Und zwar für jedermann erkennbar. Und ich vermute, dass das das wirklich Entscheidende und auch absolut Notwendige ist.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.