Sehen, was (wirklich) ist

Unser größtes Problem ist, dass wir üblicherweise glauben, wir könnten sehen, was ‚wirklich‘ ist.

Doch das ist eine Täuschung. Nicht, weil wir dazu grundsätzlich nicht in der Lage wären, sondern weil sich nur wenige darüber im Klaren sind, was ‚Wirklichkeit‘ überhaupt ist.

All unsere Annahmen über Zusammenhänge, über Ursachen, über Lösungen, also all die Gedanken und Überlegungen, mit denen wir glauben, die Welt und damit uns selbst verstehen, beschreiben und erklären zu können, basieren auf dem Glauben, wir könnten sehen und wissen, was wirklich ist. 

Und das betrifft nicht nur die Welt da draußen, sondern auch unsere innere Welt – unsere Gedanken, Gefühle, Überzeugungen und all das, was zu wissen wir überzeugt sind.

Nun ist daran nichts grundsätzlich Falsches; Jedoch sollten wir nur glauben, was wir wirklich aus eigener Erfahrung wissen können. Es gibt also einen unmittelbaren Bezug zwischen Wirklichkeit und Wissen. 

Doch was ist Wissen und was nur vermeintliches Wissen? Das heißt sich bewusst zu sein, wie Wissen entsteht. Und damit sind wir bei der Wahrnehmung, denn es gibt kein Wissen ohne Wahrnehmung. 

Die Frage, was die Wirklichkeit ist, beantwortet sich aus der Frage, was wir wirklich wissen können und das wiederum wirft die Frage auf, wie wir Wissen generieren und das fragt danach, wie (und nicht was!) wir wahrnehmen. 

Dazu gehören natürlich auch unsere Gefühle und Emotionen, denn sie basieren ja auf etwas, das wir zu wissen glauben, etwas, wovon wir zutiefst überzeugt sind.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.