Siddhartha, eine indische Geschichte

Kurzfassung:

Nicht den Buddha zu verehren gilt es,
sondern Buddha zu werden, Buddha zu sein!

Was mir an Hesses Siddhartha missfällt, ist, dass er das Bild eines am Ende von der Gesellschaft abgewandten, dem gewöhnlichen Leben entsagenden, ganz in die Natur versunkenen Erwachten zeichnet.

Es ist dieses Bild des Heiligen und Entrückten, das den Menschen die Rechtfertigung liefert den Weg des Buddha nicht zu gehen, denn wie sollte man dann noch in der ganz normalen Welt mit Arbeit und Familie leben können?!

Das ist es auch, was die Einbände vieler Zen-Bücher vermitteln, ob bewusst oder nicht. Und genau das ist der Fehler. Und genau deswegen werden diese Bücher so geschätzt und gerne gelesen, denn man kann den Traum vom wesentlichen und wahrhaftigen Leben weiter träumen und dabei seine Notwendigkeit für einen selbst weiter verleugnen und in der Welt der Oberflächlichkeiten bleiben, diesem Leben aus zweiter Hand.

Denn zu erwachen macht uns nicht zu Heiligen und das Leben findet weiterhin im Alltag und nicht in der Einsiedelei statt.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.