Siegen, ohne zu kämpfen.

Nicht wahrzunehmen oder nicht wahrhaben zu wollen, dass in unserer Welt Nationen, Gesellschaften, Wirtschaftssysteme, Unternehmen und Menschen sich immer wieder in Konflikten und oft auch in Kämpfen miteinander befinden, hieße, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.

Dagegen mit Gesetzen oder Forderungen angehen zu wollen oder für eine bessere Welt zu kämpfen, ist genauso sinnlos wie der Kampf selbst oder von einer besseren, heileren Welt zu träumen und dabei auf der Verliererseite zu stehen.

Die Antwort mag paradox klingen: Siegen durch Überlegenheit. Denn nur der Unangreifbare muss nicht kämpfen, und nur die Überlegenheit durch Unangreifbarkeit bahnt den Weg zum Dialog in einer uneinsichtigen Welt.

Immer wieder haben Menschen gelernt, zu dieser Überlegenheit zu finden. Es ist nicht die körperliche Überlegenheit, die zum Sieg verhilft, sondern die geistige. Das Ideal der Gewaltfreiheit zu leben heißt nicht, keine Waffen zu tragen und auf unsere Wirtschaftswelt übertragen, den anderen nicht materiell ruinieren zu wollen.

Es ist der freie Geist, die vollendete Persönlichkeit, die die Unangreifbarkeit ausmacht, die nicht überlegen sein muss, aber stets das Bessere anstrebt ohne der Bessere sein zu wollen.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.