Sowohl als auch

Nehmen wir einmal an, Sie erkennen, dass Sie bald sterben werden, weil Sie unheilbar erkrankt sind. Was werden Sie tun?

Werden Sie hoffen, dass sich das Schicksal vielleicht doch noch ändern wird oder werden Sie sich überlegen, wie Sie die Zeit verbringen wollen, die Ihnen noch bleibt?

Das sind Überlegungen, die oder denen sich die Menschheit stellen müsste. Denn in Kürze wird die Erde derartig überbevölkert sein, dass die Ressourcen einfach nicht mehr ausreichen. Klingt apokalyptisch, ist es aber wohl nicht.

Und dann die Klimaerwärmung. Wer glaubt, da ließe sich noch was ändern, soll ruhig weiter träumen. Also einem gepflegten Fatalismus huldigen?

Doch bei dem Ganzen gibt es einen Haken. Was, wenn alle Menschen nicht nur im Einklang mit der Natur leben würden, sondern in der Einheit mit dem Tao oder Gott, der unio mundo, so wie ein Meister Eckhart?

Denn die Frage ist, ob dann nicht die »Regeln« neu geschrieben werden müssen, so wie es in der Physik der Fall war, als die Quantenphysik ‚entdeckt‘ wurde. Und würde das nicht bedeuten, dass ein weiter- und tiefer gehendes Verständnis von Bewusstsein, Geist, Welt und Kosmos neue Möglichkeiten eröffnen würde, Möglichkeiten, die wir uns in unseren blühendsten Phantasien nicht ausdenken können, vielleicht sogar nicht auszudenken wagen?

Was also tun? Doch hoffen oder einfach leben? Vielleicht ist ja beides richtig. Den Augenblick leben, tun, was zu tun richtig ist und den Weg der unio mundo suchen und gehen, um die kritische Masse zu erreichen, die allen Menschen ermöglicht, aus dieser Bewusstheit heraus zu denken, handeln und zu leben?

Nun ich denke, das ‚Vielleicht‘ sollte man streichen. Oder muss man es sogar streichen?

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.