Stärken und Schwächen

Macht es das Leben wirklich leichter, statt (auch) auf Schwächen nur auf unsere Stärken zu achten?

Leichter ja, aber nicht besser. Wir sind ja nicht zu unseren Schwächen verdammt. 

Der erste Schritt ist zu untersuchen, worauf unsere Schwächen beruhen. Manchmal ist es so etwas wie fehlendes Engagement, manchmal sind es psychische Schwächen. 

Schwächen, die ihre Ursache in fehlendem Engagement haben nicht aufzulösen hieße ein mögliches Potential brach liegen zu lassen. Psychische Schwächen nicht aufzulösen hieße sie nicht als Symptom dessen zu erkennen, was Jung unseren Schatten genannt hätte und die darin gebundene Lebensenergie nicht zu lösen.

Feldenkrais hat wie viele andere auch immer wieder die Notwendigkeit betont, den eigenen Schatten als wesentlichen Schritt der Persönlichkeitsentfaltung zu integrieren. Menschen, die wahrhaftig menschlich Großes geleistet haben, haben alle diesen Schritt vollzogen.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Unsere Schwächen wollen integriert sein. Und man sollte sie nicht leichtfertig mit fehlenden Talenten verwechseln, denn das marginalsiert Schwächen. Und das wiederum hat fatale Folgen für unsere Persönlichkeit.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.