Translation versus Transformation

Translation bewegt sich, bildlich gesprochen, immer in dem ein und dem selben Raum. Transformation hingegen wechselt den Raum.

Neues in der Translation ist nichts wirklich Neues, sondern nur neu Arrangiertes. Transformation ist wirklich Neues – und damit Unbekanntes. Es ist ein kreativer Prozess. Kreative Prozesse haben nur die dumme Eigenschaft, dass sie nicht vorhersehbar sind.

Vorhersehbarkeit bedeutet Sicherheit. Alles bleibt, wie es schon immer war. Nicht exakt wie immer, aber eben vorhersehbar. Was ein auf Sicherheit bedachter Mensch eben so sucht. Also Translation.

Transformation hingegen ist etwas ganz anderes. Man verlässt den bekannten Raum. Man begibt sich in einen unbekannten Raum, der jedoch als Idee nicht unbekannt ist.

Nur man hat bisher überhaupt keine praktische Erfahrungen mit beziehungsweise in ihm gehabt, genauer, haben können. Doch das hilft einem nicht, um sich darin zurecht zu finden. Also lassen es die meisten, diesen Raum erforschen zu wollen.

Lieber geben sie sich mit dem Erreichbaren zufrieden. Wie heißt es doch? Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Also bleibt man bei dem Gewohnten und Bekannten. Und bewegt sich nicht hinaus.

Wenn man vor die Entscheidung Translation oder Transformation gestellt ist, sollte man sich dieses Dilemmata bewusst sein. Dann kann man sich entscheiden, was für einen das Erstrebenswerte ist.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.