Und was (ist) dann?

Eine Frage, mit der man jede Initiative im Keim ersticken kann.

Erwartungen sind in jeglicher Hinsicht verfänglich, steht doch dahinter auf die eine oder andere Weise  immer ein »Wenn –dann«.

Dabei wissen wir doch, dass das Leben ganz oft andere Wege geht als wir es gerne hätten. So soll man ja Gott zum Lachen bringen können, indem man ihm seine Ziele erzählt. Denn es ist ein großer Unterschied, seine Ziele zu verfolgen oder zu tun, was zu tun richtig ist.

Manchmal weiß man intuitiv, was zu tun richtig ist, weiß man, was man tun müsste oder sollte. Einfach, weil es richtig ist. Doch wehe, man fragt nach dem »was dann«. Wie soll man das auch wissen können? Da können einem andere das in den schillerndsten Farben ausmalen. Aber was man nicht kennt kann einem auch kein Anderer erfahrbar machen.

Die Frage nach dem »was dann« heißt auf deutsch: Ich mache es, wenn mir das Ergebnis erstrebenswert erscheint. Und schon sitzt man in der Falle. Denn das kann man eben nicht wissen. Es ist ja auch umgekehrt so, da denken Menschen, sie müssen nur dieses oder jenes tun, um glücklich oder frei zu sein. Hinterher merken sie dann, dass es doch nicht funktioniert.

Wenn wir glauben, nur wir wüssten, was gut für uns ist, dann wird es uns nie anders gehen, als es uns gerade geht. Man nennt das einen Teufelskreis.

Solange wir nicht aus unserer Ichbezogenheit herauskommen, werden wir nie erfahren, wie das Leben wirklich ist. Denn das Leben heißt nicht »Ich«, sondern Kosmos.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.