Visionen braucht der Mensch

Visionen sind innere Bilder – doch von was?

Ohne Visionen wird das Leben dumpf und mechanisch; es dient nur noch dem Erhalt der Lebensfunktionen und vielleicht noch der Befriedigung von persönlichen Bedürfnissen, die ein solches Leben erträglich erscheinen lassen. Der allgegenwärtige Egoismus ist ja keine Krankeit des Individuums, sondern einer Gesellschaft, der die Visionen und damit der Sinn abhanden gekommen ist.

Dabei ist Vision nicht gleichbedeutend mit Vision. Darunter kann man den visionären Zukunftsblick verstehen, der dem Wunsch entspringt, etwas bis dahin nicht Vorhandenes möglich zu machen und etwas Besonderes zu vollbringen. Ohne diese Visionen gäbe es keinen technischen Fortschritt, wie wir ihn kennen.

Doch, und genau das erleben wir gerade, dieser Fortschritt wendet sich gegen uns selbst, wenn wir die andere Art der Vision, die mystische Vision, außer Acht lassen. Ohne diese Vision, die uns unser Wesen und unsere Natur erkennen lässt und uns auf diese Weise Sinn erfahren lässt, fehlt unserem Handeln die Orientierung, die es braucht.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.