Vom Falschen zum Richtigen

Wie können wir das Richtige tun, wenn unsere Ansichten unzutreffend sind?

Wir wollen das Richtige tun, aber wir wissen nicht wie. Denken wir. Dabei liegt der Fehler alleine darin, was wir als richtig und was als falsch ansehen. Denn beides suchen wir in der Welt des Realen, in der Welt der Formen.

Es ist das vermeintlich wesentliche Postulat des Tuns, das uns immer wieder danach fragen lässt, was wir tun können oder müssen. Doch genau das ist die Falle, denn wir müssten stattdessen danach fragen und zu ergründen suchen, was uns denken und handeln lässt.

Darin liegt auch die Antwort auf die Frage danach, was oder wer wir sind.

Statt uns über unsere Erscheinungen zu definieren, über unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen müssen wir des numinosen Geist gewahr werden, der uns denken, handeln, fühlen und sein lässt.

Dann spielen Richtig oder Falsch keine Rolle mehr, sie definieren uns nicht mehr. Dann definiert uns, wenn wir bei dieser Vorstellung bleiben wollen, der Geist, der sowohl das Richtige wie das Falsche hervorbringt. Dann erkennen wir, das allein die unzutreffende Identifizierung mit den von uns selbst, also unserem Geist, hervorgebrachten Formen das ist, was es zu erkennen gilt.

Wurzeln wir einmal in unserem Verständnis von uns selbst ganz in u näherem geistigen, formlosen und numinosen Urgrund, erlöschen Vorstellungen von richtig oder falsch, was bleibt ist reines Sein.

Um zum Gewahrsein des Geistes zu gelangen, müssen wir uns aus der Welt der Formen, aus der Welt unserer gewöhnlichen Erfahrungen hinausbegeben und uns auf das numinose Geistige einlassen – um dann wieder zurückzukehren in das Leben des Alltags. Dies ist auch kein Rückzug auf Zeit, sondern eine Abstinenz des Wollens und Wünschens, eine Abstinenz von der eigenen Vorstellung von der Wirklichkeit und den eigenen Meinungen.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.