Was jetzt?

Unabhängig davon, was sich in unserem Leben ereignet, stets kommt es alleine darauf an, welche Bedeutung wir dem beimessen und wie wir damit »umgehen«.

Vor allen Dingen dann, wenn wir Schmerzliches erleben, sind wir schnell geneigt, die Frage nach dem »warum« zu stellen. Diese Frage aber führt uns selten zu einer Erkenntnis, denn die Frage nach dem warum setzt voraus, dass das Leben sich in eindeutigen Ursachen-Wirkungs-Prozessen ereignet.

Das tut es aber nicht, einfach deshalb, weil das Leben eben nicht mechanisch funktioniert, auch wenn viele Menschen so tun, als wäre das so.

Die Frage nach dem »Warum« führt uns gedanklich in die Vergangenheit, was uns allenfalls Hinweise darauf gibt, warum die Situation jetzt so ist, wie sie ist. Ist das jetzt aber wirklich wichtig zu wissen? An den banalen Dingen des Lebens lässt sich leicht erkennen, dass es darauf tatsächlich nicht unmittelbar ankommt. Es hilft mir jetzt nicht, zu wissen, warum ich das Glas Rotwein umgeschüttet habe.

Das Einzige, was mir hilft ist mich der Frage zu stellen, was jetzt zu tun ist.

Und das bedeutet nichts anderes als aufzuräumen und mir ein neues Glas Rotwein einzuschenken und im Weiteren, darauf zu achten, achtsamer zu sein, damit mir das nicht wieder passiert.

Denn eines muss uns klar sein: wenn wir versäumt haben, etwas zu verhindern beziehungsweise frühzeitig zu reagieren, denn die wenigsten Dinge lassen sich wirklich verhindern, weil kaum etwas unter unserer Kontrolle ist, dann immer nur deshalb, weil wir nicht die notwendige Achtsamkeit praktiziert haben.

Die Frage nach dem Warum führt uns in Grübeleien, die Frage nach dem »Was jetzt?« lässt uns tun, was zu tun ist und sie lehrt uns, Achtsamkeit zu praktizieren

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.