Welt-, Menschen- und Selbstbild

Eine lohnenswerte Analyse.

Das eigene Welt- und Gottesbild (was immer der Einzelne darunter versteht) ist den Wenigsten wirklich bewusst, genauso wenig wie das eigene Selbstbildnis. Das Menschenbild, also das Bild der anderen ist hingegen meist erstaunlich präzise.

Das finde ich deswegen so interessant, weil nach meiner Einschätzung alle drei Bilder zusammen eine Dreieinheit bilden, wobei die einzelnen Teile sich harmonisch ergänzen, ineinander fügen und ineinander greifen und letztlich eine Einheit bilden.

Je genauer der Einzelne sich selbst kennt, umso präzise ist auch sein Bild des Kosmos und des ersten Ursprungs. Und umgekehrt. Und umso verständlicher und klarer ist für ihn selbst sein Bild von Anderen.

Doch das sagt nichts über die Stimmigkeit aus. Nur, wenn das eigene Weltbild, genauer die Philosophie über die Welt, mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmt, ist auch das eigene Selbstbild stimmig. Und natürlich das Fremdbild.

Dazu gehört auch das stimmige Bild von der Funktionalität des Menschen, also der eigenen Kohlenstoffeinheit. Je mehr wir also über die Welt, den Kosmos und die Funktionalität des Menschen wissen, desto sicherer werden wir unserer selbst.

Und je sicherer unserer selbst wir werden, desto souveräner und authentischer werden wir. Fundiertes Wissen steht also in direkter Wechselwirkung mit ,echter‘ Selbstsicherheit. Je weniger wir über die Welt konkret wie fundiert wissen, desto mehr bauen wir unser Selbstbild wie das Wissen über Andere auf methodischen Konstrukten und Annahmen auf.

Wobei man ,wissenschaftlich‘ richtig verstehen muss. Dazu gehört selbstverständlich ,normale‘ Wissenschaft, aber auch in der Versenkung und Kontemplation Erkanntes. Wobei hier die große Gefahr lauert, nämlich die, einer Illusion aufzusitzen.

Also immer untersuchen, was ist. Und vor allem unbedingt verifizieren. Und sich selbst nicht auf den Leim gehen, nur weil es sich so toll anfühlt. Man hüte sich vor Mystizismus, genauso wie vor jeglicher Spekulation und vor Annahmen, die genau betrachtet jeglicher Grundlage entbehren.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.