Weltbild und Selbst

Unser Weltbild definiert unser Sein.

In einem Weltbild, in dem die Welt aufgegliedert ist in ich und du, in Subjekt und Objekt, in ich und nicht-ich, einem Weltbild, in dem es richtig und falsch gibt, sind Schwierigkeiten unerwünschte, die Harmonie des Seins, unseres Seins, störende Zustände, die unsere Balance stören und tunlichst auszugleichen bzw. zu kompensieren sind.

In einem Weltbild aber, in dem alles bedingt und damit nichts ohne Grund und damit mit einer existenziellen Berechtigung existiert, kann sich die Frage nach richtig und falsch und damit nach Problemlösungen oder der klassischen Frage »was muss ich tun, damit … ?« nicht stellt, nicht stellen kann.

Die einzige Frage, die sich dann stellt, ist die Frage danach, was zu tun richtig ist. Dieses ‚richtig‘ ist nicht die Entscheidung zwischen Richtig und Falsch und auch nicht die Frage nach dem für einen selbst Angemessenen,  sondern nach dem, was die Situation verlangt. Damit geht die Frage einher, wie wir das wissen können.

Dabei ist es eine im Grunde einfache, weil uns immanent berührende Frage, nämlich die Frage nach uns selbst, die Frage nach dem, was für uns selbst wesentlich und wahrhaftig ist – und damit ist keineswegs eine Einschätzung unsers subjektiven Empfindens gemeint.

Worum geht es dann?  Tatsächlich geht es darum zu erkennen, dass wir etwas, irgendein Ereignis, eine Situation, etwas, das wir, wie auch immer wir es erlebt haben, als nicht mit unserem Weltbild und der Vorstellung unserer selbst vereinbar ansehen und darum ablehnen.

Das ist die einfache und doch elementare Wahrheit – alles, was unsere Sicht von der Welt bedroht, bedroht unser Selbstbild und damit das Selbstverständnis von uns selbst, unserer Identität, die ja eins ist mit unserem Weltbild.

Was also gilt es zu tun? Nichts anderes, als die Grenzen des eigenen Weltbildes zu erweitern. Das soll alles sein? Ja, das ist alles. Warum? Weil unsere Vorstellung von der Welt die Welt ist, ganz wie Krishnamurti es einmal formuliert hat:

»You are the World.«

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.