Wortwahl

Die Worte, die wir wählen, sind entscheidend.

Kürzlich las ich einen Text mit der Überschrift ,Willst du dich selbst finden‘. Was bei mir fast reflexartig die Frage auslöste, wie ich mich selbst finden können soll? Einen verlegten Schlüssel kann ich finden, aber mich selbst? Ich brauch mich doch nur mal zu kneifen und ich weiß doch sofort, wo ich bin!

Und kann ich mich erkennen wollen? Das hieße ja blind zu sein. Bin ich aber nicht. Und warum ich welchen Schwachsinn mache interessiert eigentlich niemanden, interessant ist nur, dass ich es mache, nicht aber warum. Warum-Fragen sind allenfalls für Historiker von Bedeutung.

Es scheint nun aber so zu sein, dass wir Menschen vielfach nicht bereit sind, zu dem zu stehen, was wir tun. Wissen tun wir es ja fraglos. Wäre es dann nicht die beste und einfachste, weil direkteste Selbst-Therapie, zu dem zu stehen, wie wir sind, also was wir tun? Und das dann mit Blick auf unsere eigenen ethischen Grundvorstellungen zu reflektieren?

Ich höre schon, wie es da knirscht. Und wenn man ganz aufmerksam ist, dann merkt man schnell, dass man eben nicht in der Welt da draußen lebt, sondern in der Welt seiner Gedanken, Vorstellungen und Meinungen.

Wirklichkeit ist aber definitiv etwas anderes. Doch weil wir Wirklichkeit nun einmal nicht direkt und nicht unmittelbar erfahren können, bleibt nur der Dialog und die Suche nach Sinn. Gemeinsam.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.

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