Worum es uns gehen sollte

Furcht, Ignoranz Hass

Dieses Bild, das ich gerade im Web gefunden habe, beschreibt eindrucksvoll, was passieren kann, wenn sich Menschen nicht bewusst sind, zu was die Kombination bestimmter Ausgangsstoffen führt – und nicht etwa führen kann.

So unbestimmt unser Denkprozess ist beziehungsweise zu sein scheint, so ist die Kombination bestimmter Ausgangsstoffe eine Garantie für das, was als Endprodukt entsteht. Jedes unreflektierte, weil sich seiner selbst nicht bewusste Denken birgt enorme Gefahren in sich. Doch weil wir ja an die Richtigkeit dessen glauben, was wir denken, erfinden wir jede Menge Gründe und Erklärungen, warum es so ist, wie wir eben denken. Ich bin mir bewusst, dass es jeden, der sich dessen nicht bewusst ist, hart treffen wird, wenn man ihm sagt, dass die Gründe für seine Überzeugungen nicht real sind, sie keinen wirklichen Hintergrund haben.

Darin sehe ich einen der Gründe, warum etwa die Tatsache so geflissentlich überhört beziehungsweise ignoriert wird, dass wir in einer gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit leben und selbst das, was wir über uns selbst glauben und denken, ein von anderen Menschen gezeichnetes Bild ist. Nur wenige sind bereit, solche Gedanken in einem selbstreflektiven Prozess zu ergründen und, vor allen Dingen, zu verifizieren. Man könnte glauben, etwas hält die Menschen in ihren alten Denkstrukturen fest, kettet sie regelrecht an. Dabei wäre es so einfach. Es bräuchte nur den Mut zum eigenständigen Denken; etwas, was die meisten Menschen von sich behaupten, tatsächlich aber die allerwenigsten wirklich tun.

Wirklich eigenständig zu denken, das ist das erste Fraktal, von dem aus wir unser Leben gestalten könnten und auch sollten. Es ist der Schlüssel zur Freiheit. Doch ohne diesen Schlüssel ist alles vergeblich. Wer das nicht verstanden hat, der wird nie wirklich frei sein können. Die Fähigkeit, eigenständig und philosophisch zu denken ist unbestritten der Ausgangspunkt oder Anfangspunkt der eigenen Freiheit, der Selbstbestimmtheit und der Authentizität. Doch, damit dies kein Wunschtraum bleibt, muss man bereit sein, sein altes Denken aufzugeben und sich Gedanken darüber zu machen, wie man auf die richtige Art und Weise denken kann und muss.

Konditionierung aufgeben

Das Bild ist übrigens eine perfekte Beschreibung dessen, was passiert, wenn wir unreflektiert denken und dann zwangsläufig dementsprechend handeln. Wir können es drehen und wenden, es kommt nichts Gutes dabei raus. Noch schlimmer, verschließen wir die Augen davor. Dann wird es richtig übel. Ein, wie ich finde, guter Grund, die eigenen Widerstände in Angriff zu nehmen und zu überwinden und die Leiter der Bewusstwerdung und der Bewusstheit weiter nach oben zu steigen. Das ist das vielleicht wesentlichste Dilemma, vor dem wir Menschen stehen. Entweder, wir folgen weiter unseren Konditionierungen und nehmen die damit einhergehenden Folgen billigend in Kauf – oder aber machen wir uns auf und denken eigenständig, authentisch und werden frei – auch wenn es uns eine gehörige Portion Überwindung kostet.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.