Zeit, nachzudenken

Ganz selbstverständlich versuchen wir – beispielsweise – den Borkenkäfer auszurotten, weil er unsere Wälder vernichtet. Dabei tut er das nicht wirklich, denn in einem Naturwald ist er keine Bedrohung.

Die Natur regelt sich selbst perfekt – solange wir Menschen uns nicht eingemischt und Kunstwelten geschaffen haben, die nicht mehr den natürlichen Gesetzmäßigkeiten folgen. Und nicht nur in unseren Wäldern und Fluren, nein, unser gesamte Zivilisation ist davon durchzogen.

Doch was ist zu tun? Ein Zurück gibt es nicht, doch wie könnten wir richtig handeln? Jedenfalls kein „weiter so“. Nein, ich werde hier nicht der Versuchung erliegen, Antworten zu geben. Weil ich glaube, dass es keine generelle, keine allgemeingültige, universelle Antwort gibt, sondern nur eine Vielzahl individueller und auch sehr persönlicher Antworten, die aus der Verantwortlichkeit für das resultieren, was wir tun – oder zu tun unterlassen.

Einfach zu finden werden diese Antworten nicht sein, sie werden uns in manche Widersprüche und Interessenkonflikte verwickeln und auch immer wieder unseren gesamten Mut und unsere Zivilcourage fordern, um zu tun, was zu tun richtig ist.

Noch viel mehr Mut werden wir brauchen, nichts zu tun, wenn wir nicht verhindern können, was geschieht und nur noch mehr Probleme hervorrufen würden, würden wir eingreifen. Ud manchmal werden wir es aushalten müssen zuzusehen, hilflos und ohnmächtig zu sein. Das ist wohl das Schwierigste.

Aber damit müssen wir leben, wollen wir wahrhaftig leben.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.