Zen, Psychologie und Coaching

Ich halte es nicht für sinnvoll, Psychologie oder Coaching mit Zen-Elementen verbinden zu wollen, einfach, weil die Gedanken des Zen einen ganz anderen Ansatz haben als Psychologie und Coaching. Gleichwohl können psychologisches und methodisches Wissen für die Zen-Praxis hilfreich sein.

Menschen, die ihre »Lebensthemen« durch Therapie oder Coaching aufgearbeitet haben, finden, jedenfalls ist dies meine Erfahrung, wesentlich leichter einen Zugang zur Zen-Praxis als diejenigen, die sich noch nicht mit den psychologischen Aspekten ihrer »Lebensthemen« auseinandergesetzt haben. Wer, beispielsweise, die Skript-Theorie von Erik Berne kennt, für den genügt ein Hinweis darauf, dass ihr oder sein Verhalten auf die Inszenierung eines Skripts hinweist, aus diesem Verhalten »auszusteigen«, ohne es jetzt analysieren zu wollen und auch ohne es durch therapeutische Interventionen aufzulösen, sondern eben über das Verständnis der Gedanken und die Praxis des Zen.

Fehlt das Verständnis für solche psychologischen Muster, dann kann dies leicht dazu führen, dass, ist ein solches Muster aktiv, genau dies verhindert, sich auf die Gedanken der Philosophia perennis und die Gesetzmäßigkeiten einzulassen.

Die dahinter stehende »Logik« ist, dass die Hinweise und Unterweisungen des Zen genau diese Muster und das damit im Zusammenhang stehende Verhalten infrage stellen und dadurch aktivieren, wodurch das, was man eigentlich erreichen möchte letztlich verhindert wird.

Mit einigen der aus dem Coaching  bekannten  methodischen  Ansätzen verhält es sich etwas anders. bekanntlich hilft ja Einsicht nicht, nur die unmittelbare Erfahrung vermag etwas in unserem Leben zu bewegen. Erfahrung hat aber immer etwas damit zu tun, was wir tun und vor allen Dingen damit, was wir denken. Was wir tun oder denken ist wiederum eine unmittelbare Folge von Selbstorganisation. Und hier können einige methodische Ansätze aus dem Coaching wertvolle Dienste leisten.

Das Verständnis für solche methodischen Ansätze schärft das Bewusstsein für die Bedeutung von (selbst-) organisatorischen Strukturen und ihre Wirkung; genauso wie für die Gestaltung von Prozessen und ihre Dynamik.

Peter D. Zettel
Wie bringe ich meine 'wahre' Natur zum Ausdruck? Wie gelingt es mir, das, was ich 'Innen' erlebe mit dem 'Äußeren' in Einklang zu bringen? Wie löse ich letztlich die Trennung in meinem Denken und Handeln auf? Das sind die Fragen, auf die ich hier Antworten formulieren möchte.